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Dodoma/Wien - Trotz gesetzlichen Vebots findet die weibliche Genitalverstümmelung (FGM) vor allem in den westlichen und nordöstlichen Staaten Afrikas immer noch statt. "Dieser traditionelle und zugleich grausame und schmerzvolle Eingriff wird meist ohne Betäubung, oft mit Rasierklingen oder Glasscherben durchgeführt. Die Folge sind Infektionen, viele Mädchen sterben am Blutverlust", erklärt Regina Mukama am Donnerstag im Rahmen eines Gesprächs zum Weltmissionssonntag in Wien.
Als Frauenbeauftragte leitet sie gemeinsam mit Bischof Michael Msonganzila ein Camp zum Schutz und zur Aufklärung junger Mädchen in der Diözese Musoma, im Nordosten Tansanias. Während der kritischen Zeit - das Beschneidungsritual findet hier nur im November und Dezember statt - können sich Mädchen dort verstecken. Bevor sie wieder nach Hause zurückkehren, findet eine Abschlussfeier als alternativer Übergangsritus statt. Auf einem Zertifikat wird ihr Übergang zum Frausein auch ohne Beschneidung bestätigt.
Zusätzlich versucht man in der Diözese mit Bildung und Aufklärung gegen Genitalverstümmelung anzukämpfen. Kinder, Priester und Dorfälteste müssten über Folgen von FGM informiert werden, sagt Msonganzila. (sufe, DER STANDARD, 19.10.2012)
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liebe männer, eure dominanz spiegelt sich sehr schön wider indem ihr bei einem artikel über mädchen, die in afrika genitalverstümmelt werden (eigentlich unfassbar, oder?), ausschließlich über die beschneidung von buben in europa diskutiert! kann mann sich bitte ausnahmsweise, ein einziges mal soweit zurücknehmen, dass man beim thema bleiben kann?!
Also ich bleibe absolut beim thema und spreche hier ueber buben die genitalverstuemmelt werden und maedchen, die beschnitten werden.
Was mich naemlich ankotzt ist, dass hier mit zweierlei mass gemessen wird. Es gibt auch bei maedchen mildere typen der beschneidung, ebenso wie es bei vielen buben-faellen eben nicht mit ein "paar" mm vorhaut weniger (schlimm genug) erledigt ist. Speziell dort wo keine hygienischen standards wie bei uns herrschen. Bis jetzt hat mir noch niemand schluessig erklaeren koennen, wieso nur das eine verwerflich, das andere aber ok sein soll.
Dass hier Einrichtungen geschaffen worden sind ist mehr als nur zu begüssen. Als bodenlosen Zynismus der Kirche finde ich aber, dass sie sich hier als der grosse Beschützer aufspielt, auf der anderen Seite aber bejaht, dass Knaben verstümmelt werden dürfen. Echt zum Kotzen...
In beiden Fällen wird Unmündigen der Genitalbereich zwangsweise verstümmelt.
In beiden Fällen ist es irreversibel.
In beiden Fällen ist es medizinisch unnötig.
In beiden Fällen wirkt es sich traumatisierend aus.
In beiden Fällen zeigen sich Auswirkungen auf das sexuelle Lustempfinden.
In beiden Fällen wird die Beschneidung mit Glaube/Tradition begründet und gerechtfertigt.
In beiden Fällen wurzelt die gleiche etymologische Intention.
Sagen Sie mir nun bitte, wieso sie der Meinung sind, man dürfe diese beiden Fälle nicht miteinander vergleichen?
Da ich selbst beschnitten bin kann ich ihnen versichern das alle Punkte nicht stimmen. Bis auf die Irreversiblität natürlich.
Ich hatte nie eine negative Auswirkung (schon gar kein Trauma) in meiner Zukunft. Beschnittene Frauen können das leider nicht sagen. Durch diese Verstümmelung können Betroffene oft weder schmerzlos Sex haben noch richtige Lust dabei empfinden.
Da sie weder die gesamtheit, noch die mehrheit, noch ueberhaupt eine nennenswerte menge der betroffenen darstellen, ist Ihre persoenliche erfahrung nicht mehr als eine einzelmeinung. Dass sie diese auf saemtliche betroffenen umlegen zeugt von nur von einem narzisstischen selbstbild. (vergleich ich vs. alle beschnittenen frauen???)
Und wenn sie der meinung sind ihre fehlende vorhaut aendere den lauf der geschichte rueckwirkend (siehe die letzten zwei punkte) ist ihnen eh nicht mehr zu helfen.
Auch wenn du und tausende anderer damit zufrieden sind (weil sies nicht besser wissen oder sichs halt einreden, weil sie's eh nicht mehr rückgängig machen können oder weil sies wirklich sind)
reicht doch wohl EIN EINZIGER, gegen seinen Willen Beschnittener, der damit nicht zufrieden ist (und davon gibts genug) um diese ganze Praxis der Verstümmelung von unmündigen Kindern zu kippen.
Die Empörung über die Beschneidung von Männer/Buben/Knaben kommt meistens von Kreisen - die eigentlich nicht betroffen sind ... die Betroffenen (Beschnittenen) Männer - verstehen diese Aufregung gar nicht - und haben die Diskussion meistens mit einem Schulterzucken kommentiert. Man kann also davon ausgehen, dass sie die betroffenen Männer kein Problem mit der Beschneidung haben ...
Bei den Frauen ist es jedoch so - dass die Betroffenen das nicht wollen - und sich dagegen wehren ...
Auch Medizinisch ist das nicht vergleichen - und die Konsequenzen sind für beschnittene Frauen dramatischer.
Bei der Beschneidung des Mannes geht es um die Vorhaut am Penis - nicht um die Zunge - als hat man auch Beschnittener die Möglichkeit sich zu artikulieren.
Interessanter Weise - jene Männer die beschnitten sind - und sich zu der letztem Diskussion (bezüglich Beschneidung bei Männer) öffentlich geäußert haben, haben ein Beschneidungsverbot für Männer abgeleht.
Ist halt ein Unterschied, ob man ein paar mm Vorhaut abschneidet und danach die Funktion an sich erhalten bleibt bzw. sich kaum ändert - oder ob man so wie bei Frauen - diese verstümmelt und sie u.A. ihrer Sexualität beraubt.
Wenn Buben aus religiösen Gründen der kleine Finger abgehackt würde, Mädchen dagegen die ganze Hand so ist da natürlich auch ein Unterschied,
trotzdem ist BEIDES zu verurteilen!
Es besteht vielleicht ein quantitaiver Unterschied aber qualitativ betrachtet spielts in der selben Liga.
In beiden Fällen handelt es sich um Verstümmelung von Unmündigen die absolut abzulehnen ist.
Alle die hier von "Gleichberechtigung" oder "mit zweierlei Maß gemessen" oder ähnliches schreiben, sollten sich mal ansehen, was bei einer weiblichen Beschneidung gemacht wird.
Das kann man nicht mit einer Vorhautentfernung bei Männern vergleichen, wenn dann mit einer Eichelentfernung...
<http://de.wikipedia.org/wiki/Weib... melung> alle sind verboten.
Bei der weiblichen Beschneidung ist auch - völlig zu recht - die "harmloseste" Variante verboten, die eventuell mir der männlichen vergleichbar wäre. Es ist daher nicht nachvollziehbar, warum die männliche Beschneidung fast immer erlaubt oder zumindest toleriert wird..
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