Springschwanz fand als blinder Passagier den Tod

  • Die Eintagsfliege Borinquena parva mit dem kleinen Springschwanz am rechten Flügel in dominikanischem Bernstein aus dem Miozän.
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    foto: plosone, penney et al.

    Die Eintagsfliege Borinquena parva mit dem kleinen Springschwanz am rechten Flügel in dominikanischem Bernstein aus dem Miozän.

Insekt wurde mit Eintagsfliege in Baumharz eingeschlossen - 16 Millionen Jahre alte Inklusion als erster Nachweis der Symbiose

San Francisco - Vor etwa 16 Millionen Jahren nutzte ein Springschwanz eine Eintagsfliege als Transportmittel - kurz bevor beide von klebrigem Baumharz eingeschlossen und als Bernstein konserviert wurden. Das haben britische Forscher entdeckt, als sie ein Stück Bernstein in einem Computertomografen untersuchten. Der Stein stammt aus der Dominikanischen Republik.

Der Springschwanz, ein kleines, flohähnliches Tier, klammert sich an den Rücken der Eintagsfliege, wie die Aufnahmen zeigten. Es sei das erste Mal, dass Springschwänze dabei ertappt wurden, wie sie auf geflügelten Insekten reiten, schreiben die Forscher im Fachmagazin "PLoS ONE".

Es sei aber durchaus möglich, dass es derartige "Transporte" auch heute noch gibt, berichten David Penney von der University of Manchester und seine Kollegen. Sie haben über 3.000 Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Winkeln von dem Duo im Bernstein angefertigt. Anschließend setzten sie die Bilder zu einer 3D-Rekonstruktion zusammen, die laut den Forschern wie eine Art Schnappschuss der damaligen Vorgänge ist: Der Springschwanz sitzt in einer Vertiefung am Ansatz des rechten Flügels der Eintagsfliege und hat sich zudem mit einer seiner Antennen am Flügel festgehakt, um nicht herunterzurutschen. (APA, 21.10.2012)

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3000 Röngenaufnahmen

na wenn das keine Überdosis ist..

Die mutieren sicherlich schon vor sich hin

Unbedingt das Video dazu anschauen:
http://www.youtube.com/watch?v=jDfujyxHbPM
Die 2 Minuten lohnen sich!

Biologisch sowohl auch technologisch faszinierender Clip.

Liebe Standardredaktion

Eintagsfliegen (Ordnung Ephemeroptera) sind keine Fliegen (Ordnung Diptera), genauso wie die englischen butterflies ebenfalls keine Fliegen sind. Eintagsfliegen sind eine primitive (alte) Insektengruppe, die in Bezug auf Biologie, Morphologie oder Verhalten wenig mit Fliegen gemeinsam hat.

Und Collembolen (Springschwänze) sind ...

ganz sicher nicht flohähnlich!
Sie können nur beide springen...jedoch auf verschiedene Mechanismen beruhend.
Sie sind beide Hexapoda...aber sonst nichts.

derStandard.at/Wissenschaft
05
22.10.2012, 13:58

danke für den Hinweis, wurde korrigiert

Das mit dem "Nicht herunterrutschen" hat er aber super hingekriegt... (C;

Die letzten Worte des Springschwanzes: "Wos is dös fir an klebrigs Zeig? Jetzad festkralln sonst spülts mifort.

Und deswegen, liebe Kinder, feiern wir am 2. November Allerseelen - um dem Springschwanz zu gedenken.

Und das, liebe Kinder, seit 16 Millionen Jahren .

Eigentlich mag ich diese Lehrer-Verbesserungen nicht, …

… aber weil die Springschwanz-Allerheiligen-Idee so lieb ist, muss ich: "gedenken" braucht den Genetiv. "… um des Springschwanzes zu gedenken".

Oh wie peinlich, danke fürs ausbessern! Meine ehemalige Deutsch Professorin hat wohl gerade einen plötzlich auftretenden Weinkrampf bekommen ...

Nur, wenn Sie Ihren Usernamen kennt.

Sie sehen: Die (oft nur scheinbare) Anonymität im Netz hat auch ihre Vorteile ^^

Ich finds nicht peinlich.

Das Peinliche kommt eh nur von unserer Sprachpolizei- und Besserwisser-Kultur.
Und danke! Es ist angenehm, mit jemandem zu konversieren, der/die sich nicht auf den Schlips getreten fühlt und bissig wird.

Hoplla, da hab ich rot statt grün vergeben.

An derStandard.at:
es wäre sehr hilfreich, wenn man seine Bewertung ändern könnte. Denn manchmal klickt man irrtümlich auf eine falsche Bewertung, oder man ändert seine Meinung (auch das sollte sein dürfen).

Community
06
22.10.2012, 14:12

@Pat Conley
Danke für den Hinweis, das lassen wir in unsere Überlegungen zur Weiterentwicklung einfließen.

Auf der anderen Seite ist so ein falsches Stricherl dort und da wirklich keine Katastrophe. Das geht in der allgemeinen Strichelei eh unter.

Es ist wie bei einer Wahl. Auf eine einzelne Wählerstimme da und dort kommt es nicht an. Aber warum geht der Einzelne dann noch wählen? Und warum ist das Wichtig?

Sie könnten ja beantragen, Ihre Stimme später ändern zu dürfen, falls Sie falsch gekreuzelt haben. :-)

1. Bei einer Wahl geht es um eine wichtige Entscheidung. Bei den Stricherln geht es um ...?

2. Ja, auch bei einer Nationalratswahl zum Beispiel wird es den Ausgang normalerweise nicht spürbar beeinflussen, wenn ich versehentlich mein Kreuz an der falschen Stelle mache. Das geht in der Masse unter. Und haben Sie da schon einmal gefordert, Ihre Stimme nachträglich korrigieren zu können?

Sie übersehen den Zusammenhang zwischen meinen beiden Kommentarne. Es geht in meinem Beispiel mit der Wahl nicht um die Stimmenkorrektur, sondern um um den Wert einer einzelnen Stimme.
Ihre scheinbare Zurechtweisung ist daher überflüssig.

Sie haben offenbar nur den letzten Satz meines Postings wahrgenommen und meinen daher, ich hätte etwas übersehen.

Hier wie dort hat eine einzelne Stimme kein großes Gewicht.
Hier wie dort kann man einen Fehler nicht korrigieren, obwohl es bei Wahlen immerhin doch um etwas mehr geht als bei den Stricherln in diesem Forum.

Ich bleibe dabei: Wenn man einmal versehentlich ein falsches Stricherl vergibt, ist das völlig belanglos. Wer die Stricherl so ernst nimmt, dass man ihn beruhigen muss, "Bitte entschuldigen sie vielmals. Ich wollte ihnen ein grünes Stricherl geben und habe ihnen durch meine Schuld, durch meine große Schuld ein rotes gegeben. Ich hoffe, es hat ihnen nicht zu viel Pein gemacht!", dem ist nicht zu helfen.

Sie sind aber ein selten stures Exemplar, dass mit biegen und brechen recht behalten will, obwohl die Argumente zunehmend peinlicher werden.
Aber Sie haben recht, bleiben Sie dabei, es amüsiert mich :-)

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