"Science Buster" Werner Gruber leitet Planetarium

  • Werner Gruber, Chef von Planetarium, Urania und Kuffner Sternwarte.
    foto: apa/pfarrhofer

    Werner Gruber, Chef von Planetarium, Urania und Kuffner Sternwarte.

Auch Kuffner Sternwarte und Urania unterstehen dem neuen Chef der astronomischen Einrichtungen der Wiener Volkshochschulen

Wien - Der einer breiten Öffentlichkeit als Mitglied der "Science Buster", Buchautor und Wissensvermittler bekannte Werner Gruber übernimmt mit Februar 2013 die Leitung der astronomischen Einrichtungen der Volkshochschulen (VHS) Wien, konkret des Planetariums im Prater, der Kuffner und der Urania Sternwarte. Das gab der Wiener Stadtrat Michael Ludwig (SP) in seiner Funktion als Vorsitzender der VHS Wien am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien bekannt. Sein Ziel sei, dass "man in Wien weiß, wie die Sterne stehen", sagte Gruber.

Mit 1.500 Kursen und Veranstaltungen und rund 60.000 Besuchern pro Jahr hätten die drei Astronomie-Einrichtungen "große Resonanz", sagte Ludwig. Bei der Frage, wie man die gute Arbeit der drei Institutionen noch stärker in die Bevölkerung hineintragen könne, habe man mit Gruber jemanden gefunden, der "mit großem Erfolg sehr komplizierte Themen verständlich und humorvoll vermitteln kann". Ausgeschrieben wurde die Position nicht.

"Speerspitzen und Leuchttürme"

"Planetarien und Sternwarten sind die Speerspitzen und Leuchttürme der Naturwissenschaft und Astronomie", sagte Gruber, der die Wiener verstärkt für Astronomie und Physik begeistern will. Die Hunderten Mails, die er seit seiner Kommentare zum Stratosphärensprung von Felix Baumgartner erhalte, würden zeigen, dass es zahlreiche Fragen in der Bevölkerung gebe - diese wolle er auch in seiner neuen Funktion künftig verstärkt beantworten.

Aus für "Lebenskraft-Edelsteine"

Begonnen werden müsse aber schon bei den Kleinkindern, etwa mit Plüschtiere. "Schließlich sollen sie die Naturwissenschafter von morgen werden", erklärt Gruber. Für schon Größere will er Raketenbau-Kurse anbieten, die Astronomie in die Schule tragen, einen Astronomie-Führerschein und Fernrohre zum Ausborgen anbieten sowie Experimentalvorträge nach dem Motto "Erlebe die Kälte des Alls und die Hitze der Sonne" und Astronauten-Abendessen. Dagegen soll der für eine Wissenschaftseinrichtung etwas deplatzierte Verkauf von "Lebenskraft-Edelsteinen" im Planetarium eingestellt werden.

Der Physiker Gruber, als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Experimentalphysik angestellt, fühlt sich für die Leitung von astronomischen Einrichtungen durchaus qualifiziert. Die Astronomie sei ja ohnedies ein Teilgebiet der Physik und "immerhin habe ich schon zwei astronomische Märchenbücher, "Die Reise der kleinen Sonne" und "Die kleine Sonne auf großer Fahrt" geschrieben", erklärte er mit Augenzwinkern. Und demonstrierte mit einem kleinen Experiment - eine als "Schwarzes Loch" bezeichnete Mozartkugel lenkt einen Lichtstrahl in einem Medium ab - seine Stärke als Edutainer. Sein trockener Kommentar zu dem verbogenen Strahl aus einem Laserpointer: "Ist das nicht geil." (APA, 18.10.2012)

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Also mir ist der

Harald Lesch lieber....

Ich mag Lesch auch, aber der ist meines Wissens nach nicht in Wien ansässig... ich für meinen Teil besuche das Planetarium und die Sternwarten sehr gerne, aber wer Boss ist, ist mir ziemlich egal... hauptsache sie bieten weiterhin ein spannendes und auch laienfreundliches Programm...

Ich vermisse was das angeht irgendwie den Mucke

Mucke ist immer noch aktiv

Freiluftplanetarium Georgenberg in Wien...

ohh eine Mondfingernis :-)

Wien is Wien

Ausgeschrieben wurde die Position nicht.
Aha und warum nicht?
Da würde ich ja gern mehr darüber erfahren.

Auch an sie die Frage:

Braucht es für diese Stelle eine Ausschreibung? Wo ist das geregelt? Wo sind die Bestimmungen wo das steht?

