Ex-Ministerin Melandri übernimmt das MAXXI

Neue Museumsleitung soll Sparkurs zur Bilanzsanierung fortsetzen

Rom  - Die ehemalige italienische Kulturministerin Giovanna Melandri ist zur neuen Präsidentin des nationalen Museums für die Künste des 21. Jahrhunderts (MAXXI) in Rom ernannt worden,  teilte der italienische Kulturminister Lorenzo Ornaghi am Donnerstag mit. Melandri übernimmt die Führung des  Museums, das seit Mai wegen seiner hohen Verschuldung unter Sonderverwaltung gestellt worden war.

Die Regierung in Rom hatte im Mai die Generalsekretärin des Kulturministeriums, Antonia Pasqua Recchia, zur Sonderverwalterin des Museums ernannt, nachdem sein Defizit auf elf Millionen Euro gestiegen war. Pasqua Recchia stellte die Weichen für die Bilanzsanierung, jetzt soll Melandri den Sparkurs fortsetzen. "Das MAXXI ist eine kulturelle Institution von außerordentlicher Bedeutung im Netz der zeitgenössischen Museen der Welt", betonte Melandri, die zwischen 1998 und 2001 das Amt der Kulturministerin bekleidet hatte.

Das von Zaha Hadid entworfene MAXXI mit seinen 10.000 Quadratmetern an Ausstellungsfläche wird von einer Stiftung verwaltet, an der sich Privatunternehmen und die Gemeinde Rom beteiligen. Die römische Modegruppe Fendi stellt dem Museum bis 2013 einen jährlichen Beitrag von 750.000 Euro zur Verfügung. Fendi steht unter der Kontrolle des französischen Konzerns LVMH, dessen Präsident der Kunstmäzen Bernard Arnault ist.   (APA)

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