Baukonzern Porr baut weniger

18. Oktober 2012, 11:02
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Porr-Konsortium erhält 635-Millionen-Euro-Tunnelbauauftrag der Deutschen Bahn

Wien - Der börsenotierte Baukonzern Porr AG hat im dritten Quartal bei der Produktionsleistung einen Rückgang um 4,7 Prozent auf 2,017 Mrd. Euro verzeichnet. Der Auftragseingang stieg um 2,6 Prozent auf 2,467 Mrd. Euro. Der Auftragsbestand kletterte um 17,5 Prozent auf 3,214 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen am Donnerstagvormittag ad hoc mit.

Deutlich rückgängig war das Auslandsgeschäft: Sowohl die Bauleistung im Ausland (-19,4 Prozent) als auch der Auftragseingang im Ausland (-23,2 Prozent) sanken zweistellig. Der durchschnittliche Beschäftigtenstand stieg leicht um 2,0 Prozent auf 11.660 Arbeitnehmer.

Im Ausblick rechnet die Porr auch weiterhin mit leichtem Marktwachstum, der Druck auf die Margen nehme aber zu. Die öffentlichen Auftraggeber reagierten auf den Konsolidierungszwang mit einer zeitlichen Verschiebung einzelner Großprojekte, weitere Konjunkturpakte seien aus heutiger Sicht in Anbetracht angespannter Budgets nicht zu erwarten. Der Auftragspolster der Porr lasse auch für die kommenden Jahre eine gute Auslastung erwarten, zeigt sich das Management zuversichtlich.

In Deutschland hat ein von der Porr geführtes Konsortium einen Auftrag für einen Bahntunnel gewonnen. Das Gesamtvolumen von rund 635 Mio. Euro teilt sich auf die Bietergemeinschaft auf: Porr-Tunnelbau GmbH, Wien, G. Hinteregger & Söhne Baugesellschaft m.b.H., Salzburg, ÖSTU - Stettin Hoch- und Tiefbau GmbH, Leoben und Swietelsky Tunnelbau GmbH & Co. KG, Salzburg. Das Konsortium wurde von der Deutschen Bahn mit dem Streckenabschnitt "Alb-Aufstieg" im Rahmen des Gesamtprojekts Stuttgart-Ulm beauftragt. Baubeginn ist im März 2013, die Arbeiten sollen bis 2018 abgeschlossen sein. (APA, 18.10.2012)

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