DAX schließt im Plus

18. Oktober 2012, 19:14
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Frankfurt am Main - Der nachlassende Zinsdruck auf das krisengeschüttelte Spanien hat den DAX am Donnerstag gestützt. Der deutsche Leitindex übersprang die Marke von 7400 Punkten und legte zum Handelsschluss um 0,58 Prozent auf 7437,23 Punkte zu. Der MDAX der mittelgroßen Werte schloss prozentual unverändert bei 11.556,11 Punkten, nachdem er am Vortag den höchsten Stand seit seiner Einführung 1996 erklommen hatte. Für den TecDAX ging es um 0,05 Prozent auf 826,82 Punkte nach unten.

Spanische Anleihe-Auktion stützte

"Die Stimmung hat sich in den letzten Tagen wirklich gedreht", kommentierte Händler Thorsten Engelmann von der Equinet Bank. Für Kauflaune sorgte an diesem Donnerstag vor allem eine erfolgreiche Auktion spanischer Staatsanleihen. Das südeuropäische Land muss für Anleihen mit Laufzeiten von bis zu zehn Jahren inzwischen deutlich weniger zahlen als bisher. Zudem hatte sich in den USA das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Oktober überraschend deutlich aufgehellt.

Spitzenwert im DAX waren die Papiere von Infineon mit plus 3,32 Prozent auf 5,391 Euro. Händler sprachen vor allem von einem Nachholbedarf der Aktien. Im September waren sie nach einer Gewinnwarnung des Münchener Halbleiterherstellers eingebrochen und konnten sich seither noch nicht wieder vollständig von den Verlusten erholen.

Die Daimler-Aktien stiegen um 2,38 Prozent. Der Autobauer will den Gürtel laut einem Bericht des "Manager Magazins" noch deutlich enger schnallen als bislang vermutet.

Eine Studie der US-Investmentbank Merrill Lynch verhalf den Wincor-Nixdorf-Titeln zu einem Kurssprung von 11,27 Prozent. Damit waren sie Spitzenwert im MDAX. Analyst Claus Roller hob vor allem das Gewinnpotenzial im Segment Mobile Zahlungssysteme hervor. Am MDAX-Ende hingegen büßten die Anteilsscheine von HHLA 5,09 Prozent ein. Nachdem am Vortag das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die geplante Elbvertiefung vorläufig gestoppt und damit einem Eilantrag von Natur- und Umweltschutzvereinigungen stattgegeben hatte, folgten negative Analystenkommentare über das Papier des Hamburger Hafenbetreibers.

Im SDAX brachen die Aktien von Delticom um 11,64 Prozent ein. Der Internet-Reifenhändler hatte am Vorabend sehr schwache Zahlen für das dritte Quartal gemeldet und zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Prognosen gesenkt. (APA, 18.10.2012)

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