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Wien - Den ORF 2020 wollen dessen Chefs Freitag ihren Stiftungsräten erklären. Wie sein Fernsehen dort ankommen soll, zeigt Plattformmanager Franz Manola.
Sein den Räten geschickter Text ist weit pointierter als sein Smart-TV-Vortrag für ORF-Chef Alexander Wrabetz zu Österreichs Medientagen: TV bereite Sehern "auf irritierende Weise diffusen Stress", etwa zig Geräte zu bedienen, nichts zu versäumen: "Man fühlt sich permanent falsch verortet im unüberblickbaren Angebot." Dazu Sozialstress "qualvoller Einsamkeit": "Selten fühlt sich wer einsamer als beim Alleine-Fernsehen". Lösung: Smart TV und soziale Vernetzung über Tablets und Smartphones. Herzstück: "ein multimedialer Programm-Guide" des ORF für TV, Tablets, Phones. Mit Suchen, Teilen und Empfehlen wie auf Facebook: "Ohne ihn werden unsere Sendungen in dieser neuen TV-Welt vom Radarschirm fallen."
Die ORF-Mediathek auf dem TV-Schirm reiche nicht, greift Manola den zuständigen Technikvize Thomas Prantner an und empfiehlt auch einen "Nachfolger" für dessen Teletext. Prompt attackierte FP-Generalsekretär Herbert Kickl Manola als "überflüssig".
Die geplante TV-Abgabe für alle Haushalte lehnt die FPÖ ab, SPÖ und ÖVP sind dafür. Die Volkspartei, wenn sie geringer ausfällt als bisher. Das kann sich auch ORF Finanzdirektor Richard Grasl vorstellen. Wrabetz schloss genau das Mittwoch als "populistisch" aus.
Grasl kündigt zur Ski-WM in Schladming eine ORF-App an, spricht aber vor allem von Zusatzinfos. (fid, DER STANDARD, 19.10.2012)
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