Google gewährt seltenen Einblick in Datencenter

18. Oktober 2012, 09:08

Ein Blick hinter die Kulissen einer gigantischen Infrastruktur

Zum ersten Mal hat der Internet-Gigant Google Fotos seiner Datencenter veröffentlicht. Aufgrund einer hohen Nachfrage hat Google eine eigene Website eingerichtet, auf der man die gigantischen Installationen betrachten kann. Die neun von Google betriebenen Rechenzentren sind im Normalfall nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, unter anderem aus Sicherheitsgründen.

Neugier stillen

Rohre in Google-Farben, Kabel in tausendfacher Ausführung und Mitarbeiter, die sich um die Technik kümmern: Google lässt in seine Infrastruktur blicken und befriedigt damit womöglich die Neugier der Geeks und Nerds dieser Welt, die von solchen Arealen fasziniert sind. 

20 Milliarden Websites

Wie Wired schreibt, ist an den Bildern vor allem faszinierend, wie gut organisiert dieses riesige Unternehmen zu sein scheint, denn der Umgang, sogar die bloße Installation solcher Zentren, ist keine einfache Aufgabe bei diesem hohen Datenaufkommen, das Google tagtäglich verzeichnet. 20 Milliarden Websites werden mit dieser milliardenschweren Infrastruktur indiziert. 

Blick mit Seltenheitswert

Dass Google nicht nur aus Sicherheitsgründen keine Besucher duldet, ist verständlich: Betriebsspionage, böswillige Absichten oder die bloße Störung des Betriebs könnten für das Unternehmen weitreichende Folgen haben. Nur ganz selten gewährt man Fotografen oder Journalisten einen kurzen Blick hinter die Google-Kulissen. 

Facebook und Yahoo eifern nach

Das allererste Datencenter von Google wurde in einem kleinen Städtchen namens The Dalles in der Nähe von Oregon errichtet, um mit dem steigenden Datenaufkommen fertig zu werden. Laut Wired sind Datencenter für den Konsum von 1,5 Prozent der gesamten Energie auf der Erde verantwortlich, weshalb Google immer nach neuen energieeffizienten und umweltschonenden Kühl-Methoden für die Rechner sucht und damit auch zum Vorbild wird. In Belgien werden beispielsweise die Server mit Abwasser aus der Industrie gekühlt, in Finnland mit Meerwasser. Die von Google eingesetzten Methoden werden mittlerweile auch von anderen Giganten wie Facebook und Yahoo genutzt. 

Starke Nerven

Jährlich testet Google seine Datencenter mit einer "Spezialeinheit" namens DiRT (Disaster Recovery Testing), die einen Angriff auf die Infrastruktur simuliert. Nicht nur die Technik, sondern auch die menschliche Struktur werden auf Herz und Nieren geprüft. Wie lange etwa Reaktionszeiten dauern, wie schnell man Probleme beheben kann und vermutlich auch, ob alle die Nerven behalten. (red, derStandard.at, 18.10.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 267
1 2 3 4 5 6
Bilder gefälscht

Die Bilder waren übrigens teilweise gefälscht, schade dass der standard nicht berichtet.

Kühlung ...

Hab heuer meinen Laptop in den Pool mitgenommen, weil ich den Prozessor mit Wasser kühlen wollte - hat nicht funktioniert!

;-)

war Chlor im Pool?

das ist natürlich fatal; ich würde einen neuen Laptop kaufen und es mit chlorfreiem Wasser noch einmal probieren

mei, was für eine schöne werbung von google. hochglanzbilder und zufriedene mitarbeiter, ... und alle tragen das google logo. damit man auch weiss, wem sie gehören. diese glücklichen sklaven. bei google wird individualität wohl nicht so groß geschrieben. Ob man da verpetzt wird, wenn man einmal keine kappe von google aufhat?
beim ansehen der bilder hoffte ich schon immer auf ein zeichen der individualität bei den mitarbeitern. irgendwo gibt es dann auch tatsächlich ein bild von einem der nicht gebrandet ist. ...

google ist halt auch "corporate". nur halt komisch bunt. diese eigenwerbung beweist es und ist deshalb umso interessanter.

gibt es eigentlich einen konzern der nicht corporate ist? geht das überhaupt?

Wie du selbst sagst sind das "gestellte" Fotos, ob die Mitarbeiter immer mit Google gebrandeter Kleidung herum laufen kann man nur vermuten. Außerdem ist das in den USA anders, dort zeigt man gerne auf welche Uni man geht oder bei welchem Konzern man arbeitet. Nicht um sonst hat dort jede größere Uni seine eigene Kleider Kollektion.

