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"Es wäre auch demokratiepolitisch sehr fortschrittlich gedacht, wenn wir den Wahlmodus ändern", sagt Ministerin Claudia Schmied.
Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) hat bei einer Pressekonferenz mit Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) am Donnerstag eine Reform der Wahl der Bundesschulvertretung gefordert. Schmied will eine Direktwahl der Schülervertreter auf allen Ebenen. Bisher wählen die Schüler lediglich ihre Schulsprecher selbst. Die Landessprecher werden von den Schulsprechern, die Bundessprecher von den Landesschulsprechern gewählt. Derzeit ermitteln 29 Mandatare in der Bundesschulvertretung den Bundesschulsprecher.
Künftig soll es nach Willen Schmieds eine direkte Wahl geben mit aktivem und passivem Wahlrecht für aller Schüler der Unter- und Oberstufe. "Es wäre auch demokratiepolitisch sehr fortschrittlich gedacht, wenn wir den Wahlmodus ändern. Wenn es in dieser Legislaturperiode schon geht, dann jetzt", sagte Schmied. Wenn nicht, will sie die Änderung im nächsten Regierungsprogramm festschreiben. "Zur Frage der Direktwahl gibt es derzeit auch eine Initiative im Petitionsausschuss", sagte Parlamentspräsidentin Prammer.
Derzeit stellt die ÖVP-nahe Schülerunion in der Bundesschulvertretung 27 der 29 Mandatare. In einer Aussendung zeigte sich deren Obmann Daniel Perschy über Schmieds Vorstoß verärgert. Es liege an der Ministerin selbst, die Schüler stärker einzubeziehen. "Es gibt eine Schülervertretung sowohl auf Landes- und Bundesebene und es liegt an Bundesministerin Schmied, diese einzubinden. Schmied muss keinen Wahlmodus ändern, sondern der Schülerstimme einfach nur Gehör schenken", so Perschy.
Erfreut zeigt sich hingegen die SPÖ-nahe Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS): "Es kann nicht sein, dass 27 Landesschulsprecher_innen und zwei Vertreter_innen der Zentralen Lehranstalten darüber entscheiden, wer Österreichs Schüler_innen im nächsten Jahr vertritt", erklärte AKS-Vorsitzende Tatjana Gabrielli in einer Aussendung.
Die Einführung einer täglichen Turnstunde lehnte Schmied zu den gegebenen Bedingungen ab. Diese sei in einer Halbtagsschule nicht umsetzbar. Ganztagsschulen hingegen seien für tägliche Turnstunden "sehr geeignet".
In der Debatte über Schulbesuche von Politikern forderte Schmied mehr Gelassenheit: "Politiker sind per se nichts Böses." Ein Besuch im Rahmen des Fachs Politische Bildung oder einer Podiumsdiskussion sei möglich. "Wichtig ist aber immer, dass keine einseitige Politshow abgezogen wird."
Die Entscheidung liege beim Schulleiter, der sich mit der Schulaufsicht und dem Landesschulrat absprechen könne. Ausgenommen seien jene Personen, die von Amts wegen dazu befugt seien. "Das ist so, wie der Arzt ins Spital geht", sagte Schmied. Bildungsministerin, Landeshauptleuten, Landesschulratspräsidenten und Schulträgern sei es deswegen erlaubt, die Schulen zu besuchen. (seb, derStandard.at, 18.10.2012)
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fordert von sich selbst oder wie? sie kann sofort so etwas in die gänge bringen im minsterrat abstimmen lassen usw. will die jemand wieder einmal zum narren halten, wenn sie etwas fordert, was sie selbst umsetzen müsste???
Nur weil es auch andere und wohl wichtigere Baustellen in der Bildung gibt, müssen ja nicht 'auch' wesentliche Themen und demokratische Prozesse hintangestellt werden.
Oder anders: Auch wenn die Lehrer/Beamtengewerkschaft eine bessere Schule effektiv verhindern kann, sollte man sich nicht davon abhalten lassen an einer demokratischeren Schule zu arbeiten.
Denn wenn man um viel Geld und mit ungeheurem Aufwand einen Schulsprecher direkt wählt, und das für gerade einmal ein Schuljahr, wird sich schlagartig alles zum Besseren wenden.
Wichtig ist auch, dass dieser legitimierte Schulsprecher, dann endlich die böse Lehrergewerkschaft in die Schranken weisen kann.
Besonders berührt mich, dass Sie als Einziger erkannt haben, wie sehr die Lehrergewerkschaft eine bessere Schule verhindert, also eine, in der Lehrer noch weniger verdienen, dafür aber wesentlich mehr unterrichten dürfen.
