Obama greift Romneys Aussage zu "Ordnern voller Frauen" auf

US-Präsident bekräftigt sein Engagement für Frauenrechte - Auch Vizepräsident Joe Biden macht mit

Washington - Nach einer Aussage von US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney über Frauen hat Präsident Barack Obama die öffentliche Kritik aufgegriffen. "Ich muss Ihnen sagen, dass wir keine Ordner sammeln müssen, um kompetente, motivierte und talentierte junge Frauen zu finden, die bereit sind, zu lernen und in diesen Fächern zu unterrichten", sagte Obama am Mittwoch bei einem Wahlkampfauftritt an einer Universität im Bundesstaat Iowa über sein Engagement für Frauenrechte und über Pläne, mehr Professoren für Mathematik und ähnliche Fächer einzustellen.

Im zweiten TV-Duell mit Obama hatte Romney am Dienstag erzählt, wie er als Gouverneur von Massachusetts nach weiblichen Bewerbern für sein Kabinett suchte - und sich dafür "Ordner voller Frauen" bringen ließ. Im Internet häuften sich bereits während der Debatte hämische Kommentare über die Formulierung. In sozialen Netzwerken kursierten unzählige Fotomontagen, auf denen in Aktenordner gesteckte Frauen zu sehen waren.

Biden: "Er hätte zu mir nach Hause kommen sollen"

Auch US-Vizepräsident Joe Biden stieg auf Romneys Formulierung ein. "Angesichts der Vorstellung, dass er herumfragen musste, wo eine qualifizierte Frau ist, hätte er einfach zu mir nach Hause kommen sollen. Er hätte keinen Ordner gebraucht", sagte Biden. Obama und Biden kommt Romneys Aussage gelegen, da sie derzeit versuchen, ihren abnehmenden Vorsprung in Umfragen bei Frauen wieder auszubauen. (APA, 18.10.2012)

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