Bloomberg steigt in den US-Wahlkampf ein

18. Oktober 2012, 20:59
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New Yorker Bürgermeister Mäzen für Lokalpolitiker beider Lager - Für Homo-Ehe, schärfere Waffengesetze und mehr Bildung

Der umtriebige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg mischt sich drei Wochen vor der Entscheidung um das Weiße Haus in den US-Wahlkampf ein. Einem Bericht der "New York Times" zufolge rief Bloomberg eine sogenannte Super PAC ins Leben, ein Political Action Committee, das einzelnen Kandidaten beider Parteien finanzielle Unterstützung zukommen lässt. Wohlgemerkt: Präsident Barack Obama und dessen Konkurrent Mitt Romney kommen nicht in den Genuss von Bloombergs Geld.

Zehn bis 15 Millionen Dollar seines Privatvermögens will der Milliardär, ein eingetragener Unabhängiger, in den Wahlkampf auf Lokal-, Staats- und Kongressebene investieren. Im Fokus von Bloombergs Avancen: Gleichstellung der Homosexuellen-Ehe, schärfere Waffengesetze und Reformen im Bildungswesen.

Bloomberg will politische Mitte stärken

Der Bürgermeister, der in den vergangenen Jahren unpopuläre Schritte wie das Verbot übergroßer Softdrinks gesetzt und ein umstrittenes "Community Center" für Muslime nahe dem Ground Zero durchgeboxt hat, hofft demnach laut dem Artikel auf eine Stärkung der politischen Mitte.

So gehört eine Senatorin aus Kalifornien, die einen in Sachen Waffen liberalen Demokraten zum Gegner hat, zu den Adressaten seiner Super PAC. Bloomberg, der zu den zehn reichsten Amerikanern zählt und dessen Amtszeit 2014 ausläuft, will zudem bei Wahlen zu Schulverwaltungen mitmischen. Dort will er Kandidaten unterstützen, die etwa genaueres Augenmerk auf die Auswahl von Lehrern legen wollen. (red, derStandard.at, 18.10.2012)

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    Michael Bloomberg mischt mit.

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