Motorola: Unverändertes Android ideal, aber ...

  • Motorola Razr HD: leichte Android-Anpassungen als Kompromiss für Mobilfunker.
    foto: motorola

    Motorola Razr HD: leichte Android-Anpassungen als Kompromiss für Mobilfunker.

Mobilfunkpartner verlangen Anpassungen, weshalb es (noch) kein pures Android auf Motorola-Phones gibt

Android pur oder mit veränderter Benutzeroberfläche? Diese Frage spaltet die Hersteller von Android-Smartphones in zwei Lager. Mit eigenen Interfaces konnten Hersteller Mängel früherer Android-Versionen ausgleichen. Doch das ist mit dem aktuellen Entwicklungsgrad von Googles mobilem Betriebssystem nicht mehr notwendig. Die Kritik, dass die Anpassungen Updates der Plattform verzögern bleibt bestehen.

Motorola in Zwickmühle

Hersteller wie Samsung und HTC setzen nach wie vor auf eigene User Interfaces, die mitunter tief in das System integriert sind. Bei Sony sind die Anpassungen schon etwas dezenter und Unternehmen wie ZTE oder Asus verzichten weitgehen auf Änderungen.

Motorola befindet sich indes in einer Zwickmühle. Als Tochter von Google wäre es eigentlich logisch, wenn das Unternehmen Android so nutzt, wie es von Google geliefert wird. Dennoch bringt das Unternehmen die Modelle Razr M und Razr HD in den USA mit veränderten Oberflächen auf den Markt. Laut The Verge lies Motorola, dass man damit nicht ganz zufrieden sei.

Möglichst nah am Original

Rick Osterloh, Motorola Senior Vice President, erklärte, dass man mit Android so nahe am Original bleiben wolle wie möglich. Kunden würden schnelle und langfristige Updates fordern, was mit weniger Anpassungen vereinfacht wird. Die meisten Hersteller ebenso wie Motorola hätten das in der Vergangenheit anders gehandhabt. In Zukunft werde Motorola die Strategie aber ändern.

Einige Anpassungen notwendig

Eine vollkommen unveränderte Version kommt für den Hersteller derzeit offenbar noch nicht in Frage. The Verge weist darauf hin, dass etwa auf dem Razr HD unter anderem Verizon-Apps zu finden sind. Statt Android 4.1 wird es mit Android 4.0 ausgeliefert und soll das Update später erhalten. Einige Anpassungen seien notwendig, so Osterloh, da das die Partner des Unternehmens verlangen würden. So müsse man Kompromisse schließen. (red, derStandard.at, 17.10.2012)

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