5,55 Zoll: Ist die Grenze bei Smartphone-Displays erreicht?

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Zeitreise: vor etwa zehn Jahren sollten Handys noch möglichst klein sein. Ob im Barrenformat, mit Klappen oder Slidern: je winziger, desto schicker lautete die Maxime. Hauptfunktion war Telefonieren, die Größe des Displays noch vernachlässigbar. Doch mit der Integration von Kameras und der Ausweitung der Funktionen auf Internet-Surfen und Spielen wurde der Platz auf den 1,5- und 2-Zöllern allmählich eng.

Zurück in die Zukunft: Heute gilt das Display als eines der wichtigsten Merkmale eines Smartphones, Größe und Auflösung nehmen zu. Hersteller wie Samsung, LG und HTC haben ihr Angebot mittlerweile um 5-Zoll-Smartphones aufgestockt. Doch wie weit geht das Display-Wachstum und was ist noch sinnvoll?

foto: derstandard.at/riegler

Im Bild: iPhone 4S im Vergleich mit dem Galaxy Note 2

Die Phablets kommen

Für die neuen Riesen wurde der Begriff "Phablet" geprägt - eine Mischung auf "Phone" und Tablet" für Geräte mit 5-Zoll-Displays. Ob das Galaxy Note 2 mit 5,55 Zoll, das neue HTC J Butterfly mit 5 Zoll oder das LG Optimus Vu ebenfalls mit 5 Zoll: die Smartphones-Displays scheinen in Miraculix' Zaubertrank gefallen zu sein und seither unaufhörlich zu wachsen.

Dabei liegt die durchschnittliche Display-Größe noch weit unter diesen Riesen. Einer Untersuchung von NPD DisplaySearch zufolge lagen die Durchschnittsdimensionen 2012 bei 3 Zoll und sollen 2013 auf 3,3 Zoll ansteigen, berichtet TechCrunch.

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foto: epa

Im Bild: iPhone 5

Formatfrage

Samsungs erstes Note (5,3 Zoll) entpuppte sich als Verkaufsschlager. Der Hersteller verweist gerne darauf, dass Nutzer ein Smartphone mit diesen Dimensionen nicht mehr aus der Hand geben wollen, wenn sie es erst einmal genutzt haben.

Die Mobilität leidet bei den Handteller-großen Geräten allerdings eindeutig. Und so müssen Kompromisse gefunden werden. Wie hoch die Usability ist, entscheidet nicht zuletzt das Seitenverhältnis. Apple hat das Display beim iPhone 5 (4 Zoll) etwa in die Länge gezogen - so bleibt es so breit wie der Vorgänger 4S (3,5 Zoll), bietet aber dennoch mehr Platz.

foto: derstandard.at/pichler

Im Bild: LG Optimus Vu

Unhandlicher, aber mehr Inhalt

LG wagt sich mit dem Optimus Vu an das Format 4:3. Mit einer Hand lässt sich das Gerät kaum mehr nutzen, wie ein kurzes WebStandard-Hands-on zeigte. LG argumentiert wie Samsung, dass man sich damit auf dem Mittelweg zwischen Smartphone und Tablet bewegt. Und zum Lesen von Websites oder Dokumenten, für die Wiedergabe von Videos oder für Games sind die größeren Screens zweifellos besser geeignet.

Der integrierte Stift des Note und Note 2 impliziere zudem eine Nutzung mit beiden Händen, sagt Martin Wallner, Senior Director IT & Mobile von Samsung Electronics Austria, gegenüber dem WebStandard. Standardfunktionen wie Telefonieren oder Navigieren mit dem Browser seien aber dennoch auf die einhändige Nutzung ausgelegt.

foto: htc

Im Bild: HTC J Butterfly

Problem Auflösung

Ein Problem, das größere Displays und damit verbunden steigende Auflösungen mit sich bringen: auch die Entwickler der Apps und Games müssen sich darauf einstellen. In der Apple-Welt ist es mit weniger Geräten und Formfaktoren etwas einfacher für Programmierer, ihre Apps an die Displays anzupassen. Und dennoch dauert es nach Produktlaunches wie dem iPhone 5 etwas, bis Apps an die neuen Größen angepasst sind. Microsoft arbeitet ebenfalls eng mit Herstellern zusammen, um stärkere Kontrolle über die Smartphones mit Windows Phone zu behalten.

Schwieriger haben es Entwickler, die ihre Apps für Android anbieten wollen. Denn die Programme müssen etwa auf dem 2,8 Zoll kleinen Display des Samsung Galaxy Pocket mit 320 x 240 Pixel genau gut funktionieren und aussehen wie auf dem nun neu vorgestellten HTC J Butterfly mit 5,55 Zoll und einer FullHD-Auflösung von 1080p.

foto: derstandard.at/riegler

Im Bild: Samsung Galaxy Note 2 mit AMOLED

Energievampir

Die schöne, große Anzeige hat noch einen weiteren Preis: Je mehr Bildschirmfläche genutzt wird, desto mehr Saft wird vom Akku dafür abgezogen. Und das Display ist eine der energiehungrigsten Komponenten des Smartphones.

