Mastercard wertet in den USA Einkäufe für gezielte Werbung aus

Programm mit Titel "MasterCard Audiences" läuft seit Februar - Firma betont, persönliche Infos nicht zu übermitteln

London/Berlin - Der Kreditkartenkonzern Mastercard wertet in den USA anonym Informationen über das Einkaufsverhalten seiner Kunden für gezielte Werbung aus. Dabei würden weder der Name des Karteninhabers noch andere persönliche Informationen übermittelt, betonte das Unternehmen am Mittwoch. Das Programm mit dem Namen "MasterCard Audiences" sei in den USA im Februar gestartet, hieß es nach einem Bericht der "Financial Times". "Es ist kein globales Angebot."

Ziel sei, den Werbekunden Einblick in das Einkaufsverhalten von US-Verbrauchern in bestimmten Bereichen wie etwa Gastgewerbe, Reisen, Finanzdienstleistungen oder Auto zu bieten, erläuterte Mastercard. Der Zahlungsdienstleister kann dafür Milliarden abgewickelte Transaktionen analysieren. Die "Financial Times" bezog sich auf eine Online-Präsentation des Dienstes. Dabei sei unter anderem damit geworben worden, man könne prognostizieren, welche Kundengruppen eher bereit seien, Verbraucherelektronik oder Luxusartikel zu kaufen.

"Mastercard ist dem Schutz der Privatsphäre verpflichtet", betonte das Unternehmen nach dem Bericht auf Anfrage. "Bei der Analyse oder Entwicklung von Produkten oder Diensten werden keine persönlich identifizierbaren Informationen gesammelt, öffentlich gemacht oder verwendet." Dem Artikel der "Financial Times" zufolge werden nur Kreditkarten-Nummern gesammelt - aber nicht mit den Werbekunden geteilt. (APA, 17.10.2012)

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