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Mann des Spiels mit zwei Assists und einem Treffer: David Alaba.

Treffsicher: Marc Janko mit zwei Toren.

Endlich von der Seuche am Fuß befreit: Martin Harnik.

Vier Tore für ein ÖFB-Halleluja.

Und ein gewaltiger Schub für das Nationalteam-Stimmungsbarometer.
Wien - Die Wahrheit liegt laut Teamchef Marcel Koller auf dem Platz. Es gehe nicht um Worte, das Geschwätz "vom Pflichtsieg" sei belangloses "Blabla". Die österreichische Nationalmannschaft hat am Dienstagabend gesprochen. Kasachstan wurde mit 4:0 aus dem Happel-Stadion geschossen, die WM-Qualifikation macht wieder Sinn.
Koller hatte die Mannschaft an drei Positionen verändert, denn so toll war das 0:0 am vergangenen Freitag in Astana wirklich nicht. György Garics, Julian Baumgartlinger und Andreas Ivanschitz mussten raus, Florian Klein, David Alaba und Marc Janko durften rein. Marco Arnautovic hat die Rotation überstanden, er wechselte an die linke Seite, Martin Harnik stürmte rechts, er überließ Janko die Mitte. Diese Maßnahmen hatten eine gewisse Logik, denn in einem Heimspiel auf Naturrasen gegen Kasachstan darf man durchaus ein bisserl offensiver sein.
Mit der Aufstellung von Alaba sollte auch - das ist aber nur eine inoffizielle Überlegung - das Publikum animiert werden. Denn der 20-Jährige ist quasi der Musikant unter den österreichischen Fußballern, deshalb spielt er ja auch für Bayern München. