US-Magazin "Newsweek" stellt Printausgabe ein

18. Oktober 2012, 14:13
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Im Dezember erscheint die letzte gedruckte Ausgabe - Digitalausgabe soll "Newsweek Global" heißen

New York - "Newsweek" gibt dem wirtschaftlichen Druck nach - und seinen mit 31. Dezember 2012 auf. Ab 2013, nach knapp 80 Jahren Existenz auf Papier, erscheint das Magazin nur noch online. So spart die Zeitschrift die Kosten für Druck und Vertrieb.

Bei Newsweek, gegründet 1933 von einem ehemaligen Redakteur von Konkurrent Time, schwinden die Werbeeinnahmen schon seit Jahren dramatisch. Der Konzern hinter der Washington Post verkaufte das Magazin 2010 zum symbolischen Preis von einem Dollar Sidney Harman. Der Hifi-Pionier, damals schon 92, fusionierte Newsweek Ende 2010 mit dem Onlineportal The Daily Beast von US-Investor Barry Dillar. Chefredakteurin Tina Brown (früher Vanity Fair, New Yorker) übernahm auch die Führung der Zeitschrift. Ein Relaunch 2011 setzte stärker auf Kommentierung.

Die neue Online-Zeitschrift wird wird "Newsweek Globa"l heißen, eigene Ausgaben für Europa oder Asien gibt es dann nicht mehr. Abrufbar ist sie, auch mobil, für Abonnenten. Ein Teil der Inhalte soll auch auf The Daily Beast zu finden sein.

"Wir verändern Newsweek, verabschieden uns aber nicht davon", ließ Chefredakteurin Brown verlauten und betonte: Dem Stil des Magazins bleibe man weiterhin treu. (red, APA, DER STANDARD, 19.10.2012)

Nachlese
"Newsweek" könnte reine Onlinezeitung werden
- Eigentümer überlegt Umstellung aus Kostengründen - Chefredakteurin schwächt ab

  • Die Printausgabe von "Newsweek" wird eingestellt.
    foto: newsweek

    Die Printausgabe von "Newsweek" wird eingestellt.

  • Die US-Zeitschrift erscheint künftig nur digital.
    foto: apa/epa/peter foley

    Die US-Zeitschrift erscheint künftig nur digital.

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