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Denver Broncos Wide Receiver Brandon Stokley (14) fängt im vierten Quarter einen 21 Yards Touchdown-Pass von Peyton Manning. San Diego Chargers Verteidiger Marcus Gilcrist (38) war zu dem Zeitpunkt, wie seine geschockten Mitspieler, nur mehr Zuschauer eines denkwürdigen Monday Night Spiels. 24 unbeantwortet Punkte San Diegos in Hälfte eins, folgten 35 von Denver nach dem Pausentee.
"Je mehr ich sehe, desto weniger verstehe ich."
Ein Zitat aus dem Monday Night Countdown von ESPN über die Spiele des Sonntags. Nach dem letzten Spiel der Woche 6 war die Runde wohl noch ratloser.
Den San Diego Chargers (3-3) gelang nämlich eine Rarität. Erst ein Mal zuvor schaffte es ein Heimteam, einen Vorsprung von 24 Punkten nach der Halbzeit noch aus der Hand zu geben. 2011 gelang, irgendwie nicht ganz so überraschend, den Dallas Cowboys dieses Kunststück gegen die Detroit Lions.
Dabei sah das Monday Night Game zwischen den Kaliforniern und den Denver Broncos (3-3) in der ersten Hälfte so aus, als liefe es auf einer schiefen Ebene Richtung Denvers Endzone. Die Chargers scorten zwei Mal mit Pässen von Philip Rivers auf Tight End Antonio Gates, setzten mit Blitz-Packages einen ausgeliefert wirkenden Peyton Manning unter Druck und holten mit Quentin Jammer einen dadurch fast logisch wirkenden Pick-Six heraus. 24 Punkte San Diego, Null für Denver. Die Sache war zur Pause eigentlich bereits gelaufen. Glaubte man.
Was danach passierte, das wird vor allem Gegenstand des Videostudiums der Chargers sein, denn die gaben das Spiel - und das dazu noch klar - noch aus der Hand. Die Gründe und damit die Schuldigen des Untergangs auszumachen, wird gar nicht so einfach sein. Einfach wäre es, den schwarzen Peter Quarterback Philip Rivers zuzustecken. Der streng gläubige Vater von sechs Kindern nahm für jedes einen Turnover von der Arbeit mit nach Hause. Vier Interceptions und zwei Fumbles standen als schuldiger Wirt bei den Gästen aus Colorado auf der Rechnung. Vor allem sollte sich aber Headcoach Norv Turner fragen, was ihm da ein- bzw. auch ausgefallen ist.
Die Chargers kassierten zu Beginn des dritten Quarters den ersten Score des Spiels und wirkten alleine dadurch schon leicht entnervt. Spätestens nach dem folgenden Fumble-Return-Touchdown durch Tony Carter ging es in allen Units von San Diego plötzlich zu wie in der Villa Kunterbunt. Die Brechstange wurde ausgepackt und auch das spielte nur den Broncos in die Hände. Manning komplettierte 80 Prozent seiner Pässe für drei Touchdowns und Chris Harris erzielte mit einem Pick Six den zweiten Defensive Touchdown. San Diego war damit nur mehr Passagier in seinem hausgemachten Panikattacken-Express. Das allerletzte Play, der zweite Fumble von Rivers, dann nur mehr Ausdruck einer Hilflosigkeit, die niemand nach dieser formidablen ersten Hälfte erwarten konnte.
Denver gewann am Ende verdient mit 35:24 und löste damit gleichzeitig San Diego als Tabellenführer der AFC West ab, die nach ihrer Bye-Week gegen Cleveland, Kansas City und Tampa Bay alles wieder gut machen können, bevor sie die Reise nach Mile High antreten.
