Europas Leitbörsen schließen einheitlich mit Gewinnen

17. Oktober 2012, 18:58
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Spanische Werte nach Moody's-Bestätigung gesucht - Danone und ASML nach Zahlen schwach

Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch einheitlich mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 21,93 Einheiten oder 0,86 Prozent auf 2.569,83 Zähler.

Nach den klaren Vortagesgewinnen konnten sich die europäischen Börsen auch zur Wochenmitte in der Gewinnzone behaupten. Die Bestätigung der Note "Baa3" durch die Ratingagentur Moody's für Spanien hatte schon am Vormittag für positive Stimmung gesorgt, obwohl der DAX zeitweise ins Minus gerutscht war.

Am Nachmittag zogen dann fast alle Märkte gestützt von guten US-Konjunkturdaten ins Plus. Die Baubeginne hatten im September überraschend um 15,0 Prozent angezogen und auch die Baugenehmigungen legten um 11,6 Prozent zu.

Spanische Titel gefragt

Im Euro-Stoxx-50 waren vor allem spanische Titel gefragt. BBVA verbesserten sich an der Indexspitze um 5,58 Prozent auf 6,664 Euro und Banco Santander rückten um 3,79 Prozent auf 6,129 Euro vor. Ebenfalls klare Gewinne verbuchten ArcelorMittal, die um 5,01 Prozent auf 12,355 Euro hochsprangen. Die stabilen Erzförderzahlen der weltgrößten Bergbauunternehmen könnten hier für Unterstützung gesorgt haben. Hingegen gaben SAP nach den schwachen Zahlen von Intel und IBM um 1,23 Prozent auf 54,80 Euro nach.

Danone fielen um 2,96 Prozent auf 47,325 Euro. Der Konzern habe zwar seinen Umsatz im abgelaufenen Jahresviertel deutlich steigern können und damit die Erwartungen des Marktes erfüllt, insbesondere in Spanien und Italien habe Danone hingegen enttäuschend abgeschnitten, hieß es. Damit könnte das Erreichen der Jahresziele schwieriger werden, sagten Beobachter. Händler verwiesen zudem darauf, dass Danone sich in der Telefonkonferenz pessimistisch hinsichtlich der Margen geäußert habe.

ASML übernahmen mit einem kräftigen Minus von 5,25 Prozent auf 39,145 Euro die rote Laterne im gesamteuropäischen Auswahlindex . Der Halbleiterzulieferer erfüllte zwar im dritten Quartal laut Marktteilnehmern die Erwartungen, enttäuschte aber mit dem Ausblick auf das Schlussquartal. Am Morgen hatte ASML zudem die Übernahme des kalifornischen Laserhersteller Cymer für 1,95 Milliarden Euro angekündigt.

Die französische Großbank Crédit Agricole trennt sich nach langen Verhandlungen von ihrer griechischen Problemtochter Emporiki. Die Bank rechnet mit einer Nettoblastung durch die Trennung von rund zwei Mrd. Euro. Die Papiere verloren in einem sonst freundlichen europäischen Bankenumfeld um 2,86 Prozent auf 6,214 Euro. (APA, 17.10.2012)

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