Balkon in Berlin: Vorn einfacher als hinten

17. Oktober 2012, 18:34
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Ein paar eigene Quadratmeter, die Frischluft bieten - auch in Berlin ist der Bedarf groß. "Wohnungen mit Balkonen stehen hoch im Kurs", sagt Petra Roland von der Senatsabteilung für Stadtentwicklung. Doch auch in der deutschen Hauptstadt gibt es viele Häuser (Alt- und Nachkriegsbauten), die noch ohne Balkon gebaut wurden und jetzt erst nachgerüstet werden.

Wer nachträglich einen Balkon anbauen möchte, muss sich an die Landesbauordnung halten und eine Baugenehmigung einholen. Grundsätzlich gilt für Anbauten auf der Straßenseite: Der Balkon darf nicht mehr als 1,5 Meter aus der Hauswand ragen, eine Hausfassade darf nur zu einem Drittel aus Balkonen bestehen.

Strenge Auflagen

Den Behörden ist es allerdings egal, ob an einer zwölf Meter langen Hausfront ein Vier-Meter-Anbau errichtet wird oder vier Minibalkone mit je einem Meter Breite. Den Balkon auf der Straßenseite anzubauen ist jedenfalls deutlich einfacher als hinten im Hof. "Viele Berliner Hinterhöfe sind sehr eng, Anbauten sind - wenn überhaupt - nur unter strengen Auflagen möglich", sagt Frank-Michael Starke vom Bauaufsichtsamt.

Eine Faustregel gibt es in Berlin nicht, da die Abstandsflächen für jedes Gebäude einzeln berechnet werden müssen. Wird es sehr eng, müssen auch noch die Eigentümer der angrenzenden Häuser zustimmen. (Birgit Baumann aus Berlin, DER STANDARD, 18.10.2012)

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