Springschwanz fand als blinder Passagier den Tod

  • Die Eintagsfliege Borinquena parva mit dem kleinen Springschwanz am rechten Flügel in dominikanischem Bernstein aus dem Miozän.
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    foto: plosone, penney et al.

    Die Eintagsfliege Borinquena parva mit dem kleinen Springschwanz am rechten Flügel in dominikanischem Bernstein aus dem Miozän.

Insekt wurde mit Eintagsfliege in Baumharz eingeschlossen - 16 Millionen Jahre alte Inklusion als erster Nachweis der Symbiose

San Francisco - Vor etwa 16 Millionen Jahren nutzte ein Springschwanz eine Eintagsfliege als Transportmittel - kurz bevor beide von klebrigem Baumharz eingeschlossen und als Bernstein konserviert wurden. Das haben britische Forscher entdeckt, als sie ein Stück Bernstein in einem Computertomografen untersuchten. Der Stein stammt aus der Dominikanischen Republik.

Der Springschwanz, ein kleines, flohähnliches Tier, klammert sich an den Rücken der Eintagsfliege, wie die Aufnahmen zeigten. Es sei das erste Mal, dass Springschwänze dabei ertappt wurden, wie sie auf geflügelten Insekten reiten, schreiben die Forscher im Fachmagazin "PLoS ONE".

Es sei aber durchaus möglich, dass es derartige "Transporte" auch heute noch gibt, berichten David Penney von der University of Manchester und seine Kollegen. Sie haben über 3.000 Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Winkeln von dem Duo im Bernstein angefertigt. Anschließend setzten sie die Bilder zu einer 3D-Rekonstruktion zusammen, die laut den Forschern wie eine Art Schnappschuss der damaligen Vorgänge ist: Der Springschwanz sitzt in einer Vertiefung am Ansatz des rechten Flügels der Eintagsfliege und hat sich zudem mit einer seiner Antennen am Flügel festgehakt, um nicht herunterzurutschen. (APA, 21.10.2012)

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