Nicht überall hasst man seinen Job, seine Firma oder seinen Chef so sehr, wie es offensichtlich in Österreich zu sein hat.

Stylischer ginge es nur, würde google eine Fantastilliarde Crays nutzen. Das Fashion Victim unter den Supercomputern :-)

http://www.craysupercomputers.com/images/Sy... MP_003.jpg

Wirkt etwas inszeniert...

Erinnert mich ein bisschen an die Pizza für Jonas Wagner Werbung :)

http://www.youtube.com/watch?v=P... page#t=51s

ist auch inszeniert...

photoshop lässt grüßen (spiegelverkehrte sticker):
http://i.imgur.com/ZiJm0.jpg

Geographie...

Das Städtchen The Dalles liegt im Bundesstaat Oregon und nicht nur in der Nähe... Die nächste größere Stadt ist Portland.
Bei dem Datencenter bin ich schon mal vorbeigefahren. Ist beeindruckend.

Bild 1 erinnert an
"Denn mittlerweile gibt es verbesserte humane menschliche Arbeitsbedingungen am Fließband.
Es gibt - bunte Schraubenzieher."
(c) otto

staged staged staged!

keine datencenter leuchten blau oder gelb;
es arbeiten auch keine gut ausgeleuchteten menschen an laptops dort.

und vorallem haben die racks keine spiegelverkehrten sticker:
http://i.imgur.com/ZiJm0.jpg

schaut tatsächlich so aus...

ja ja Google die tolle firma, die guten menschen aus mountain view!

aber wehe man kommt denen in ihren geschäftsinteressen zu nahe, dann zeigen die guten die zähne. wenn man z.b. eine website/einen onlineshop hat und seriös ein wenig geld damit verdient, dann kann es passieren, dass man über nacht seine gute platzierung in den suchergebnissen verliert und damit plötzlich praktisch alle besucher. wenn man dann wenigstens wüsste was tante g. missfallen hat, aber nein, die regeln von google bleiben im dunkeln, kein mensch weiß das mit sicherheit und die werden auch noch ständig geändert. und wenn einer glaubt man bekäme die frage was los ist, beantwortet, täuscht sich aber arg, weil google sch...t sich nicht im geringsten um seine kunden. mir kommt das essen hoch wenn ich nur daran denke.

SEO

Sei mir nicht böse, aber wer da verschwindet ist selbst Schuld. Ich bin SEO und ich weiß wie man auch gefunden wird. Natürlich gibt es Regeln, aber an die kann man sich doch halten oder?

wenn einer behauptet er kennt googles regeln, dann zeigt er ganz klar, dass er keine ahnung davon hat. ich beschäftige mich sei 1996 mit "seo", würd mich das aber nicht behaupten trauen. aber bitte, sie edler fremder, sind offensichtlich einer ders besser weiß.

mir gehts ja auch nicht nur in erster linie um die regeln an sich (wo ich mir keines verstosses bewusst bin) sondern vor allem um die art mit der google seine kunden behandelt. diese arroganz und ignoranz finde ich zum heulen.

wenn google seine regeln offenlegen würde, dann würden alle wieder genau nach diesen regeln ihre seiten bauen, um gefunden zu werden.

Das ist aber nicht der Sinn der Sache, dass die zuerst gereiht werden, die sich nach irgendwelchen SEO Regeln ihre Pages bauen, sondern die, die relevane Informationen liefern.

Oder nicht ?

ja klar, theoretisch. aber wenn man kein seo betreibt ist man auch bei bester qualität letzter. da wärs dann schon schön, wenn man die regeln kennen würde und nicht herumraten müsst. da würds dann auch weniger leut geben, die behaupten seo zu sein und die den ahnungslosen geld aus der tasche ziehen.

Ja so wie ein Staat,
und Google ist nunmal fast schon so groß wie ein Staat.

so schauts also

ausserhalb der Matrix aus
;)

Und...

was sollen diese Links? Braucht kein Mensch!

Alternativen zum Monopol

Was ich gerne wüßte…

Sind bei den 20 Milliarden Web-Sites oder Web-Seiten gemeint?

website auf gut deutsch homepage ;-)

Das Lächeln ist

berechtigt,

doch nicht für den schreiber angebracht…

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 267
1 2 3 4 5 6

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.