Bevor man hier strafrechliche relevante Gründe behauptet, sollte man auch wissen wovman spricht - also, da ich davon ausgehe, dass niemand das leichtfertig macht, sollte es kein Problem sein, einen Link zu den geltenden Bestimmungen, gesetzliche regelungen zu posten.

Ich kenn diese nicht, zwar hab ich auch irgendwie im Hinterkopf "öffentliche Stellen = Ausschreibung", aber beim besten Willen kann ich nciht sacgen, ob dass auch genau für diese Stelle gilt. Dazu habe ich zuwenig Ahnung davon. An alle die aber diesen Punkt so selbstsicher beantworten können, muss es ein leichtes sein, die entsprechenden Gesetze zu posten. Danke.

Sie wiederholen meine Frage!

Hat es einen Grund warum diese Stelle nicht ausgeschrieben wurde? Warum wird das im Artikel oben erwähnt?

Okay, dann hab ich sie falsch verstanden.

Aber vielleicht war das nur eine Frage wähhrend der Pressekonferenz, die verneint wurde und ein fleissiger APA-Journalist hat das ohne jeglichen Kontext in den Text geschrieben. Wäre ja nicht das erste mal, dass APA-Texte etwas verwirrend sind...

Vielleicht brauchts einfach keine Ausschreibung für diese Stelle.

Naja, in einem seiner Bücher schreibt Gruber tatsächlich

von "Präzision" statt richtigerweise "Präzession".
In Prof. Mucke hat er jetzt einen im besten Sinne "präzis" denkenden und strengen Mentor.

Wenn sie selber einmal ein Buch schreiben würden, dann werden sie sehen, dass man oft über Fehler hinwegliest. Manche gehen unter und manche sind peinlich. Aber sie sind viel peinlicher für den Lektor als für den Autor.

manche fehler werden auch erst vom lektor produziert...

also dass ein Gruber nicht weiß, was Präzession ist, wollen sie ja wohl auch nicht glauben. Und obs ein Autokorrektur-Fehler, ein Lektoriats-Fehler, Schlampigkeit oder tatsächlich ein geistesabwesenheits-Vertipper war - mit sowas Banalem seine Kompetenz in Frage zu stellen, ist etwas engstirnig.
Aber: peinlich ist das trotzdem.

Kann auch an der Autokorrektur liegen.

Ich las mal in einem Buch für Evolutionspsychologie von der mitochondrialen DANN. Sollte natürlich DNA heißen.

Für sowas gibts Lektoren. Übersehen von solchen Autokorrekturen sind ja noch harmlos. Manchmal verfäschen die auch den Inhalt. Von manchen Übersetzern ganz zu schweigen. Da mag man meinen, dass man unterschiedliche Bücher liest, von unterschiedlichen Autoren, wenn man einmal die englische Version und dann die deutsche Version liest.

Aber gerade die Präzision...

...und die Präzession sind zwei Begriffe, die eine Lektor geradzu dazu auffordern, einen Fehler einzubauen, der vorher nicht da war!

ich erinnere mich noch...

als ~1995 meine Physiklehrerin von Hermann Mucke schwärmte :-D

Gratuliere

Endlich wieder ein bekanntes Gesicht, der die Astronomie unter die Leute bringt und hoffentlich anstatt "Mir is heit fad, mog wer wos schreiben?" das Interesse der Naturwissenschaften vor allem bei der Jugend steigert.

Herr Mucke konnte das in den 80er Jahren des vorigen Jahrtausends hervorragend, war ein bekanntes Gesicht für die Astronomie.

www.vulkanlandsternwarte.at

Ohja, Herr Mucke hat mir auf meiner Wienwoche ein paar Sternenboten in die Hand gedrückt. Man hat gemerkt, wie es ihn freut. Und ich hab später wirklich Astronomie studiert.

welche 80er jahre des vorigen jahrtausends?

die 1080er, die1180er, die 1280er,....?

Herr Mucke ist mit seinem Sternenboten noch bewunderswert agil, er ist zwar schon etwas älter, es sind aber die 1980er Jahre (die Zeit, in der ich aus der Zeitung "Bunte" Jupiter Bilder ausgeschnitten hab.

kleine Korrektur: Herr Mucke konnte das auch schon in den 70ern ! Für mich unvergessen: Spiegelschleifen im Planetarium.

Selbst in der 1960ern konnte er das schon... :)

Da war ich zum Speigelschleifen noch zu patschert ;-)

Ausgeschrieben wurde die Position nicht.

Und warum nicht?

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