Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Washington/Wien - Auf Twitter brachte es der Parodie-Account @romneybinders bis Donnerstagabend auf beinahe 34.000 Follower. Bei Facebook kam die Seite "Binders Full of Women" auf mehr als 303.000 " likes". Mitt Romneys gönnerhafte Aussage im jüngsten TV-Duell gegen Barack Obama, er hätte in seiner Zeit als Gouverneur von Massachusetts, " Aktenordner voller Frauen" bekommen, mit denen er Posten in seiner Regierung besetzen wollte, hat in den sozialen Netzwerken einen echten " shitstorm" ausgelost. Und diese tieffliegenden digitalen Trümmerln neutralisieren nun die Versuche des Republikaners, weibliche Wähler intensiver anzusprechen.
Bis in den Spätsommer hatte Präsident Obama in Umfragen unter Frauen einen Vorsprung von etwa 16 Punkten. Im September aber drehte sich die Stimmung. Zuletzt lagen Obama und Romney beinahe gleichauf - auch weil sich dessen Wahlkampfteam Mühe gab, insbesondere noch unentschlossenen Wählerinnen ihre Ängste vor dem als sozial konservativ wahrgenommenen Republikaner zu nehmen.
Die jüngsten TV-Spots an diese wichtige Zielgruppe gingen unmittelbar nach der Debatte gegen den Präsidenten auf Sendung. In einem versucht eine Exwählerin Obamas zu erklären, dass Romneys Position zur Abtreibung gar nicht so kompromisslos sei. Im anderen sagen Frauen aus Romneys Zeit in Boston, dass er ein großartiger Chef gewesen sei. Nach Romneys Auftritt verstärkt die Werbung aber nur noch die Aufmerksamkeit für den Ausrutscher.
Obama konterte am Mittwoch bei einem Wahlkampfauftritt an einer Universität in Iowa so: "Ich muss Ihnen sagen, dass wir keine Ordner sammeln müssen, um kompetente, motivierte und talentierte junge Frauen zu finden." Er habe sich immer glaubwürdig für Frauenrechte stark gemacht und er wolle nicht, dass seine beiden Töchter für gleiche Arbeit einmal weniger verdienen als Männer.
Für viele Analysten könnte sich das Blatt nun wieder wenden und Obama zu seinen alten Werten unter weiblichen Wählern zurückkehren. Das könnte insbesondere in Florida, Colorado, oder North Carolina spielentscheidend sein, wo der Präsident noch im Sommer mit zehn Punkten vor Romney führte und wo ein paar Hunderttausend Stimmen entscheidend sein werden.
Romney holen inzwischen auch kreuzkonservative Meinungen seiner Parteigänger wieder ein: Die Debatte wirft Licht etwa auf jene Ansicht, die der republikanische Senatskandidat Todd Akin über "seltene Schwangerschaften nach echten Vergewaltigungen" vertrat. Oder auf Sandra Fluke, jene Studentin, die sich im Frühjahr vom mächtigen Radiostar Rush Limbaugh als "Schlampe" bezeichnen lassen musste, weil sie vor Gericht auf ihr Recht auf Verhütungsmittel bestand. (pra)
. F.: EPA
Die Grand Old Party identifiziert in einem Bericht die Gründe für ihre Niederlage - Nicht alle in der Partei sind mit dem Ergebnis zufrieden
Insgesamt 332 Wahlmänner für Amtsinhaber, 206 für Romney
US-Republikaner: "Ich bin sehr traurig, dass ich verloren habe"
"Das Beste kommt noch für die Vereinigten Staaten von Amerika"
Colorado und Washington steht Konfrontation mit Bundesgesetz bevor, das Marihuana weiter als illegale Droge einstuft
Begeisterung in Kenia, Erleichterung in Peking, Lob aus Moskau: Obamas Wiederwahl wurde positiv aufgenommen
In seiner ersten wichtigen Rede nach der Wiederwahl forderte Obama die Republikaner zur Zusammenarbeit auf
Wie US-Meinungsmacher den Wahlsieg Obamas und die Niederlage der Republikaner bei der Präsidentschaftswahl sehen
US-Präsident will Impulse für Wirtschaftswachstum
Klamme Bundesstaaten wie Kalifornien dürfen nach Referenden auf höhere Steuereinnahmen hoffen
Experten erwarten, dass Obama nach seiner Wiederwahl mutiger agieren wird
Nach langem (Vor-)Wahlkampf gestand der Republikaner am Dienstag seine Niederlage ein und forderte alle Parteigänger zur Zusammenarbeit im Namen der Vereinigten Staaten von Amerika auf. Für den neuen, alten Führer Obama wollte er beten.
Barack Obama ist der erste schwarze Präsident im Weißen Haus. In den ersten vier Jahren seiner Amtszeit hat sich für die benachteiligten Afroamerikaner aber kaum etwas geändert. Trotzdem haben sie ihn wieder mit großer Mehrheit gewählt
Abstimmungen über einzelne Gesetzesvorschläge - Themen: Marihuana, Todesstrafe und Homoehe
Der wiedergewählte US-Präsident hat zwar das Momentum auf seiner Seite, die Situation ist aber dieselbe wie vor der Wahl
Amtsinhaber gelingen entscheidende Siege in den Swing States - Romney gesteht Niederlage ein
Im Senat kann sich Präsident Obama nun zwar auf eine etwas breitere demokratische Mehrheit stützen, das Repräsentantenhaus verteidigten die Republikaner allerdings recht deutlich. Enttäuschungen gab es für einige Kandidaten der konservativen Tea Party.
Die interaktive Zeitleiste von derStandard.at zeigt die markantesten Punkte in Barack Obamas Biografie
Drei von vier Wählern sind weiße Amerikaner - Früher waren es mehr als 90 Prozent - Die Republikaner brauchen eine neue Strategie
Von Anfang an war Mitt Romney nur eine Verlegenheitslösung, die Niederlage war absehbar
Liveticker-Nachlese: Mit Obamas Sieg in Ohio war die Niederlage Romneys besiegelt - Das Rennen in Florida ist zwar noch nicht entscheiden, tut aber nichts mehr zur Sache - Romney gestand Niederlage ein
Obamas Sieg könnte richtungsweisend für die Zukunft der Republikaner sein
Nach dem Sieg Barack Obamas bei der Präsidentenwahl herrschte in den USA vielerorts ausgelassene Partystimmung - Eindrücke eines langen Wahlabends
Wer hat wen gewählt? Welche Macht hat der Präsident? Wie funktioniert das politische System der USA?
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.