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Bereits die urzeitlichen Panzerfische hatten Zähne - hier ein Dunkleosteus. Eine virtuelle Kiefer-Sektion seines Verwandten Compagopiscis (unten) zeigt eine Zahnreihe und Wachstumslinien.
vergrößern 700x273London - Im Lauf der Evolution sind die Zähne gemeinsam mit den Kiefern entstanden - oder zumindest kurz danach. Zu dieser Erkenntnis kommen Wissenschafter der Universität Bristol in Zusammenarbeit mit dem Natural History Museum London, des Paul-Scherrer-Instituts in Villigen und der Curtin University in Perth, nachdem sie mit einer speziellen Röntgentechnik die Fossilien eines urzeitlichen Panzerfischs durchleuchtet haben.
Die Forscher berichten im Fachjournal "Nature", dass der urzeitliche Fisch Compagopiscis bereits Zähne besessen habe. Ob es frühe Wirbeltiere mit Kiefern, aber ohne Zähne gegeben hat, war bisher umstritten. Viele Forscher glaubten, dass die Tiere ihre Beute mit kräftigen, scherenartigen Kiefern fingen.
Der Compagopiscis ist einer der frühesten Fische auf der Erde mit Kiefern. Mit sehr starkem Röntgenlicht wurden dreidimensionale Mikroskopbilder von versteinerten Compagopiscis aufgenommen und Aufbau und Entwicklung der Zähne und Kiefer sichtbar gemacht, inklusive Gewebe, Zellen und Wachstumslinien. "Dann haben wir Vergleiche mit der Embryonalentwicklung heutiger Wirbeltiere angestellt", erklärt Erstautor Martin Rücklin von der Universität Bristol. "So konnten wir zeigen, dass Panzerfische, zu denen der untersuchte Fisch gehört, Zähne hatten."
Diese Ergebnisse beenden die Debatte über den Ursprung der Zähne. Um die Fossilien zu untersuchen, bedurfte man Hilfsmittel aus der Physik. "Wir haben auf zerstörungsfreie Technologien gewartet", sagt Mitautorin Zerina Johanson vom Natural History Museum.
Die für die Untersuchung verwendete Röntgentechnik erlaubte, ein vollständiges digitales Abbild des Fossils anzufertigen, das detaillierte Einblicke in das Innere bietet, ohne das Fossil zu zerstören, erklärt Marco Stampanoni vom Paul-Scherrer-Institut in Villingen in der Schweiz. (sda, pum/DER STANDARD, 18. 10. 2012)
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Gehts nur mir so, oder macht mir dieses Abbild eines Panzerfisches erheblich mehr Angst als der weiße Hai.
Ansonsten ist es schön, wieder einmal ein Puzzleteil zur Evolution des Lebens auf der Erde umgedreht und ins Bild eingefügt zu haben. Fehlen nur noch 6344897 Stücke des 10 Millionen Teile Puzzles.
https://www.google.at/search?q=... 80&bih=881
Hier, ein Koboldhai/Goblin Shark.
http://youtu.be/eh_HUIJkRzU
Telebeißen!
Ach wie "liebe" ich diese Vermenschlichungen:
"Die Evolution lernt", "Die Natur schlägt zurück" etc.
Offenbar ist es für viele unmöglich zu akzeptieren, dass da Prozesse ablaufen, die von Niemandem gesteuert sind, die keinen Sinn und kein Ziel haben (wohl aber ein Ergebnis).
Dann würde die Evolution darauf hinzielen, früher oder später die "Superspezies" hervorzubringen. Wo man aber der Natur ihren Lauf lässt und der Mensch nicht allzuviel hineinpfuscht, geht die Entwicklung immer in Richtung Diversität und nicht in Richtung "Produktoptimierung".
Aber es ist niemand da, der ein Ziel vorgibt. "Optimierte Anpassung" ist kein Ziel, sondern ein Ergebnis.
Gäbe es ein Ziel, so müsste die Evolution irgendwann zu Ende sein - nämlich dann, wenn das Ziel erreicht ist. Das ist aber nicht der Fall: So lange es Leben gibt, wird es Evolution geben.
