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vergrößern 800x500Einfach die Füße hochlagern und das kleine Refugium genießen. Geht es nach Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, sollen weit mehr Wiener als bisher die Möglichkeit bekommen, ihre Wohnung aufzurüsten.
Wien - Wer nicht bereits das Glück hat, seine Sommer- oder lauen Herbstabende auf dem eigenen Balkon verbringen zu können, hat zumindest die Möglichkeit, seine Wohnung nachrüsten zu lassen. Theoretisch. Denn in der Realität ist der Weg dorthin gepflastert mit Schwierigkeiten.
Im Fall von Sebastian M. war es eine einzige Nachbarin, die durchsetzen konnte, dass der Traum vom Balkon ein Traum bleiben muss - auch, wenn die anderen 14 Parteien im Haus keine Einwände hatten. Will jemand einen Balkon zubauen, gilt es, das Einverständnis aller Miteigentümer zu bekommen. Im Fall von M. gab es noch eine offene Rechnung mit der Nachbarin wegen eines Parkplatzes, das hat sich nun gerächt. Wer bis zur Grundstücksgrenze gehen will, muss sich auch noch den Segen des Nachbarhauses einholen.
Ist diese Hürde erst einmal genommen, folgt der Behördengang und die Bauverhandlung. Die Wiener Bauordnung wurde im Jahr 2009 gelockert, seither darf die maximale Balkontiefe 2,5 statt 1,5 Meter betragen und in der Länge ein Drittel der Gebäudefront. "Die Anträge sind seither stark gestiegen", sagt Robert Kniefacz von der MA 19 für Architektur und Gartengestaltung. Doch in der Regel darf der Balkon in Wien nur hofseitig angebaut werden. Dies gilt seit 1996. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn unterhalb eine Grünfläche liegt und kein Gehsteig oder eine Fahrbahn.
"Ich halte diese Bestimmung für veraltet" meint Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne). Gerade im Hinblick auf immer heißer werdende Sommer seien Erholungsräume in der Stadt eine zentrale Frage der Lebensqualität. "Wir haben vor allem im Altbaubereich sehr viele Hürden, die es zu lösen gilt."
Sie sehe sich mit zahlreichen Anfragen konfrontiert, wo eine Baugenehmigung verweigert wurde, obwohl es weder statische noch ästhetische Probleme gibt.
"Wien hat nun einmal wenig Tradition mit Balkonen", erklärt Kniefacz. Selbst die mit etwa 80 Zentimetern relativ flachen Balkone aus der Gründerzeit würden heute kaum erlaubt werden, weil sich Kinder daran hinaufhanteln könnten. "Das Sicherheitsdenken hat oberste Priorität", argumentiert Kniefacz. Deswegen dürfen Balkone auch nicht über die Baulinie ragen, etwas könnte auf die Straße oder den Gehsteig fallen. Gleich danach folgt das Stadtbild. Kniefacz: "An vielen Altbau-Fassaden wäre ein moderner Balkon glatte Brutalität."
Anders auf der Rückseite. Weil Gründerzeithäuser meist nur zur Straßenseite hin üppig dekoriert wurden, die Hinteransicht jedoch spärlich gestaltet wurde - um nicht zu sagen "nackert" -, gibt es hier kaum Probleme mit der Bewilligung. Natürlich nur, solange die Statik den Anbau verträgt.
Für Neubauten gibt es eine Drittelförderung der Stadt Wien für die Balkonfläche jeder Wohnung, die mit Wohnbauföderung errichtet wird. Günstige Balkone sind ab 5000 Euro zu haben, durchschnittlich kostet der Anbau zwischen 10.000 und 12.000 Euro. (Julia Herrnböck, DER STANDARD, 17.10.2012)
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naja, es sollte trotzdem noch die Mehrheit dafür stimmen müssen.
einen Balkonwucher fände ich genauso schlecht, als würde jeder seine sat-Schüssel auf die Hausfassade draufmontieren.
Als ich wegen nachträglichen Balkonanbau anfragte (ca. 2004) scheiterte das an feuerpolizeilichen Vorschriften die einen Mindestabstand zum Nachbarhaus vorgaben und eine Genehmigung wäre damals nur auf Widerruf (der auch Jahre später von irgendeinem Nachbarn erfolgen kann und einen Abbau erzwingen würde)
möglich gewesen. Die baupolizeilichen Vorschriften dürften auch von Bezirk zu Bezirk anders sein.
Schade, hoffentlich wird es etwas einfacher. Genehmigungen auf Widerruf sind in so einem Fall absurd.
Die Freude ist mit längst vergangen. Denn in einer Koalition mit den Gummistieflern, so leid es mir tut, das bekennen zu müssen, hätten es solche hirnrissigen Ideen erst gar nicht an die Öffentlichkeit geschafft.
