Führungskräfte sind Social-Media-Muffel

18. Oktober 2012, 08:33

Grayling Pulse-Studie: Nur rund 20 Prozent der CEOs schreiben Blogs und Tweets - Twitter, Facebook & Co meist kein integrativer Bestandteil der kommunikativen Gesamtstrategie

Rund 20 Prozent der CEOs schreiben Blogs und Tweets, der Rest setzt auf Ghostwriter oder gar nichts für das Internet: Das ist ein Ergebnis einer Umfrage, durchgeführt Grayling. Generell sei die dialogbasierte Online-Kommunikation in den Führungsetagen noch wenig verbreitet. Viele Unternehmen hätten zwar eine Kommunikationsstrategie für soziale Medien, jedoch sei diese meist kein integrativer Bestandteil der Gesamtstrategie.

Von der Kür zur Pflicht

Mehr als 70 Prozent der Unternehmen weltweit verfügen über eine Strategie für ihre Kommunikationsaktivitäten in diversen Online-Kanälen. 22 Prozent der Befragten sagen, es würde keine Online-Strategie geben. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Unternehmen in Westeuropa sind hinsichtlich Online-Kommunikation strategischer aufgestellt als jene in Zentral- und Osteuropa sowie in Eurasien.

Die digitale Kommunikation spiele in Technologie-, Medien- und Telekommunikationsunternehmen die größte Rolle, hier geben immerhin 83 Prozent an, über eine digitale Strategie zu verfügen. Im Bereich Transport, Automotive und Logistik ist dies in 60 Prozent der Unternehmen der Fall. "Dieses Ergebnis beweist deutlich, dass Social-Media-Kommunikation für Unternehmen nicht mehr Kür, sondern Pflicht geworden ist", sagt Grayling-CEO Sepp Tschernutter.

Unterschätztes Potenzial

Global geben nur 39 Prozent der Befragten an, dass die digitale Strategie in die übergeordnete Kommunikationsstrategie des Unternehmens eingebettet ist. "In Anbetracht der enormen Geschwindigkeit, mit der sich Informationen in der Online-Welt flächendeckend verbreiten, ist diese Zahl erstaunlich niedrig. Nirgendwo sonst werden widersprüchliche oder inkonsistente Botschaften schneller entlarvt. Daher ist eine Social-Media-Strategie, die in die gesamte Kommunikationsstrategie des Unternehmens integriert ist, unabdingbar", so Tschernutter.

Führungskräfte in sozialen Medien kaum vertreten

Nur 23 Prozent der CEOs seien selbst in sozialen Medien aktiv. Knapp 27 Prozent holen sich für den Auftritt auf verschiedenen Dialogplattformen Unterstützung von Ghostwritern, 44 Prozent würden ganz auf die Kommunikation über Facebook, Twitter und Blogs verzichten. Tschernutter: "Texte zu verfassen sowie die Meldungen anderer zu lesen und zu kommentieren braucht Zeit. Zeit, die man in der Führungsebene oft nicht hat. Mit relevanten Zielgruppen in direkten Dialog zu treten, eröffnet allerdings für die Positionierung des Unternehmens und der Führungspersönlichkeit ganz neue Möglichkeiten - sofern die Authentizität gewahrt bleibt. Wenn nicht, ist digitales Schweigen vielfach die bessere Empfehlung."

Rund 1.100 Kommunikationsexpertinnen und -experten weltweit nahmen an der zweiten Grayling Pulse-Onlineumfrage teil. Die quartalsmäßig durchgeführte Online-Befragung soll Daten und Erkenntnisse für die gezielte Planung und Evaluierung von Kommunikationsaktivitäten liefern. (red, derStandard.at, 18.10.2012)

Link
Mehr Infos zur Studie: graylingpulse.com 

eine führungskraft ist auch nicht dafür da

Sonst wären sie keine Führungskräfte....

Wer heute Führungskraft werden will (ich meine so richtig mit viel Personalverantwortung) hat keine Zeit für Social Media Zeugs. Er/sie müssen hackeln bis zum Umfallen, sonst wird das nix mit Führungsposition.

Ob das wirklch erstrebenswert ist steht auf einem anderen Blatt.

also wennst die heinisch hosek fragst wird sie das anders erklären -viel geld und lippenstift kommt in ihrer definition der führungskräftinnen vor...

ich würde mir eine studie wünschen,

bei der die zeit gemessen wird, die bei der "arbeit" in den sogenannten social medias aufgeht und welche kosten das verursacht.

Führungskräfte...

...haben für diesen "Mist" eben keine Zeit und verwenden die Zeit lieber sinnvoller.

Ist meiner Meinung nach kein Defizit, denn es verschlingt alles aus eigener Erfahrung einfach sehr viel Zeit, die man besser nutzen könnte.

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