Griechenland und seine Gläubiger nähern sich an

  • Mit Ausnahme der geforderten Job-Reformen soll zwischen Athen und seinen internationalen Gläubigern Einigkeit herrschen.
    foto: apa/julian stratenschulte

    Mit Ausnahme der geforderten Job-Reformen soll zwischen Athen und seinen internationalen Gläubigern Einigkeit herrschen.

Auch beim EU-Gipfel dürfte Griechenland ein wichtiges Thema sein, über weitere Hilfstranche entscheidet der Troika-Bericht im November

Athen - Griechenland und seine internationalen Gläubiger haben sich in den Verhandlungen um harte Sparauflagen deutlich angenährt, das Streitthema Arbeitsmarktreform aber nicht ausgeräumt. Mit Ausnahme der geforderten Job-Reformen herrsche in allen Punkten Einigkeit, sagte ein griechischer Regierungsvertreter.

Auf dem richtigen Weg

"Wir haben noch Arbeit vor uns, sind aber auf dem richtigen Weg." Ähnlich hatte sich der Leiter der IWF-Delegation, Poul Thomsen, geäußert. Die offenen Fragen dürften in Kürze geklärt sein, sagte Thomsen.

Der IWF-Experte und seine Kollegen von EU-Kommission und Europäischer Zentralbank sollten noch am Mittwoch aus Athen abreisen, um beim EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag die Staats- und Regierungschefs über den Stand der Reformen zu informieren. Indirekt dürfte Griechenland ein wichtiges Thema sein, aber nicht im Mittelpunkt der Gespräche stehen. In deutschen Regierungskreisen hieß es, Deutschland erwarte für den Gipfel keinen Zwischenbericht der Troika.

Troika-Bericht im November

Die Verhandlungen sind immer wieder ins Stocken geraten und wurden am Dienstag kurzzeitig ausgesetzt. Von dem im November erwarteten Bericht der Troika hängt ab, ob das hoch verschuldete Griechenland eine weitere Tranche über 31 Mrd. Euro aus dem Hilfspaket von IWF und EU erhält. Dafür muss die Regierung aber einem Sparpaket im Volumen von 11,5 Mrd. Euro zustimmen.

Griechenland durchlebt die schwerste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg und steckt das fünfte Jahr in Folge in der Rezession. Mehr als ein Viertel der Griechen hat keine Arbeit mehr. Am Mittwoch legten Journalisten aus Protest gegen schärfere Einsparungen die Arbeit nieder. Arbeiter begannen einen zweitägigen Streik. Am Donnerstag dürfte das öffentliche Leben wegen eines Generalstreiks weitgehend zum Erliegen kommen. (APA, 17.10.2012)

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die sollen sich annähern. aber in EINE richtung bittschön!

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