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Teheran - Nachdem der europäische Satellitenprovider Eutelsat SA die Ausstrahlung der Programme mehrerer iranischer Satellitensender gestoppt hat, hat der staatliche iranische Sender Press TV eine Online-Unterstützungsaktion "zur Rettung englischsprachiger iranischer Sender in Europa" gestartet.
In "flagranter Verletzung der Redefreiheit" habe die verantwortliche Gesellschaft am Montag die Ausstrahlung von Satellitensendern wie Press TV, Al-Alam, Jam-e-Jam 1 und 2, Sahar 1 und 2, sowie Islamic Republic of Iran News Network auf Anordnung der Europäischen Kommission gestoppt, empörte sich Press TV am Donnerstag auf seiner Homepage.
Die EU-Kommission habe die Mediendienstleistungsgesellschaft Arqiva angewiesen, die iranischen Satellitenkanäle von einer ihrer Hot-Bird-Frequenzen zu entfernen. Dieser Schritt sei damit begründet worden, dass der Iran Menschenrechte verletze.
"Allerdings glauben Experten, dass Press TV den Zorn bestimmter europäischer Länder erregt hat, weil er heikle Themen wie die Proteste gegen die Sparpakete aufgegriffen hat", behauptet der staatliche iranische Sender. Die von der Maßnahme betroffenen Sender hätten erklärt, sie wollten das Medienmonopol des Westens brechen, indem sie die "Stimmen der unterdrückten Völker in der Welt" wiedergeben.
"Beobachter glauben, dass die EU die Redefreiheit nicht respektiert und keine Anstrengungen scheut, die Stimmen alternativer Medien zum schweigen zu bringen", fügte das Sprachrohr des Regimes in Teheran hinzu.
Die iranischen Behörden gehen in regelmäßigen Abständen gegen kritische Publikationen vor und bringen nicht genehme Journalisten hinter Gitter. So wurde kürzlich der Direktor der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA Ali Akbar Javanfekr in das berüchtigte Evin-Gefängnis überführt. Ein Teheraner Gericht hatte ihn zu einem Jahr Haft verurteilt und ihn mit einem Berufsverbot von drei Jahren belegt. (APA, 18.10.2012)
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