Und vielleicht wären uns auch ein paar Bosheitsaktionen gegen Autofahrer erspart geblieben - und damit mein ich nicht das Parkpickerl ....
wenn die grünInnen folgendes projekt in's auge faßten:
alle wiener mieter, vorrangig pensionisten, ausfindig machen und sofort delogieren, wenn die herrschaften am land häuschen und eigentumswohnungen besitzen und ihre wiener mietwohnung/gemeindewohnung nicht mittelpunkt der lebensinteressen ist, sprich: diese nicht bewohnen, sondern nur für spätere zeiten "aufsparen" (wenn der ehemann in's spital muß, etc.) oder 1x im monat theater, kino, oper, freunde besuchen und dann halt in der sonst unbewohnten wohnung nächtigen.
nachteil: die nachbarn werden dann sozusagen zu blockwarten, weil irgendwer muß das ja ausspionieren, daß die eh nie zuhause sind.
andererseits: es ist nicht einzusehen, warum die ihre ungenützte bleibe für 250 im monat haben sollen, wenn das danebenwohnende "junge paar" (ev. mit kind) 500 oder 600 mäuse für eine gleich große wohnung zahlt.
Die zahlen vielleicht 250 allerdings für eine Wohung die im folgenden Zustand angemietet wurde: WC am Gang, Wasser am Gang, ohne Zentralheizung und sanierungsbedürftig, z. B. Stromleitungen, Wände, Böden, Fenster... und Ablöse wurde dafür auch noch kassiert. Saniert haben die Mieter, auf eigene Kosten!
Und das Bad und Heizung vor dreissig Jahren um 100.000 ats (das war damals schon ein gutes Bad, eine sehr gute Heizung) eingebaut, bei ,30 cent Miete pro m2 sind bei einer 100m2 Wohnung im Monat 500 Euro Gewinn gegenüber A Kategorie. Das Bad ist in zwei Jahren mit dem Mietunterschied abgezahlt... Also können Sie sich ausrechnen, wie viel Geld diese Mieter sich durch das eigene Einrichten bereits erspart haben. selbst wenn sie 100.000 ats Ablöse an den Vormieter gezahlt haben sollten ....
wer vor 30, 40, 50 jahren in seiner wohnung ein bad einbauen ließ und die wohnung von substandard in kategorie-irgendwas gehoben hat, kam ja jahrelang selbst in den genuß dieser investition! die hatte sich schon vor 30, 40 jahren amortisiert. außerdem: ang'schafft hat's ihm ja keiner.
und das soll ihrer meinung nach das schlagende argument dafür sein, daß der jetzt - trotz häuschen am land noch immer unverschämt billig ein reserve-refugium in wien haben soll?
Rechnen sie sich einmal aus, was folgendes kostet:
WC einbauen
Bad einbauen
elektrische Leitungen erneuern
Böden und Wände von Grund auf sanieren
Fenster austauschen
...und dann rechnen sie nach, wieviele Jahre sie in einer solchen Wohnung, für die sie z. B. auch noch 100.000 Shilling Ablösen zahlten, wohnen müssen, damit sich das amortisiert. Raus kommt - Eigentum, das wäre für viele auch die Alternative gewesen, wenn man damals dafür Kredite bekommen hätte.
Das ist nach einigen Jahren locker herinnen. Und nein, es kostet nicht die Welt.
Und es ist ganz klar in der heutigen Zeit eine Unverschämtheit, auf der 30 cent Wohnung zu hocken (wie auch einige Politiker mit gutem Gehalt), wenn es nicht ausreichend billige Sozialwohnungen für Junge gibt....
Diese jetzt glücklichen Leute haben, wie sie jung waren und den Mietvertrag abgeschlossen haben, genauso viel (inflationsbereinigt) bezahlt wie jetzt ihre Nachbarn. Und das seit 30, 40 Jahren Jahren, plus eine fette Ablöse, ohne die man damals nicht einmal eine Besenkammer bekommen hat, dazu. Das alles soll ihnen jetzt weggenommen werden, weil Sie es neidig sind oder der Hausherr wieder den nächsten ausnehmen will (oder Sie ein Hausbesitzer sind)? Denn Illusion 2: das nächste junge Paar kriegt die freigewordene Wohnung ja nicht zum alten Preis, sondern zum neuen...
0,30 cent pro m2 Miete vs. 5,80 Euro pro m2.... Rechnen Sie sichs doch selbst aus, wie schnell sich der Unterschied rentiert.
Selbst wenn vor dreissig Jahren ein paar Tausender Ablöse gezahlt wurde (an den VorMIETER), ein Bad im Pfusch selbet instqlliert wurde (ca. 100.000 ats in professioneller 1a Qualität, ca. 50.000 ats billiger gebqut)
1. ich mache mir keinerlei illusionen
2. bin ich es niemandem *neidig*, sondern ich finde es einfach haarsträubend, daß diese alten, die in einer anderen arbeitsmarktsituation güter anhäufen konnten, kein erbarmen mit den jüngeren menschen haben und selber den kropf für sich und ihre nachfahren nicht vollkriegen können
3. naja, da könnte man ja entsprechende gesetze beschließen, sodaß die jungen diese wohnungen zu einem preis bekommen, der in etwa dem alten preis entspricht, oder?
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