Strengere Strafen für Gurtenmuffel in Österreich gefordert

2012 war jeder siebte Tote auf Autobahnen nicht angeschnallt

Wien - Die Asfinag schlägt Alarm: Jeder siebte Verkehrstote auf Österreichs Autobahnen ist nicht angegurtet. Acht der 55 Todesopfer im heurigen Jahr trugen keinen Sicherheitsgurt. "Da nutzen Anpralldämpfer und modernste Leitschienen nichts, wenn sich die Leute nicht anschnallen", kritisierte Othmar Thann, der Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV). Er forderte höhere Strafen für Gurtmuffel und die Aufnahme der Missachtung der Gurtpflicht in den Katalog der Vormerkdelikte.

80 Tote pro Jahr

Die Anschnallmoral ist in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern niedrig. "Wir haben hinten und vorne eine Quote von 88 Prozent. In Deutschland liegt sie bei fast 100", sagte Thann. Würden alle Autofahrer einen Sicherheitsgurt verwenden, gäbe es pro Jahr 80 Verkehrstote in Österreich weniger, ist der KFV-Direktor überzeugt.

Ohne Gurt ist die Wahrscheinlichkeit, bei einem Unfall getötet zu werden, laut KFV siebenmal höher als angegurtet. Mit Gurt gehen 80 Prozent der Unfälle glimpflich aus, ohne fast zu 100 Prozent tödlich.

Autobahnen zählen in Österreich zu den sichersten Straßen. 2011 gab es einen historischen Tiefststand an Verkehrstoten auf Autobahnen und Schnellstraßen: 59 Menschen starben nach Unfällen, was einem Rückgang von 24 Prozent gegenüber 2010 entsprach (2010 waren es noch 78 Tote). "Wir investieren jedes Jahr 500 Millionen Euro in die Verkehrssicherheit", betonten die Asfinag-Vorstände Alois Schedl und Klaus Schierhackl, "wenn sich die Autofahrer aber nicht anschnallen, nützt das bei Unfällen wenig."

Männer häufiger nicht angegurtet

Der klassische Gurtmuffel ist männlich. Eine Analyse der Unfallzahlen ergab, dass sich Gurtverweigerer quer durch alle Altersklassen finden lassen. "Sie wissen, dass es gefährlich ist und schnallen sich trotzdem bewusst nicht an", meinte Thann. Diesen unverbesserlichen zwölf Prozent der Autofahrern könne man nur durch Erhöhung der Strafen und eine Vormerkung beikommen.

2012 zeigt sich bei den Unfällen auf Autobahnen generell ein leicht negativer Trend. Bis Mitte Oktober gab es heuer bereits 55 Tote (2011 waren es im Vergleichszeitraum 51). (APA, 17.10.2012)

Zum Thema:

Blog Krisenfrey: Grenzen der Fürsorge - Gurtmuffel gefährden vor allem sich selbst. Der Staat muss sie daher nicht noch strenger bestrafen

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Wer ohne Sicherheitsgurt fährt,

soll mit Führerscheinentzug für 5 Jahre bestraft werden.
Außerdem soll sein Auto für einen guten Zweck versteigert werden.

Der Rest der Menschheit kann sich glücklich schätzen, dass leute wie sie

nirgendwo etwas zu reden haben......Sockenpuppe.

Du übertreibst maßlos....
Letztlich kann es der Allgemeinheit egal sein, wen jemand zu dämlich ist, einen Gurt zu bedienen und gerrne durch die Frontscheibe segelt, wärend ihn der Airbag gegen das Dach katapultiert.....

Krinminell ist das IMHO nur, wenn jemand Kindern keinen ausreichenden Schutz zukommen läßt...

*ROFL*

der gescheite Gutmensch und die blöde Rechtschreibung... ein heiteres Drama in sehr vielen Akten!

*ROFL*

Wer sowas hirnrissiges postet, sollte mit Stromentzug für 5 Jahre bestraft werden, außerdem sollte sein Computer für einen guten Zweck versteigert werden.

Sie können sich beruhigen.

Ich denke nur, dass das Gefühl für die Verantwortung auch im Anlegen von Gurten widerspiegelt. Und wenn dieses Gefühl fehlt, dann fehlt jedwedes Recht ein KFZ zu steuern...

wer solche...

radikalen Forderungen erhebt, möge einer psychologischen Beobachtung zugeführt werden, ob er nicht auch in anderen Bereichen eine Gefahr für seine Mitmenschen darstellt.

der ist entschuldigt, der kann nicht anders.

egal zu welchem thema, seine meinungen sind immer extrem.

also mich nerven die, die in zeiten von freisprecheinrichtungen und headsets noch immer eine hand zum telefonieren verwenden und deswegen nicht gscheit lenken und/oder schalten können, wesentlich mehr als nicht angegurtete.

Die Rückbank nicht vergessen

Ich würde niemals fahren, wenn jemand hinter mir sitzt, der nicht angeschnallt ist.

Abgesehen davon, dass es nicht lustig ist, wenn man einen Unfall verursacht, wo jemand stirbt - hier stehen aber auch die Chancen gut, dass die Knie von der Rückbank direkt die Wirbelsäule des Fahres brechen.

sinds eh

in Behandlung ? Bei ihren Aengsten muessens ja mit Helm spazieren gehen

Das war eher als Hinweis gedacht, weil es im Artikel nicht vorkommt. - Wie gesagt, vor einem Nichtangeschnallten zu sitzen bringt sie im besten Fall in den Rollstuhl.

und im schlechtesten

ans Ziel, oder was

Dieselben Autofahrer, die unangeschnallt fahren,

missachten auch den Vorrang anderer und andere Grundregeln im Straßenverkehr. Würde man diese Fahrer aus dem Verkehr ziehen, wäre viel an Sicherheit gewonnen...

Lächerlich

Bei 59 Verkehrstoten (bis September, nehme ich mal an) sollen höhere Strafen 80 Verkehrstote pro Jahr weniger bringen. D.h. wenn sich die letzten 14% der Autofahrer anschnallen retten sie damit nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das von den anderen (jetzt schon angeschnallten) Autofahrern UND das von den niedergemähten Radlern auch noch! Hallelujah!

...

Manchmal geben sie sich selber die Todesstrafe.

höhere strafen für etwas das niemanden als mich selbst gefährdet?

genau das was wir brauchen! MEHR REGELN!

sie haben meine...

...volle zustimmung. das einzige, was gelten müsste, sind hohe selbsbehalte für medizinische folgekosten bei unfällen unter missachtung der gurtenpflicht.

Offensichtlich braucht es das.

und woran

erkennt man das ?

Natürliches Ausleseprinzip

Wer zdeppert ist zum anschnallen ...

Wir fordern immer nur strengere Strafen für Alles - Unsinn!
Mehr recht auf Risiko und selber nachdenken!

Wenn mal mehr Menschen in der Lage wären weiter zu denken, als sie rotzen können, wäre ich sogar dafür.

Man muss schon ziemlich angedeppert sein, wenn man sich beim Autofahren nicht angurtet.

aber weniger deppert als

all jene, die Statistiken nicht lsen koennen. Unfaelle kommen de facto nicht vor. Es ertrinken mehr Menschen, als sich derstessen. Schwimmwestenpflicht fuer alle ?

Wer keinen Gurt verwendet beweist damit,

dass er (sie) sich der Folgen eines Unfalls nicht bewusst ist.
Damit disqualifiziert er sich als Autofahrer.
Führerschein abnehmen, würde ich sagen...

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