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vergrößern 848x666Nicht nur das Klima hatte während der jüngeren Vergangenheit der Erde Abwechslungen zu bieten.
Potsdam - Wie Auszüge aus einem reißerischen Film von Roland Emmerich lesen sich die Befunde, die deutsche Geologen am Schwarzen Meer erstellt haben. In Sedimentkernen fanden sie Hinweise auf eine extrem kurze Umpolung des Erdmagnetfeldes, Klimaschwankungen und einen Supervulkan, wie das Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) berichtet. Diese Daten untermauern frühere Erkenntnisse - zum ersten Mal konnten nun anhand eines einzigen geologischen "Archivs" drei große globale Veränderungen untersucht und in einen eindeutigen zeitlichen Zusammenhang gebracht werden.
Vor 41.000 Jahren, während der letzten Eiszeit, kam es zu einer vollständigen und schnellen Umpolung des Erdmagnetfeldes. Magnetische Untersuchungen des GFZ an Sedimentbohrkernen aus dem Schwarzen Meer belegen, dass in diesem Zeitraum ein Kompass nach Süden statt nach Norden gezeigt hätte. Daten aus anderen Regionen bestätigen, dass es sich um ein globales Ereignis handelte: Ein Wissenschafterteam um GFZ-Forscher Norbert Nowaczyk und Helge Arz präsentierte in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Earth and Planetary Science Letters" entsprechende Ergebnisse anderer Studien aus dem Nordatlantik, dem Südostpazifik sowie aus Hawaii.
Erstaunlich ist für die Forscher die Geschwindigkeit der Umpolung: "Die der heutigen Orientierung der Feldlinien entgegengesetzte Magnetfeldgeometrie bestand für lediglich etwa 440 Jahre und war zudem mit einer Feldstärke verbunden, die nur etwa einem Viertel der heutigen Stärke entspricht", erklärt Nowaczyk. "Auch die eigentlichen Umpolungsphasen selbst dauerten jeweils nur etwa 250 Jahre. Das ist, in geologischen Zeitskalen gedacht, enorm schnell." Zudem war die Feldstärke während dieser Umpolungsphasen noch um ein Vielfaches geringer: Die Intensität des Erdmagnetfeldes lag in diesen kritischen Zeiträumen bei lediglich einem Zwanzigstel des heutigen Werts.
Das bedeutet, dass die Erde weitgehend ihren Strahlenschutzschild verloren hatte, was zu einer deutlich erhöhten Belastung durch kosmische Strahlung führte. Der Beleg sind Spitzenwerte von radioaktivem Beryllium (10Be) in grönländischen Eisbohrkernen aus dieser Zeit. 10Be sowie radioaktiver Kohlenstoff (14C) entstehen durch die Kollision von energiereichen Protonen aus dem Weltall mit Atomen der Erdatmosphäre.
Die nun mittels der Magnetisierung von Sedimenten des Schwarzen Meeres nachgewiesene Magnetfeldumpolung ist bereits seit 45 Jahren bekannt. Sie wurde zuerst anhand der von der heutigen Richtung des Erdmagnetfeldes deutlich abweichenden Magnetisierung mehrerer Lavaströme in der Nähe des Ortes Laschamp bei Clermont-Ferrand im französischen Zentralmassiv entdeckt. Seitdem wird dieses Umpolungsereignis auch als "Laschamp-Event" bezeichnet. Doch stellen die Daten aus dem Zentralmassiv lediglich einige wenige Momentaufnahmen des Erdmagnetfeldes der letzten Eiszeit dar, während die neuen Daten aus dem Schwarzen Meer das komplette Geschehen in hoher zeitlicher Auflösung widerspiegeln.
Neben den Hinweisen auf eine Erdmagnetfeldumpolung entdeckten die Potsdamer Geoforscher in den untersuchten Bohrkernen auch Hinweise auf zahlreiche plötzliche Klimaänderungen während der letzten Eiszeit, wie sie bereits von den Grönländischen Eisbohrkernen her bekannt sind. Dies ermöglichte letztendlich erst die präzise Synchronisation der Datensätze aus dem Schwarzen Meer und dem Grönländischen Festlandeis.
So ist auch die größte vulkanische Eruption der letzten hunderttausend Jahre auf der Nordhalbkugel, nämlich der Ausbruch des Supervulkans im Bereich der heutigen Phlegräischen Felder bei Neapel vor 39.400 Jahren, in den untersuchten Sedimenten dokumentiert. Die Asche dieses Ausbruchs, bei dem etwa 350 Kubik-Kilometer Gestein und Lava ausgeworfen wurden, verteilte sich im gesamten östlichen Mittelmeerraum und bis nach Zentralrussland. (red, derStandard.at, 20. 10. 2012)
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Anstatt in die Natur eingreifen zu wollen, sollten wir das tun, was wir am besten tun können: uns anpassen. Und wenn wir dabei aus Gier nicht alles zerstören, wirds spannend und gut ausgehen - was immer der Grund für Änderungen des sog. Status Quo in und auf der Welt ist - Menschen, Sonne, Magnetfeld etc.
Nicht nur ist dein Post wie eine Katastrophe zu lesen, er ist auch genauso wenig Lesenswert.
Unsere Spezies überlebt seit den bescheidensten Anfängen ausschliesslich durch ihre Fähigkeit die Natur um sie herum in hohem Ausmaß zu manipulieren, und wird das auch weiterhin tun.
Aber wenn du dich anpassen willst, bitte...leg deinen Computer weg und fang an zu mutieren. Denn mal ganz ehrlich...über Anpassung statt Manipulation zu schwadronieren, und dabei einen aus den Elementen in unserer Natürlichen Umgebung gefertigten Rechner zu verwenden ist mal richtig schön geheuchelt.
Arm.
Und keine einzige davon geschah auch nur annähernd so schnell.
Es kann schon sein dass wir uns in einer Warmphase befinden, um genau zu sein ist es sogar wahrscheinlich.
Nur ob es tatsächlich reiner Zufall ist, dass die enorme Beschleunigung der Erwärmung genau mit dem Beginn der industriellen Revolution zusammenfällt? Ich würd mal sagen: statistisch unwahrscheinlich.
Gut, es gibt auch Menschen die den Holocaust leugnen, aber der Klimawandel an sich ist wissenschaftlich bewiesen und wohl kaum abzustreiten.
Ich würde mich selbst als Skeptiker beziehen, die Skepsis bezieht sich aber auf einen anderen Bereich. Der Klimawandel ist unumstritten, und auch dass der Mensch dazu beiträgt ist höchst wahrscheinlich. Dass sich alle immer nur aufs CO2 stürzen verstehe ich aber nicht. Wir f*cken unseren Planeten wo's nur geht, holzen riesige Wälder ab, blasen alle möglichen Gifte in die Atmosphäre, ziehen Kondensstreifen in die Luft (ne, nix Chemtrail) usw... All das wird, neben natürlichen Ursachen, zur Erderwärmung beitragen. Die Frage ist nur wieviel jeder einzelne Faktor bewirkt, und welchen Anteil CO2 daran hat.
Andere Faktoren neben CO2 werden sehr wohl in Klimamodellen berücksichtigt: Methan, FCKWs, SF6, NO2, Aerosole, Albedoveränderungen, Intensität der Sonnenstrahlung ...
Allerdings ist CO2 der wichtigste Treiber der Klimaänderung und alle anderen Faktoren werden soweit möglich in CO2-Äquivalente umgerechnet.
In der öffentlichen Diskussion geht es freilich meist fast nur um CO2, da hast du wohl recht.
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