(Ein Tipp: Sie kann es nicht verhindern. Das wird kommen und die kommenden Generationen werden es ausbaden.)
„Der Nationalrat wird ersucht, gesetzliche Grundlagen für die direkte Wahl der Landes- und BundesschülerInnenschülervertretung zu schaffen... ähnlich den Personalvertretungswahlen der LehrerInnen... Direktwahl bedeutet politische Bildung, politische Diskussion an den österreichischen Schulen und aktive Teilnahme der SchülerInnen, die ab 16 wahlberechtigt sind, an der Wahl ihrer VertreterInnen. Der jetzige Zustand (SchulsprecherInnen wählen am Ende ihrer Funktionsperiode, es gibt kaum Information darüber und keine Willensbildung an den Schulen) ist für die SchülerInnen undurchschaubar. Direktwahl ... wäre eine Chance für mehr Interesse durch aktive Beteiligung der Jugend und ein Beispiel gelebter Demokratie.“
sind ja noch sinnloser als die studentenvertreter.
dienen nur den partein dazu schon eine art nachwuchscasting und probebühne für zukünftige politiker zu haben. als obs da um die interessen der schüler gehen würde.
Ich freue mich über ein Zugeständnis der Ministerin über eine Stärkung der Schülervertretung. Bis jetzt haben wir als Schüler kaum was mitzureden gehabt. Durch den neuen Wahlmodus und dem dadurch entstehenden Bekanntheitsgrad kann die Bundesschülervertretung endlich mehr erreichen!
Ich frag mich aber auch, warum sich die Schülerunion so stark davor fürchtet. Ein bisschen Machtverlust schadet ja auch nicht, wenn man real mehr umsetzen kann.
War früher selber im erstgenannten Verein tätig und was dort so abgegangen ist bereitet mir jetzt noch teilweise Übelkeit.
In Wahrheit gings mmn nie wirklich um reale Anliegen der SchülerInnen sondern nur darum möglichst viele Menschen fürs eigene Gedankengebilde zu gewinnen (das man innerhalb natürlich als über alles erhaben gesehen hat). Dieses Gebilde wird natürlich zum Großteil von einer Bundeselite aus Älteren gelenkt und kritische Reflektion innerhalb ist ab einem gewissen Maß sowieso absolut unerwünscht.
Natürlich hab Ich auch einige tolle Skills mitgenommen aber insgesamt sollte man diese gelenkten Schülerorganisationen (inklusive Schülerunion) kritisch gegenüberstehen.
LG
Auch wenn ich Frau Schmied sonst eher zu den kompetenteren Politikern zähle, frage ich mich hier schon, wie sie sich das konkret vorstellt. Sollen die Schulen in Zukunft etwa auch schon Wahlkampf-Austragungsorte werden oder wie sollten sich die Schüler sonst überhaupt ein Bild von möglichen Kandidaten machen. Außerhalb der eigenen Klasse bzw. des eigenen Jahrgangs kennt man ja kaum jemanden und andere Schulen könnten im Normalfall genausogut auf einem anderen Kontinent sein. Wirklich groß mitbestimmen können in Österreich ja sowieso weder Schüler- noch Studentenvertreter, also wozu das ganze unnötig verkomplizieren?
...was so beginnt, kann kein serioeses Posting werden ....1.) ...darf leider nicht unerwähnt bleiben!
2.) ja, ich gebe Ihnen Recht, wieder ein Beispiel dafür, wie ahnungslos diese Person (unsere BM) ist ...darf leider auch nicht unerwähnt bleiben!
tut Leid...
;-(
muss gesagt werden
einfach verordnen.
Dass es keinen Sinn hat, soviel Aufwand zu treiben für eine Position, die alle Jahre neu zu besetzen ist, wird sie ja hoffentlich selber wissen.
Vor allem hätte ich gerne gewusst, was denn an demokratischer Legitimation gewonnen wäre, wenn eine Million Schüler/innen aus ein paar Fotos auswählen könnte.
Die Delegierten sehen die Kandidat/inn/en wenigstens vorher.
Einen derartigen Organisationsaufwand in die ersten Schulwochen zu pappen wäre wohl nichts als ein populistischer Schildbürgerstreich.
In einfachen Worten meinen Sie also, wer nicht Ihrer Meinung ist, ist unseriös?
Wie unseriös!
Ob ich nun finde, dasz kompetenztechnisch von der gesamten Parteilandschaft wenig bis nichts zu halten ist (was ich tue), sei dahingestellt, das ist schlicht und einfach eine Meinung. Seriös oder unseriös könnte das erst werden, wenn ich begänne zu argumentieren.
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