Jobwechsel: Mehrheit hat finanziell profitiert

Für 56 Prozent der Deutschen hat sich ein neuer Arbeitsplatz finanziell gelohnt - Oft warten spannendere Tätigkeiten

Die Deutschen bleiben ihrer Firma lange treu. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit beträgt elf Jahre, wie vor kurzem in einer Studie erhoben wurde. Länger als im europäischen Schnitt. Die berufliche Kontinuität dürfte dem Wunsch nach einer ausgewogenen Work-Life-Balance entsprechen. Am Geld und interessanteren Tätigkeiten kann es nicht liegen, denn ein Jobwechsel bringt mehrheitlich sowohl ein höheres Gehalt als auch einen spannenderen Aufgabenbereich.

Von einem Wechsel des Arbeitgebers haben 56 Prozent der Deutschen in finanzieller Hinsicht profitiert, Unterschiede gibt es zwischen Männern und Frauen. 61 Prozent der Arbeitnehmer gaben an, durch den neuen Job mehr Gehalt bekommen zu haben, bei den Arbeitnehmerinnen sind es nur 50 Prozent. Nach Alter aufgeschlüsselt ziehen Personen ab 55 Jahren mit 63 Prozent am häufigsten Nutzen aus einem neuen Dienstverhältnis.

Bildungsgrad spielt eine Rolle

Das sind Teilergebnisse einer repräsentativen Befragung unter deutschen Dienstnehmern, durchgeführt vom Personaldienstleister Experis. Weiter zutage befördert wurde, dass der neue Job für 46 Prozent der Befragten eine Bereicherung ihres Aufgabenbereichs bringt. Allerdings differieren die Angaben je nach Ausbildungsniveau. Besonders häufig profitieren inhaltlich Personen mit Matura (54 Prozent) und Hochschulabschluss (49 Prozent) von einem neuen Arbeitsumfeld. Für ein Drittel hat sich das Arbeitsklima verbessert.

Nur 15 Prozent haben bis dato überhaupt keine Verbesserungen nach einem Arbeitsplatzwechsel erlebt. Die Hälfte der Befragten übte bis jetzt vier oder mehr sozialversicherungspflichtige Jobs aus. Zehn Prozent waren sogar bei acht oder mehr Arbeitgebern beschäftigt. (om, derStandard.at, 18.10.2012)

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3 Postings

Ich frag mich wer in einen schlechter bezahlten, faderen Job wechselt...

naja, wennst arbeitslos wirst. und die wechseln zum grossteil in einen schlechteren job.

Korrektur

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