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Paris/Algier - Als erster französischer Staatschef hat François Hollande mit aller Deutlichkeit das Pariser Massaker vom 17. Oktober 1961 verurteilt. Damals hatten französische Sicherheitskräfte eine friedliche Kundgebung der algerischen Unabhängigkeitsbewegung niedergeschlagen. Offiziell wurden bei dem lange verschwiegenen Blutbad drei Tote und 55 Verletzte gezählt. Später wurden jedoch unzählige Leichen aus der Seine geborgen. Linke französische Senatoren bezifferten die Zahl der Toten auf mindestens 200.
"Am 17. Oktober 1961 sind Algerier, die für ihr Recht auf Unabhängigkeit demonstriert haben, durch blutige Repression getötet geworden", kommentierte Hollande am Mittwoch. Die Republik erkenne diese Tatsachen in aller Klarheit an. Er gedenke der Opfer.
Anlass der Kundgebung vor 51 Jahren war ein Ausgehverbot für Algerier, das der Pariser Polizeipräfekt Maurice Papon (1910-2007) verhängt hatte. Er wurde später wegen Kollaboration mit den Nazis zu zehn Jahren Haft verurteilt. (APA, 17.10.2012)
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ist eh erst 51 jahre her, da kann man sic schon mal entschuldigen.
"Die Gesamtzahl getöteter algerischer Bürger wurde von Frankreich später mit 350.000, von algerischen Quellen mit bis zu 1,5 Millionen angegeben."
http://de.wikipedia.org/wiki/Algerienkrieg
wann wird sich das offizielle frankreich für die restlichen 349.900 bis 1,499.900 opfer entschuldigen? in 51 jahren, also im Jahre 2063?
die 19.Jhdt Kolonisation Algeriens durch Franzosen unter Vertreiben der eingeborenen Bauern ins knochentrockene Hinterland im Rahmen des Europa-Hegemonie-Programms namens "100 Millionen Franzosen beiderseits des Mittelmeers" ?
ein klassischer Völkermord, hat man den auch schon eingestanden ?
Und dennoch spielt Frankreich bis heute weiterhin Polizist in seinen alten Kolonien.
Der Konflikt um die Tuareg wurde auch zum Teil geführt weil Konzerne das Land ausbeuten und als persönlichen Besitz betrachten - und natürlich auch in den umliegenden Ländern.
Das erklärt das Engagement Frankreichs, Söldner in die Region zu schicken.
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