Grüne Schwentner vermisst politischen Willen

17. Oktober 2012, 13:40
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Die Frauensprecherin fordert mehr Geld für Frauenberatungsstellen und mehr ressortübergreifende Zusammenarbeit

"Seit Jahren ist das Frauenbudget auf viel zu niedrigem Niveau eingefroren. Fünf Millionen Euro für die Frauenförderung, das entspricht nur 1,24 Euro pro Frau in Österreich. Damit geht sich nicht mehr als eine Beratungsminute pro Frau aus", kritisiert Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, in einer Aussendung am Mittwoch.

Die Frauenberatungseinrichtungen seien chronisch unterfinanziert. Auch für die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans zur Gleichstellung von Frauen und Männern habe die Frauenministerin kein Geld: "Für eine bessere Integration von Frauen am Arbeitsmarkt braucht es regional verankerte Frauenberatungsstellen mit freien Beratungskapazitäten. In den Budgetunterlagen wird für 2013 ein deutlicher Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit erwartet. Es wäre also dringenden nötig mehr Geld für die Frauenberatungsstellen einzuplanen", meint Schwentner.

Kritik an Budgetrede

Kritik übt sie auch an der Budgetrede von Maria Fekter am Dienstag: "Es ist schon bezeichnend, dass Gender Budgeting Finanzministerin Fekter in der Budgetrede keine Erwähnung wert war. Ohne den Willen zu einer ressortübergreifenden Zusammenarbeit beim Gender Budgeting gibt es kein geschlechtergerechtes Budget. Ein paar gute Maßnahmen ergeben noch kein geschlechtergerechtes Budget." (red, dieStandard.at, 17.10.2012)

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