SBO dank steigendem Ölbedarf optimistisch

18. Oktober 2012, 11:50
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Große und kleine Zukäufe werden geprüft

Wien - Für den börsenotierten Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) bleiben die Aussichten dank steigender Nachfrage nach Öl und Gas rosig. Alleine der Ölbedarf dürfte jährlich um 0,8 Millionen Fass pro Tag steigen. Zugleich geht die Förderung aus bestehenden Feldern jährlich um vier bis acht Prozent zurück, erinnerte Florian Schütz, Investor-Relations Manager des Unternehmens am Donnerstag auf der Gewinn-Messe.

Bis 2035 wird der Ertrag aus bestehenden Ölfeldern um 60 Mio. Barrel pro Tag zurückgehen, diese Förderung müsse ersetzt werden, was neue Bohrungen nötig mache. Der Zugang zum Öl werde zugleich immer komplizierter - "das ist gut für SBO", so Schütz, die auf technologisch anspruchsvolle Bohrungen spezialisiert ist. Während vor zwei Jahrzehnten nur 25 bis 28 Prozent eines Reservoirs genutzt werden konnten, seien es heute 35 Prozent. Auch das sei nur dank genauerer Bohrungen möglich.

Schütz sieht auch große Vorteile in der Gewinnung von Schiefergas, das durch eine intensive und umstrittene Technologie aus dem Gestein gebrochen werden muss. Durch dieses "Fracking" sei in den USA der Gaspreis massiv gesunken. Umweltprobleme habe es nur dort gegeben, wo bei der Bohrung schlampig oder zu schnell gearbeitet worden sei. Wenn man sorgfältig arbeite, sei die Technologie durchaus beherrschbar.

Schütz legte auch ein Bekenntnis zum Standort in Ternitz ab, auch wenn das Unternehmen weltweit aktiv sei. Hier gebe es die guten Mitarbeiter und Lehrlinge, regelmäßige Investitionen und die Nähe zum Stahllieferanten.

Wachsen will die SBO auch durch Zukäufe. Dabei suche man gewinnbringende, gut aufgestellte Unternehmen, deren Unternehmenskultur zu SBO passe, so Schütz. Möglich sei sowohl der Zukauf eines kleinen Unternehmens, um das bestehende Geschäft zu erweitern als auch der Zukauf einer großen Firma, um ein neues Standbein zu eröffnen. (APA, 18.10.2012)

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