Fernost-Börsen schließen einheitlich im Plus

18. Oktober 2012, 19:43
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Reaktion auf chinesische Konjunkturdaten

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag einheitlich fester tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verteuerte sich um 176,31 Zähler oder 2,00 Prozent auf 8.982,86 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 102,07 Zähler (plus 0,48 Prozent) auf 21.518,71 Einheiten. Der Shanghai Composite erhöhte sich um 26,07 Punkte oder 1,24 Prozent auf 2.131,69 Punkte.

Mit Gewinnen schlossen auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index beendete den Handel bei 3.060,36 Zählern mit einem Plus von 14,69 Punkten oder 0,48 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 30,0 Zähler oder 0,66 Prozent auf 4.580,90 Einheiten.

Die deutlichen Kursgewinne werden von Marktbeobachtern als Reaktion auf die Konjunkturdaten aus China interpretiert. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hatte sich das Wachstum im dritten Quartal zwar auf plus 7,4 Prozent verlangsamt, die Erwartungen der Analysten jedoch erfüllt. Insgesamt wurde die Zahl als Zeichen einer Stabilisierung gesehen. "Chinas Wirtschaft hat offenbar den Tiefpunkt hinter sich gelassen und es tauchen die ersten Zeichen für eine Stabilisierung auf", kommentierte ein Volkswirt.

Bauwerte Top

In China gingen vor allem Bauwerte wie etwa China Overseas Land (plus 2,06 Prozent auf 20,35 Hongkong-Dollar) und Shimao Property Holdings (plus 2,01 Prozent auf 14,24 Dollar) mit Gewinnen aus dem Handel. Auch andere konjunktursensible Werte waren gesucht.

In Singapur gewannen die Aktien der Fluggesellschaft Singapore Airlines 1,32 Prozent auf 10,75 Singapur-Dollar. Sie gehören damit neben Jardin Cycle & Carriage und Capitaland zu den Gewinnern im Straits Times Index.

In Sydney dominierten die Rohstoffriesen den Handel. Rio Tinto zogen um 4,80 Prozent auf 58,74 australische Dollar an. BHP Billiton gewannen 3,32 Prozent auf 34,56 Dollar und Newcrest Mining stiegen um 1,23 Prozent auf 27,96 Dollar.

An der Tokioter Börse haben vor allem die exportorientierten Branchen wegen des schwächelnden Yens deutlich zugelegt. In der japanischen Autoindustrie profitierten Honda (plus 3,99 Prozent auf 2.557 Yen) und Nissan (plus 3,41 Prozent auf 698 Yen). (APA, 18.10.2012)

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