Einen aufbauenden, selbstregulativen Prozess wie die evolutionäre Entwicklung der Lebewesen kann man durchaus als lernend bezeichnen. Allerdings sind solche Formulierungen gefährlich, da sie Kreationist & Co eine weitere Gelegenheit bieten, ihre kruden Theorien als mit wissenschaftlichen Aussagen untermauert darzustellen: "Selbst Wissenschaftler geben zu, dass die Entwicklung der Lebewesen eines Lehrers in Form eines höchsten Wesens bedurfte." Alles, was als bedachte Lenkung missinterpretiert werden könnte, wird von ihnen aufgegriffen und vor ihr Schöpfungsvehikel gespannt.
Lernen setzt ein Bewusstsein voraus, einen zum Denken fähigen Organismus. Das lässt zwei Lesarten zu: Entweder einen mehr oder weniger intelligenten Designer (der mit einer ordentlichen Portion Zynismus (oder ist es Sadismus?) agiert), oder Gaia. NUR: Gaia ist tot, seit Lovelock den Mensch aus dem System herausgenommen hat. Es fällt mir einfach schwer, die Erde nicht als eine Art Super-Organismus zu sehen.
Aus der Informatik kommend, sind mir selbstlernende Systeme bekannt. Diese lernen, ohne jegliche Intelligenz oder einen Organismus zu besitzen. Natürlich entstehen diese Systeme nicht von selbst, sie werden konzeptioniert und programmiert. Und sie benötigen eine spezielle Umgebung (Hardware, Prozessorsprache, OS, Programmiersprache, etc...). Lebewesen brauchen Elemente mit speziellen Eigenschaften (Kohlenstoff, Wasserstoff), Naturgesetze, Energiequellen, sowie begrenzte Ressourcen und Konkurrenz um zu lernen (sich weiter zu entwickeln). Der grundlgende Unterschied besteht in der erstmaligen Entstehung des Lebens, welcher jedoch nicht zur Evolutionstheorie gehört. Einmal im Laufen, sind beide Systeme selbstlernend.
"Elemente mit speziellen Eigenschaften (Kohlenstoff, Wasserstoff), Naturgesetze, Energiequellen, sowie begrenzte Ressourcen und Konkurrenz" wurden von keinem Programmierer/Designer erschaffen.
"Hardware, Prozessorsprache, OS, Programmiersprache, etc..." sehr wohl.
In der Informatiok gibt es einen (oder eigentlich mehrere) intelligente Menschen, die zunächst die "spezielle Umgebung" schaffen müssen. Erst dann kann das selbstregulierende System funktionieren. Die spezielle Umgebung für die Evolution wurde aber nicht von wemauchimmer geschaffen. Sie ist einfach da - was die Kreationisten als "Zufall" ablehnen. Sie können/wollen nicht verstehen, dass es Naturgesetze gibt, die von niemandem formuliert worden sind. Sie kennen nur die zwei Alternativen: Schöpfer oder Zufall. In diesem Sinne muss ich von "Zufall" sprechen, wenn es um die Rahmenbedingungen der Evolution geht.
Nun, die Entstehung der Rahmenbedingungen wie auch des Lebens selbst werden von der Evolutionstheorie gar nicht erklärt, sie sind kein Teil von ihr, sie werden als gegeben vorausgesetzt. Der Zufall ist ein wesentlicher Teil sowohl der Enstehung des Lebens als auch sämtlicher evolutionärer Vorgänge. Nur ist Zufall in diesem Zusammenhang nicht das, was wir als Zufall im täglichen Leben kennen. Ersetzen wir Zufall mit Wahrscheinlichkeit, so kommen wir der Sache schon Näher. Was die IDler u Kreationisten sich nicht vorstellen können ist, dass Anhand der langen Zeiträume u großen Zahl von Einzelereignissen lt Wahrscheinlichkeitsrechnung aus dem scheinbaren Zufall ein sicher eintreffendes Ereignis wird.
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