Warten auf Brüssel: Orange-Kauf durch "3" zieht sich hin

18. Oktober 2012, 18:07

Beobachtern zufolge geht es dabei nicht nur um die Situation im österreichischen Markt

Im Februar wurde der Deal zwischen den beiden Mobilfunker Hutchison 3G Austria ("3") und Orange besiegelt. Doch noch immer ist nicht absehbar, ob überhaupt und falls ja, wann, die beiden kleinsten Netzbetreiber im österreichischen Markt unter einem Dach loslegen können.

UPC

Der Grund: Seit Anfang Mai prüfen EU-Kommission und österreichische Kartellbehörde, ob der Wegfall eines von vier Anbietern dem Wettbewerb im Acht-Millionen-Einwohnermarkt schadet und ob die Preise in Folge steigen. Um die EU vom Gegenteil zu überzeugen, hat "3" inzwischen Internetprovider UPC als "virtuellen Netzbetreiber" präsentiert, der künftig das im Besitz der staatsnahen chinesischen Entwicklungsbank stehenden Hutchisonnetz für mobile Angebote mitnutzen will.

Wirtschaftspolitisches Signal an China

Als wesentliches Motiv für die offenbar strenge Prüfung seitens der Brüsseler Behörde wurde bisher ein wirtschaftspolitisches Signalen an China gesehen, staatsnahe Unternehmen in technologisch sensiblen Bereichen lieber nicht in Europa reüssieren zu lassen. Nun will Beobachtern zufolge EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunía beim Orange-" 3"-Deal ein anderes Exempel statuieren. Nämlich, dass Konsolidierungen im Telekommarkt aus rein wirtschaftlichen Interessen nie einem florierenden Wettbewerb in die Quere kommen darf.

LTE

Die prüfungsbedingte Verzögerung des geplanten Mergers in Österreich missfällt nicht nur den betroffenen Unternehmen. Auch die Konkurrenten Telekom Austria und T-Mobile beklagen, dass dadurch die für den Ausbau der nächsten Mobilfunkgeneration LTE erforderliche Versteigerung von Funkfrequenzen auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben werden musste.

Auch außerhalb Österreichs wächst der Unmut. Stéphane Richard, Chef der in Orange investierten France Telecom, attackierte diesen Monat auf einer Konferenz der Financial Times die Brüsseler Politik heftig: Es gebe da ein gröberes Problem, wie Wettbewerb in Europa aufgefasst werde. Auch in Spanien erhält der Fall Österreich Aufmerksamkeit. Die schwedisch-finnische Teliasonera will sich von ihrer spanischen Mobilfunktochter Yoigo trennen. Der zähe Entscheidungsprozess für den Orange-"3"-Deal könnte jedoch die Interessenten France Telecom und Vodafone von einem Kauf abschrecken.

Anzeichen

Brüsseler Insider sehen Anzeichen, dass die EU die Übernahme doch bewilligt. Das Beispiel Österreich habe dann seine Schuldigkeit getan und gezeigt, dass es im EU-Telekomsektor klare Wettbewerbsregeln gibt - die jeder Teilnehmer ernst nehmen muss. (kat, DER STANDARD, 18.10. 2012)

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15 Postings

Brauche ein neues Handy, was empfiehlt die geneigte Posterschaft?

Nutzung: Telefonieren, SMS, (guter) Kalender, E-Mail,
Apps sind nett, verwende aber nur sehr wenige zB Scotty, qando, irgendeine Wetterapp(sofern nicht integriert) achja und PDFs soll es darstellen können.

Irgendwelche tipps?

idF wäre ein ...

... Smartphone zu empfehlen

jonaheh!

Irgendwie währe folgendes Szenario sehr interessant:

Brüssel verweigert den Merge. Orange geht pleite und sperrt zu. A1 oder T-Mobile übernehmen daraufhin Orange.
3 fühlt sich angepi..t und zieht sich aus Österreich zurück.

Und plötzlich haben wir nur mehr 2 Provider statt 3 bzw. 4.

solang diese Idee nicht urheberrechtlich geschützt ist

könnt ich das schnell nachholen

^^

Sie sollten ein Buch über Verschwörungstheorien schreiben :-)

Hutchison muss Frequenzen abgeben

"Dreimal binnen nicht einmal vier Wochen hat EU-Wettbewerbskommissar Almunia angedeutet, dass der Orange-Deal wackelt. Nun wurde Almunia konkreter und fordert von „3“ zusätzlich die Abgabe von Frequenzen."

http://wirtschaftsblatt.at/home/nach... en-abgeben

mfg

Das mit dem wirtschaftspolitischen Signal an China klingt mir wenig plausibel, weils es

seit Jahren Blockaden gibt.

Da wiederholt sich immer das gleiche Spiel: Die Mobilfunker hätten gerne weniger aber dafür stärkere Anbieter im Markt. Auch um den Ex-Staatsbetrieben auf Augenhöhe begegnen zu können. Es gibt historisch fast überall auf der Welt nur einen großen Anbieter im Telekom-Bereich, erst später kamen weitere Anbieter dazu.

Die Behörden hätten lieber mehrere Anbieter pro Land und wollen Zusammenschlüsse über Landesgrenzen hinweg. D.h. am Ende z.B. sechs internationale Mobilfunker, von denen in jeden Land aber mindestens vier vertreten sind.

Warum?

Brauchen wir auch vier Betreiber von Eisenbahnnetzen in jedem Land zwecks Wettbewerb?

http://www.ft.com/intl/cms/... z29gDSNo5p

der telekommarkt in Österreich ist eh schon hin

Um das Geld, wofür man heutzutage einen ganzen Monat zum ohrekrebs bekommen teflonoeren kann, bekommt man nicht mal ein Mittagessen beim wirtn ums eck.

für diese irrsinnspreise sind die telkos selbst verantwortlich. jahrelang haben sie die kunden indoktriniert, das zeug nix kostet.
soweit so gut. selbst schuld.

im gegenzug sollte sich der österreichische vertragsnehmer mal das hirn einschalten.

dass zeug evtl. doch was kostet.

dass 7,50 für viel freizeug doch nicht wucher ist.
dass ein unterschriebener vertrag kein knebelnder ist, wenn man das 600€ smartphohne um 1€ bekommt

wird man für 2 jahre gebunden? zahlt man am end mehr fürs gerät? ja nun - klar aber wenn man selber nicht nachrechnet, braucht man sich ned am end beschwehren, wenn man draufzahlt.

mangels intelligenz nach regulation schreien ist wirklich echt österreichisch.

aja, und dieses exempel ist brüssel ~800 jobs wert?
ein betreiber weniger. so oder so.
dieses zappeln lassen für nix und wieder nix ist absolut sinnlos.

der Deal

muss an dem Teil betreffend YESSS scheitern!

der - bekannter massen - nicht von brüssel geprüft wird.

Ich hätte gerne das Geld,...

...das im Zuge des Deals hinter den Kulissen an Schmiergeld gezahlt oder zumindest angeboten wird. Ich glaube, dann müssten selbst meine Kindeskinder nicht mehr arbeiten gehen.

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