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Graz - Ein Wahlkampfzuckerl des Grazer Bürgermeisters Siegfried Nagl (ÖVP) hat sich nach nur einem Tag als Schuss ins Knie erwiesen. Der Stadtchef bietet seit Mittwoch über die Seite digital-graz.at Unternehmern an, sich gratis eine Homepage erstellen und zwei Jahre lang verwalten zu lassen.
Nagl, der sich selbst gerne als Förderer von Graz als "Unesco City of Design" in Stellung bringt, schade damit genau den jungen Selbstständigen der Design-Stadt, kritisiert seine Mitbewerberin, die Grazer SPÖ-Chefin Martina Schröck. Gerade hier, wo viele im Werbe- und IT-Bereich tätig seien, agiere Nagl als "Totengräber kleiner Unternehmer".
Mehr schmerzen dürfte Nagl aber die Häme seines ehemaligen Beraters und Freundes Heimo Lercher. Der Werbefachmann machte Nagl mit seiner Kampagne 2003 zum ersten ÖVP-Bürgermeister nach 18 Jahren SPÖ-Herrschaft. Am Donnerstag schrieb er ihm als WKO-Fachgruppenobmann für Werbung einen offenen Brief. Darin bezeichnet Lercher die Aktion Nagls als "Irreführung" und "blanken Unsinn", der die Kreativwirtschaft "mitten ins Herz treffe".
Zudem könne man mit "08/15-Websites" als Unternehmer ohnehin nicht konkurrenzfähig sein, setzt Lercher nach. Wer auch immer Nagl empfohlen habe, Gratis-Websites zu verschenken, habe außerdem wohl nicht bedacht, dass es dafür viele Anbieter im Netz gebe.
Empfohlen haben dürfte dem Stadtchef die Gratisseiten Lerchers Nachfolgerin, Claudia Babel. Die Agenturchefin und frühere LIF-Geschäftsführerin ist nach einem Zerwürfnis mit Nagl zurück als dessen Beraterin. Seit dem Bruch der schwarz-grünen Koalition wird Babel auch "geheime Bürgermeisterin" genannt. (Colette M. Schmidt, DER STANDARD, 19.10.2012)
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"Zudem könne man mit "08/15-Websites" als Unternehmer ohnehin nicht konkurrenzfähig sein, setzt Lercher nach"
naja, ich glaube kaum, dass die konkurrenzfähigkeit eines unternehmens von der gestaltung dessen webseite anhängt. so schlecht sind 08/15-webseiten inzwischen auch nicht mehr, dass sich deswegen ein potenzieller kunde abwendet.
mich würde viel mehr interessieren, wer diese gratis-webseiten denn bezahlt. die stadt graz oder die övp graz?
abgesehen von den unzähligen lächerlichkeiten, mit denen nagl graz nachhaltig schadet (ruckzuck-meinungsumfragen als volksbefragungen verkaufen; verbote wo es nur geht; koalitionsbruch aus puren wahltaktischen gründen; etc.) hat er sich nun also wieder mit babel gepaart.
erkennbar an grausamen, unlogischen und undurchdachten werbesujets hat sie ihm schon taktisch mies beraten, als sie ihm den bruch der koalition mit den grünen aus puren wahltatkischen gründen eingeredet hat.
das kommt eben raus, wenn ein inkompetenter politiker sich von einer inkompetenten beraterin beraten lässt.
traurig nur, dass die wähler in graz nicht nagl nach seinen fehlern beurteilt, sondern nach seiner frisur.
interessant zu sehen, wenn der populist nagl getrieben von seiner wahlkampf-"expertin" babel als direkter konkurrent zur kreativen szene in den wahlkampf zieht.
man kann nur festhalten was man seit dem wahltaktischen manöver beim grundlosen kündigen der schwarz-grünen koalition wusste:
nagl lässt sich von babel treiben und sie ist nicht nur inkompetent sondern eine unfasssbar schlechte beraterin.
einmal mehr schadet nagl der stadt.
haben die Herrschaften schon einmal von 'wordpress' et al. gehört? JEDER Schüler kann sich hier eigene Websites erstellen. Einfach, jederzeit änderbar, klar verständlich UND selbst verwaltbar! Die Beraterin scheint keine Ahnung zu haben wovon sie redet. Aber Hauptsache quatschen...
Ein hübscherer Blog ist noch keine echte Firmenwebseite. Und der Wordpress-Service ist ein eigenständiges Unternehmen, welches keine politischen Ziele verfolgt. Websites als Politiker zu verschenken ist definitiv eine andere Schublade.
BM Nagl bzw. die WerberInnen Babel bedienen sich einer scheinheiligen Taktik.
Zuerst Medien heiß machen indem Dinge angekündigt werden und dann auf die Halbwertszeit der Information hoffen. Also was ist nun mit folgenden Projekten geworden:
- Biogasanlage
- Umweltzone
- Elektromobilität (nicht nur einige Werbe-Fahrzeuge)
- zeitliche Begrenzung seiner Politikerkarierre auf 10 Jahre
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