Dabei gilt: AMOLEDs sind im Allgemeinen stromsparender, da hier im Gegensatz zu LCDs nicht die gesamte Fläche permanent hintergrundbleuchtet wird, sondern jedes einzelne Pixel bei Bedarf aktiv leuchtet. Bei Anzeigen mit viel Schwarz benötigt das AMOLED weniger Energie. (Auf qualitative Darstellungunterschiede soll hier nicht weiter eingegangen werden.)  

Zwar steigen gleichzeitig auch die Akkukapazitäten und neue Display-Technologien versprechen längere Laufzeiten, doch mehr als einen bis eineinhalb Tage Nutzung ist bei aktuellen Modellen nicht möglich.

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fotos: derstandard.at/riegler/reuters

Im Bild links: Nokia Kinetic Device; Rechts: biegsames AMOLED von Samsung

Neue Formfaktoren noch möglich?

Das Display bestimmt heute ganz klar das Design der Geräte - "abgerundete Kanten", Farben und Materialien mal abgesehen. Und zumindest kurzfristig dürfte sich hier nicht allzu viel ändern. "Tatsächlich lässt die funktionelle Ausrichtung von Smartphones nicht allzu viel Formfaktoren zu, geht es doch darum die Arbeitsfläche zu maximieren und die Bedienung so intuitiv wie möglich zu gestalten", erklärt Wallner.

Neue Formfaktoren sind in Zukunft etwa mit faltbaren Displays, wie sie unter anderem bereits von Samsung oder Nokia gezeigt wurden - und in weiterer Folge faltbaren Batterien und Platinen - denkbar.

foto: derstandard.at/wilhelm

Im Bild: Galaxy Tab mit 7-Zoll-Display, schon ein Tablet

Schon am Limit?

Für die Hersteller zeichnet sich offenbar noch kein Limit ab. "Eine Grenze gibt es nicht. Wir bieten alle Displaygrößen an, die hinsichtlich Bedienbarkeit bzw. Wirtschaftlichkeit zulässig sind. Der Kunde entscheidet dann, was für ihn persönlich die sinnvolle Unter- oder Obergrenze ist", sagt Martin Wallner.

In einer (nicht repräsentativen) Umfrage des WebStandards auf seiner Facebook-Seite stimmten die meisten Nutzer für 4 Zoll ab. Auch für 3,5 Zoll können sich noch mehrere erwärmen. Natürlich handelt es sich bei den WebStandard-LeserInnen um besonders technikaffine User. Wie aber auch die NPD-Studienergebisse zeigen, legen Nutzer mehr Wert auf "mehr Bildschirm". Und vielleicht passen die Smartphones in wenigen Jahren wieder besser in Hosentaschen, wenn sie sich einrollen oder zusammenfalten lassen. (Birgit Riegler, derStandard.at, 26.10.2012)

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Also das Nexus 7 passt in alle meine Hosen, nur blöd dass man nicht damit telefonieren kann.

Mit dem neuen schon. Passt das wirklich in die Hosentasche?

ich weiss garnicht, was die leute alle haben..

..soll doch jeder das nutzen, was ihm taugt. das note ist absolut hosentaschentauglich und wer sich damit aufgrund der groesse beim telefonieren geniert, sollte mal ein coaching ueber selbstbewusstsein nehmen. seit dem note fehlt mir ein tablet nicht mehr so besonders, und navi nutz ich auch keins mehr. nur hab ich ein problem mit sams updatepolitik. d
aher hoff ich auf ein nexus, in dieser groesse..

Man, sieht das Iphone scheisse aus neben den S3....Ich meine ein S3 würd ich mir allein schon wegen der Grösse nicht kaufen, aber das EierPhone sieht sowas von altbacken aus das es einen Schlecht wird.

Von Rahmenlosen Rahmen wird Apple so schnell nix checken oder?...So ein Riesen Rahmen oberhalb und unterhalb des Display...zum kotzen schiach!

wo soll man denn so einen riesenfladen noch hinstecken?

wahrscheinlich soll man sich einen extra-handykoffer umhängen...

mir ist ja schon mein iphone zu groß, das paßt behinderungsfrei in keine hosentasche mehr

oder man kommt komplett vom traditionellen display weg... ich könnte mir für die zukunft so ein virtuelles display vorstellen, wie es heute schon virtuelle tastaturen gibt.

55 zoll flatscreen !

kann doch nicht so schwer sein, da noch ein telefon einzubauen, oder ? :-)

das Note II mit....

Windows 8 tät ich mir sofort kaufen.

aber mit diesem unmöglichen Android??! - nee danke!