Die herausragende Leistung der Woche vollbrachte einer der Superstars der Liga. Green Bay Quarterback Aaron Rodgers machte gegen Houston (5-1) so viele Touchdowns wie Rivers gegen Denver Turnovers: Sechs Stück sind gleichzeitig auch eine Karriere-Höchstleistung und ein geteilter Franchise-Rekord. Green Bay (3-3) ist damit nur mehr einen Sieg hinter Chicago (4-1) und Minnesota (4-2). Die Vikings zogen sich ihre zweite Saisonniederlage gegen Washington zu, bei denen von einer Gehirnerschütterung ihres Rookie-Quarterbacks Robert Griffin III (3 TDs) wenig bis gar nichts zu bemerken war. Houston jedenfalls lief das ganzen Spiel hindurch einem Rückstand nach, wobei Laufen wohl eine starke Übertreibung ist. Arian Foster hatte 17 Carries für 29 Yards (Hallo?!), für Fantasy-Besitzer kamen zum Glück zwei TDs aus je einem Yard dazu. Texans Quarterback Matt Schaub warf zwei Picks, später legte T.J. Yates eine dritte Interception nach. Dazu fehlte Linebacker Brian Cushing (Kreuzband) in der Defense an allen Ecken und Enden. Ob er alleine der entfesselten Packers Offense an dem Tag viel entgegenzusetzen gehabt hätte, muss man bezweifeln. Zu stark schien Green Bay im Reliant zu sein. Das sah alles in allem recht übel aus für die Texaner, die aber zumindest bis Sonntag die Nummer 1 der AFC bleiben. An dem treffen sie dann im Duell um die Spitze in der Conference auf Baltimore (5-1), die in einem der besseren Spiele der Cowboys in dem Jahr trotzdem die Oberhand gegen sie behalten konnten. Die dritte Niederlage im vierten Spiel für Dallas (2-3) hätte Kicker Dan Bailey verhindern können, der aus 51 Yards aber nicht traf. Bitter für die Ravens sind zwei Ausfälle in ihrer Defense. Ladarius Webb (Kreuzband) und die lebende Legende Ray Lewis (Trizeps) werden heuer wohl nicht mehr zum Einsatz kommen.
Auch ohne Mithilfe der Replacement Refs sind die Seattle Seahawks (4-2) offenbar in der Lage gegen die ganz großen Namen zu gewinnen. Aktuelles Opfer: die New England Patriots (3-3). Die stellten sich gegen die Carroll-Truppe allerdings nicht besonders geschickt an. Sechs Sekunden vor Halbzeit hätten sie noch ein recht lockeres Fieldgoal erzielen können. Tom Brady warf aber einen Pass aus der Pocket weg, die Folge war eine Strafe (Intentional Grounding), welche von den Seahawks abgelehnt wurde und einen Zeitverlust von zehn Sekunden nach sich zog (10 second run off). Drei Pünktchen, die man am Ende gut hätte brauchen können, als Rookie Russell (Yes!) Wilson aus 46 Yards seinen Receiver Sidney Rice mit seinem insgesamt dritten Touchdown Pass zum Endstand von 24:23 bediente.
Seattle ist damit gleichauf mit Arizona (4-2) und San Francisco (4-2) in der NFC West, in der auch St. Louis (3-3) noch mitreden kann. Donnerstagnacht kommt es zum Duell der Seahawks mit den 49ers um die Tabellenführung.
Beide Big Apple Teams konnten am vergangenen Wochenende klare Siege einfahren, was vor diesen Spielen gar nicht so klar war.
Die Giants (4-2) gastierten in der Bay und waren leichter Außenseiter gegen die 49ers. Die erwischten dann aber einen grottenschlechten Tag. QB Alex Smith wurde drei Mal gepickt, Headcoach Jim Harbaugh traf seltsame, bisweilen auch haarsträubende Entscheidungen (eine rote Flag ins völlig Blaue rein) und kaschierte sein nachmittägliches Orientierungsmanko mit bekannt ausdrucksstarker Gestik und Mimik. Schaut ab und an auch manchmal ein wenig komisch aus, was der gute Mann da fabriziert. Zwischen der Fired Up-Alley und der Out Of Order-Avenue liegt in San Francisco jedenfalls keine weitere Straße. Das werden auch andere bemerkt haben. Heute Nacht sollte man zurück in die Spur finden, denn Superbowl-Favorit kann man halt nur dann sein, wenn man auch das Playoff erreicht. Derzeit wäre San Francisco nicht dabei.
Die Jets (3-3) wurden vor zwei Wochen noch belächelt, als sie beim Spiel gegen eben diese 49ers nur mehr die Beurteilung „haben teilgenommen" erhielten. Physische Anwesenheit alleine langt nicht in der NFL und zumindest gegen Indianapolis war man des Mitdenkens wieder mächtig. Allerdings werden die 161 Yards und drei Touchdowns von Shonn Greene auch ein Ausrutscher im positiven Sinne bleiben. Auf das Passspiel, trotz zweier Touchdowns von Mark Sanchez, verlässt man sich trotzdem besser nicht. 18 Mal ließ Rex Ryan Sanchez passen, immerhin elf Mal traf er sein Ziel, was für den 25-Jährigen die zweitbeste Saisonleistung (!) darstellt.
