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Wien/Linz - Die Pfarrerinitiative hält am Sonntag in Linz ihre Generalversammlung ab. Helmut Schüller, Sprecher der auf Reformen in der katholischen Kirche drängenden Organisation, erhofft sich ein "Vernetzungstreffen", wie er in einem Newsletter an die Mitglieder bekannt gab. Zu erwarten ist auch eine offizielle Antwort auf das Hirtenwort der österreichischen Bischöfe, welche die Forderungen der "ungehorsamen" Priester erneut abgelehnt hatten.
Derzeit zählt die Pfarrerinitiative 427 Mitglieder, darunter Priester und Diakone, sowie knapp 2.900 offizielle Unterstützer, berichtet Schüller. Und auch in anderen Ländern würden sich reformwillige Priester zusammenschließen. "Offensichtlich ist es nicht so leicht, uns in die Ecke von 'Querulanten' und 'Spaltern' zu drängen oder gar schon außerhalb der Gemeinschaft der Kirche zu sehen", lautet sein Schluss daraus.
Schüller erhofft sich nun eine Vernetzung der einzelnen Mitglieder, die bei der Versammlung im Linzer Ursulinenhof ihren Anfang nehmen soll. "Wir werden uns im Dialog und Austausch auch auf der Ebene der Gemeinden zusammenschließen müssen: unsere eigenen mit weiteren interessierten Gemeinden und Pfarrgemeinderäten." Dazu brauche es eine noch bessere Kommunikation sowie eine gut koordinierte Arbeitsteilung. "Und dazu müssen wir uns laufend besser organisieren", so Schüller.
Auch der elfköpfige Vorstand wird bei der Generalversammlung in Linz neu gewählt. Neben Schüller befinden sich in diesem derzeit etwa die bekannten Pfarrer Hans Bensdorp, Substitut in der Erlöserkirche Wien 23, sowie der schon lange als Reformer bekannte Udo Fischer, Pfarrer von Paudorf-Göttweig. Die Generalversammlung ist laut Schüller nicht medienöffentlich, er kündigte aber gegenüber der APA ein Statement nach der Sitzung an.
Zuletzt hatte die Bischofskonferenz ihre Ablehnung der Reformideen der Pfarrerinitiative - darunter die Priesterweihe für Frauen und die Aufhebung des Zwangszölibats - in einem Hirtenwort bekräftigt. Auch zu Sanktionen ist es gekommen: Der einstige Dechant im niederösterreichischen Piesting, Peter Meidinger, durfte sein Amt als Konsequenz seines "Ungehorsams" nicht behalten. (APA, 17.10.2012)
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Schüller und der Pfarrerinitiative weiterhin viel Erfolg!
Die Kirche muss im Geist des Aggiornamento immer weiter entwickelt werden. Denn wenn Stillstand Leiden an der Kirche bewirkt, müssen engagierte Mitglieder zeigen, dass dies nicht im Sinn ihres Gründers sein kann!
Weiter so mit Geduld und Energie, bis endlich auch in den oberen Kirchenetagen begriffen wird, dass das Gesetz nicht so wichtig ist wie die Menschen und es an sie angepasst werden muss!
Ob es wirklich ratsam ist, die Kirche dem jeweiligen Zeitgeist anzupassen, ist die Frage.
Der Zeitgeist in Europa in den 30er und 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts war bspw. der Faschismus, von dem ein Großteil der Menschen überzeugt war, dass er gut und richtig ist.
Auch ein Teil der Priester und Bischöfe hat das geglaubt, was ihnen heute vorgeworfen wird.
Dass der Faschismus mit seinem verachtenden Menschen- und Gesellschaftsbild absolut nicht mit Jesu Gebot der Nächstenliebe in Übereinstimmung zu bringen ist, versteht sich von selbst. Somit kann ich Ihr Argument nicht nachvollziehen.
Unter Aggiornamento - so wie ich die Bemühungen Johannes XXIII. verstanden habe - war die Bestrebung der Kirche gemeint, Fehlentwicklungen weg vom Leben der Menschen zu korrigieren.
Jesu Gebot der Nächstenliebe gehört unter anderen Lebenswirklichkeiten und mit neuen Erkenntnissen immer neu interpretiert, zum Wohl der Menschen, zur Laudatio domini und vielleicht auch zum Ansehen der Kirche.
Die Pfarrerintitiative sieht die Probleme der Gemeinden und gibt darauf Antworten.
Dass die sinnvolle Lösung manchmal den Bruch nicht mehr nachzuvollziehender Regeln nach sich ziehen, warum nicht, wenn damit Ungerechtigkeiten beseitigt werden?
Hier raufen die Dummen mit den Blöden.
Es sind nur Nuancen, die die beiden Kontrahenten unterscheidet.
Beide sind Berufslügner.
Beide sind im System gefangen.
Was sie unterscheidet: Die einen sitzen oben, die anderen unten, und die mucken auf.