Sehe ich genauso. Wird schon noch kommen.

hm

meine mam hat das neue sony xperia t mit 4,6... sie war vorher skeptisch. jetzt will sie es nicht mehr missen. ab 4 zoll benutzt man das smartphone erst. viele, die weniger haben, nutzen es wenig und klarerweise weiß man warum: weil es eben doch zu klein ist. mit einem 4,6 zoll-display kann man bereits den kindle benutzen und bücher wirklich hervorragend lesen, auch all die nachrichten-apps wie standard sind wunderbar lesbar. man will das dann nicht mehr missen. ich hab 4 zoll sg1 und es reicht gerade noch. natürlich ist auch das display enorm wichtig, da gibt's ja gravierende unterschiede. alle sps mit schwacher performance werden einfach nicht genutzt, was klar ist. leider kaufen gerade jene, die keine ahnung haben, diese nutzlosen dinger

Millionen Apple-User haben ihre iPhones unter 4" auch genutzt ... so ist es also auch nicht gell ;-)

Was mir am meisten am Nerv geht

ist die Angabe der Größe in Zoll. Kann man das nicht in Zentimetern angeben, wie in Europa üblich?

"Zoll" ist europäisch bzw. deutsch. Inch ist die englische Übersetzung von Zoll.

Es gilt:
1 inch = 1 Zoll

zoll/inch >cm

und wenn man den zusammenhang wissen will:
1 zoll/inch ~ 2,54 cm

warum? da ich mich an zoll gewöhnt habe, würden mir cm-angaben auf den ersten blick ohne umrechnen gar nichts sagen. zoll ist eben in diesem zusammenhang die referenzeinheit.

finde diese ständige jammerei um zu große displays wirklich lächerlich

wer mag, kann sich ja ein kleineres kaufen. dass unter 4 zoll nur wenig top-geräte dabei sind, muss man halt in kauf nehmen.

mein telefon ist 4,3 zoll und ich möchte es nicht kleiner haben. es nervt in keiner hosen- oder jackentasche; in einer handtasche vermutlich noch viel weniger.
wichtig ist in meinen augen das format; ein htc j butterfly ist mit 5,55 zoll sicherlich schwer an der grenze, aber dennoch in einer hosentasche nicht annährend so groß wie das optimus vu mit 4:3 format.

letztendlich ist ein smartphone eben schon lange vielmehr als ein telefon - und überall außer beim telefonieren ist ein großes display praktisch. wer nicht mehr braucht, ist auch mit einem mid-range gerät zufrieden.

korrektur

das htc j butterfly hat laut anderem artikel nur ein 5 zoll display, hier oben steht 5,55.

65 " für zuhause.

über 4 Zoll ...

Mein 4 Zoll Handy finde ich für Unterwegs zu groß. Deshalb lasse ich es oft daheim, wenn wir fort gehen. Meine Frau hat immer ihr kleines Nokia 5310 mit - extrem klein und leicht. Sie will nun ein neues, vermutlich Lumia 710 oder 610 - habe mir diese Größe mal angesehen - die sind echt super. Aber jetzt im direkten Vergleich find ich meinen 4"-Screen dann doch etwas besser, da er größer ist. Man muss einen Kompromiss zwischen Mobilität und Screen-Größe finden. Bin schon sehr gespannt, wie dies beim Lumia 820 sein wird - da es ja leider etwas größer als 4" ist ... ein SGS3 ist mir definitiv zu groß bei einem Handy (Phone).

also IMMER meine frau mitnehmen wäre mir zu mühsam...

;))

hehe ja der war gut ;-)

Wie eng müssen denn deine Hosen sein das du ein 4 Zoll Handy nicht mehr einstecken kannst?

In die Hose passt es eh - aber es ist unangenehm beim Gehen bzw. hab ich Angst, dass es da hin wird, wenn man eine falsche Bewegung macht. Gut beim Hinsetzen holt man es dann raus und legt es am Tisch ... Schlabberhosen hab ich aber auch keine - also halt so normale Jeans.
Ist halt auch immer das Problem, was du mit dem Ding machst - wenn du zB in einem Gasthaus bist und dann mit den Kindern raus auf den Spielplatz gehst, Fußball spielst ... da stört das Phone dann schon in der Hose. Und wo liegen lassen, kann man es ja auch nicht, da ist es schneller weg als was man glaubt.

hm

hat mich noch niemals in der hose gestört, auch wäre es mir niemals zu groß vorgekommen. gut, für mich ist die funktion wichtig und dass ich alles mit dabei habe. ein handy wäre mir zu wenig. ein smartphone ist ein taschen-pc

Auch ein Phone mit 3,5" kann ein Handy/Phone sein. Interessant wäre ein 3,5" oder 4" Screen mit einem extrem dünnen Gehäuse-Rand. Wird aber sicher alles noch kommen. Fakt ist, dass meine Frau sich ein sehr kleines SmartPhone wünscht und wir dies auch gut brauchen, damit ich mein großes Phone daheim lassen kann.

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