In der AFC East stehen damit alle vier Teams bei einem 3-3 Record. New England empfängt am Sonntag die Jets im Gillette Stadium. Live zu sehen auf PULS 4.Pasha Asiladab und meine Wenigkeit erwarten uns hoffentlich nicht zu viel. ESPN America zeigt die Vorschlussrunde im Schlagball und widmet sich nur um 19:00 Uhr der NFL mit Houston-Baltimore. Sollte sich das hinausziehen, dann könnten in den kommenden Wochen noch weitere NFL-Spiele der MLB zum Opfer fallen.
New York ist derzeit auch die Hochburg bei den Ticketverkäufen. Unter den Top-8 Spielen bei verkauften Tickets finden sich gleich drei der Giants und eines der Jets. Über 81.000 Karten verkauften die Giants beim Spiel gegen Dallas (Nummer 1), 79.000 waren es gegen Cleveland (2). Die Jets gegen die 49ers wollten 78.259 sehen (4), dazwischen die vorerst nur mehr ehemaligen Verkaufschampions Dallas, die 78.907 Tickets beim Spiel gegen Chicago unter die Leute brachten. Der Manning-Effekt in Denver ist nicht nur am Merch-Stand, sondern auch bei den Ticketverkäufen spürbar: Über 75.000 waren es gegen Pittsburgh (6), Oakland (7) und Houston (8).
1. 5. September: Dallas @ N.Y. Giants 81,034
2. 7. Oktober: Cleveland @ N.Y. Giants 79,078
3. 1. Oktober: Chicago @ Dallas 78,907
4. 30. September: San Francisco @ N.Y. Jets 78,259
5. 16. September: Tampa Bay @ N.Y. Giants 77,868
6. 9. September Pittsburgh @ Denver 75,662
7. 30. September: Oakland @ Denver 75,515
8. 23. September: Houston @ Denver 75,357
Bei der TV-Reichweite haben die Broncos nach Gesamtzahlen (nicht Marktanteile) sogar die Nase vorne. 27.6 Millionen verfolgten den Saisonauftakt der Broncos gegen die Steelers auf NBC.
1. NBC Sunday Night Football (Steelers-Broncos), 9/9 27.6 Millionen
2. FOX Sunday National (49ers-Packers), 9/9 26.4 Millionen
3. CBS Sunday National (Broncos-Patriots), 10/7 24.5 Millionen
4. CBS Sunday National (Texans-Broncos), 9/23 24.0 Millionen
5. NBC Kickoff Game (Cowboys-Giants), 9/5 23.9 Millionen
6. NBC Sunday Night Football (Giants-Eagles), 9/3022.8 Millionen
7. FOX Sunday National (Saints-Packers), 9/30 22.3 Millionen
8. FOX Sunday National (Giants-49ers), 10/24 22.3 Millionen
9. NBC Sunday Night Football (Lions-49ers), 9/16 21.3 Millionen
10. NBC Sunday Night Football (Patriots-Ravens), 9/2321.3 Millionen
Erfreuliche Nachrichten gibt es für NFL-Touristen in Europa. Die Liga hat für das kommenden Jahr ein zweites Spiel im Wembley Stadion bestätigt. Wer sich am 27. Oktober mit Jacksoville gegen San Francisco nicht anfreunden kann, hat am 29. September nun mit Minnesota gegen Pittsburgh eine doch recht attraktive Alternative. Wobei natürlich abzuwarten ist, wie die Steelers 2013 aufgestellt sind. Hier ist mit einem recht umfangreichen Umbau der überalterten Mannschaft zu rechnen, auch der Vertrag mit Ben Roethlisberger könnte einer Überarbeitung zugeführt werden. Immerhin verdient er mittlerweile so viel wie ein guter Quarterback.
Bekannt gegeben wurde auch wer das Showprogramm in der Halbzeit der kommenden Superbowl (3. Februar 2013, New Orleans) bestreiten wird. Frau Beyoncé wird ihr Tanzbein singen, ihre Lyrik passt ja wie kaum eine andere Prosa zum Programm aller Football-affinen Single Ladies: If you liked it then you should have put a ring on it. Wer mag?
Tennessee Titans vs. Pittsburgh Steelers 26:23
Philadelphia Eagles vs. Detroit Lions 23:26 n.V.
Atlanta Falcons vs. Oakland Raiders 23:20
Cleveland Browns vs. Cincinnati Bengals 34:24
Miami Dolphins vs. St. Louis Rams 17:14
Baltimore Ravens vs. Dallas Cowboys 31:29
New York Jets vs. Indianapolis Colts 35:9
Arizona Cardinals vs. Buffalo Bills 16:19 n.V.