Statt dessen sollten letztere einfach adieu sagen und dieser kriminellen Organisation den Rücken kehren.
Es gibt keine Alternative dazu.
wovon Sie sprechen. Sonst könnten Sie nicht so einen Unsinn schreiben.
Können Sie wenigstens einige Lügen der beiden Gruppierungen konkretisieren?
Wen kennen Sie persönlich so gut, dass Sie ihn der Dummheit und der (gemeint wohl geistigen) Blindheit bezichtigen können?
Die Antworten auf die beiden Fragen sollten Ihnen nicht schwer fallen, da es sich doch um lauter Berufslügner, Blinde und Dumme handelt.
Auch wenn ich nicht gläubig bin, hege ich den größten respekt vor der pfarrerinitiative.
Es ist ein positives zeichen, wenn menschen, die sich einst einem kadavergehorsam unterworfen haben, sehen, was in der kirche falsch läuft, zum unterschied von den duckmäusern, die aus opportunistischen gründen im staube vor dem geriatrischen, fanatischen hardliner BENEDIKT XVI kriechen.
bullshit???
das war vor 50 jahren.
inzwischen ist der professor ratzinger zum hardliner einer rückschrittsbewegung geworden, und die hat ihn deshalb auf den papstthron gebracht.
den heutineg ratzinger als konzilsgelehrten zu verkaufen, ist wohl lächerlich.
ist jetzt linz die neue kongressstadt nummer 1 der welt? ja ok, in linz beginnst, aber weltweit tausende priester in linz stelle ich mir lustig vor, aber ja, bin schon gespannt wie sie sich nennen wollen: neue apostolische kirche? ach verdammt, die gibts ja glaub ich schon.
Die Kirche bracht solche Priester, und keine Hosensch....., die vor den vatikanischen Greisen und ihren Spitzeln und Zuträgern auf dem Bauch liegen. Und die mutigen kreuz.netler, die sich womöglich ins Forum einschleichen, können ruhig ihre roten Stricherl verteilen- was kümmert es die Eiche, wenn sich die Sau an ihr reibt.
Gerade an dem Tag, an dem sie arbeiten sollten:
Frühmesse, Familiengottesdienst am späteren Vormittag, Agape im Pfarrcafe, Abendmesse.
Vor den Messen Beichte hören.
Da wird halt wieder ein gschaftelhuberischer Laie Eucharistiefeiern halten müssen, weil die Pfarrer ja soooooo beschäftigt sind.
da dürfen sie schon mal ausbleiben.
sie können das gerne in abrede stellen, aber das ist die wahrheit, von der sich jeder überzeugen kann.
euresgleichen feiert vorwiegend vor ein paar verstreuten 90jährigen, oder hält ein hochamt genanntes liturgisches konzert vor dem versammelten (ex-)adel.
Soviel ich weiß, unterstützt bspw. der Klerus des Wr. Stephansdomes die Pfarrerinitiative nicht.
Trotzdem sind die Gottesdienste gut besucht.
Sonntags gibt's sogar eine Messe in lateinischer Sprache. Horror, oder?
Bei den vom Kardinal zelebrierten Hochämtern ist der Dom bummvoll.
Heutzutage sind die Besucher der Sonntagsmesse auf 25% im Vergleich zur Zeit vor dem Konzil geschrumpft und das obwohl manche Pfarrer statt einer Messfeier panem und circenses anbieten.
Und noch was: Ich bin kein Priester und deshalb feiere ich weder vor 90jährigen, noch halte ich liturgische Konzerte vor Adeligen.
aber dass hw. faber häufiger in der seitenblickegesellschaft als bei der messe anzutreffen ist, stört sie nicht. der wird dort ohnehin nur den christlichen glauben verbreiten, gell.
es ist schwer, was-wäre-wenn-spiele zu machen, aber wenn die katholische kirche das 2. vatikanum nicht gehabt hätte, dann würden sich noch weniger leute in die kirche verirren.
ich hab ja kein problem mit dem lateinischen ritus, solange er eine von mehreren möglichkeiten darstellt, und leute wie sie damit beglückt werden.
Der eitle Adabei-Toni stellt für mich keineswegs das Idealbild eines katholischen Priesters dar.
Er ist ein Schicky-Micky-Mensch, der durch seine Klientel in seiner Position als Dompfarrer zementiert ist.
Selbst wenn Schönborn es wollte, eine Versetzung in eine andere Pfarre wäre unmöglich.
Aber wenigstens ist er kein Spalter, der los von Rom will, um seine eigene Ideologie durchzusetzen.
Der Gehorsam des Klerus gegenüber dem Papst u. den Bischöfen wurde durch das VKII nicht aufgehoben, sondern bestätigt (Lumen Gentium)
Vielleicht sollte Schüller sein Handeln kritisch im Licht der Konzilsdokumente betrachten.
Dann sollte er merken, dass genau das Gegenteil von dem, was er, sich auf das Konzil berufend, fordert, beim VKII beschlossen wurde.
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