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Salzburg - Dass die Kulturagenden in der Salzburger Landesregierung auf gleich vier Ressorts - zwei SPÖ, zwei ÖVP - aufgeteilt sind, könne nur mit der politischen Farbenlehre erklärt werden. Praktisch und effizient sei das nicht, kritisiert der Dachverband Salzburger Kulturstätten. Die Interessenvertretung von 75 Kultureinrichtungen hat eine Initiative zum Totalumbau der Kulturpolitik des Landes Salzburg gestartet. Die Zusammenfassung der Kulturagenden in einem Ressort steht auf dem Elf-Punkte-Reformprogramm an erster Stelle.
Der Forderungskatalog der Kulturstätten liest sich in Summe wie eine Mängelliste der Politik von Kulturressortchef David Brenner (SPÖ): fehlende Transparenz bei der Vergabe von Fördermitteln, keine mittelfristigen Fördervereinbarungen, unklare Kriterien bei der Besetzung des Landeskulturbeirates und mangelhafte Ausschreibungen bei der Nachbesetzung von Führungspositionen in der Kulturabteilung des Landes. Am deutlichsten werden die Defizite der Landes-Kulturpolitik bei den Budgetzahlen. Während die Stadt Salzburg 0,95 Prozent ihres Gesamtbudgets (4,1 Millionen Euro) für freie Kulturförderung ausgibt, kommt das Land auf magere 0,21 Prozent (4,6 Millionen).
Brenner, in der Regierung auch für die Finanzen zuständig, hält eine Erhöhung des Kulturbudgets für unmöglich. Auch dreijährige Fördervereinbarungen wie in der Landeshauptstadt lehnt er ab. Positiv beurteilt er eine Zusammenlegung der Kulturagenden und die Forderung nach einem eigenen Budgetansatz für nichtkommerzielle Medien. (neu, DER STANDARD, 18.10.2012)
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eine Literaturförderung bei der Landes-Kulturabteilung beworben. Derartige Bewerbungen sind mit enorm viel Zeitaufwand und Mühe verbunden, da man komplizierte Antragsformulare ausfüllen muss, Lebensläufe verfassen, Textproben bereitstellen usw.
"Lohn" dieses Aufwands: In keinem der Fälle erhielt ich jemals eine persönliche schriftliche Benachrichtigung über das Ergebnis der Jury-Sitzungen, also über eine Zu- oder Absage, wie dies andernorts (z.B. bei Bundesförderungen) eine Selbstverständlichkeit ist. Allein schon diese unhöflichen, arroganten, "sozial"-"demokratischen" Usancen sind ein Armutszeugnis für eine Landes-Kulturabteilung. (Offenbar muss man Netrebko heißen, damit man in Salzburg ALLES - inkl. Staatsbürgerschaft - erhält.)
Mehr Transparenz bei der Fördervergabe durch die Salzburger Kulturabteilung ist wünschenswert, wird sich aber mit dem Team Brenner nicht durchsetzen lassen. Es gibt für Kulturbeamte immer Wege, ihre (Partei)-Freunde und Genossen zu bevorzugen, dann werden eben die "unabhängigen" Juries mit (Partei)-Freunden besetzt.
Es ist für unabhängige Künstler nicht möglich, der Forderung des Dachvereins vorbehaltlos zuzustimmen, die Kultur-Agenden in einer Hand zu vereinen. Gerade dass die Fördermöglichkeiten in mehreren Händen liegen, garantierte bis jetzt, dass auch unabhängige Künstler bei Förderungen berücksichtigt werden, die durch die Qualität ihrer Arbeit punkten und nicht durch ihre Nähe zu roten Salzburger Politikern und Beamten.
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