Tampa Bay Buccaneers vs. Kansas City Chiefs 38:10
Seattle Seahawks vs. New England Patriots 24:23
San Francisco 49ers vs. New York Giants 3:26
Washington Redskins vs. Minnesota Vikings 38:26
Houston Texans vs. Green Bay Packers 24:42
San Diego Chargers vs. Denver Broncos 24:35
Spielfrei: Chicago Bears, Jacksonville Jaguars, Carolina Panthers, New Orleans Saints
(Walter Reiterer, 18.10.2012)
Walter Reiterer ist Chefredakteur des Online-Football-Magazins "Football-Austria" und Kommentator der NFL-Spiele auf PULS 4.
Wenn eine Liga in die fünfte Runde geht und trotzdem alle nur zwei Mal gespielt haben, dann ist das das Wunder AFL
Die heimische Football-Bundesliga. Sechs Teams kämpfen vom 23. März bis zum 27. Juli um die Austrian Bowl XXIX
San Francisco oder Baltimore wird erstmals in der Super Bowl gestanden und diese nicht gewonnen haben
War die Wildcard-Runde noch eine matte Angelegenheit, setzte das Divisional Playoff der NFL neue Maßstäbe statistischer und emotionaler Herkunft
Die erste Playoff-Runde war an Überraschungen arm, dafür an Enttäuschungen reich. Ein Ellbogen, ein Knie und ein Rücktritt mit Motiv
Minnesota und Washington sicherten sich die letzten beiden Plätze im Playoff. Überraschendes hatte dann der Black Monday parat
Die alten Herren sind geschlagen. Pittsburgh verpasst das Playoff in der AFC, der Titelverteidiger wohl das seine in der NFC. Die junge Garde übernimmt
Wer solche Backups hat wie Washington und San Francisco, der braucht eigentlich keine Starter mehr
Pittsburgh und Cincinnati leiten lebenserhaltende Maßnahmen für die Jets ein, in der NFC tobt der Wildcard-Kampf Nord gegen Ost und Österreich hat einen neuen Head Coach
und zwar zur 2.
Dass die Chargers zur Halbzeit 24-0 vorn lagen, lag nicht mal zu 50% an ihrem guten Spiel. 2 Scores waren Geschenke durch dumme Fehler/Turnovers der Broncos Special Teams die den Chargers super Feldposition für easy scores bescherten und ok, der Pick Six durch Jammer. Aber Peyton war keineswegs "ausgeliefert", schon die erste Hälfte hätte mindestens ein TD für die Broncos bringen müssen, wenn Decker nach einem perfekten Pass bei freier Bahn in die Endzone nicht über die eigenen Füße gestolpert wäre.
Der einzige wirklich gute, selbst erarbeitete Drive der Chargers war der letzte vor der Pause mit dem TD zum 24-0.
Nach der Pause haben die Broncos das Fehler machen eingestellt und schon haben sie die Chargers dominiert.
ich kann die steelers nit ab, weil ich ravens-fan bin, aber roethlisberger, abseits seiner zwielichtigen privatexistenz, is n echt guter quarterback, kein brady oder manning, aber erweiterte top 5 in der liga for sure
denglische kleist sätze ftw
Naja ich verfolge die Steelers dieses Jahr nicht so intensiv wie die letzten, aber seine Qualität war in den letzten Jahren imho eher abnehmend als zunehmend. Gegen Ende letzten Jahres war ich eigentlich schon soweit, dass ich ihn die Klassenschublade eines Romo oder Rivers stecke. Die Steelers haben eine Bärenstarke Defense, und mit Ward einen Top-Receiver. Aber seitdem der Bettis aufgehört hat kommt halt vom Laufspiel nicht mehr sooo viel, das kommt dem Rötlisberger find ich nicht so entgegen...
Aber man soll mich lügen strafen, wenn das dieses Jahr anders ist. Verfolge sie w.g. dieses Jahr nicht intensiv.
hmm die stats sagen was anderes....
http://en.wikipedia.org/wiki/Ben_... statistics
J-E-T-S Jets Jets Jets.
War schon bei vielen spielen der NFL und kann allen nur empfehlen mal rüber zu fliegen und es sich live "zu geben".
Das tolle ist das sich alle gut verstehen und man auch mit denn gegnerischen Teams zusammen feiern kann.
ca 2 Monate vorher. Hab mich bei Ticketmaster angemeldet. Die sind echt sehr kompetent. Hatte mal ein Pech das wir in Miami 2 Tage vorher bescheid bekammen das unsere Tickets nicht gültig sein könnten. Haben dann ein email bekommen mit dem wir problemlos reinkamen.
Peis je nach Team und Plätzen ab 100 bis 300 Dollar.
Bei Jets gegen Pats kannst zb auf jeden Fall 150 für die Billigsten rechnen.
In Miami zb. beste Kategorie ca ab 180.
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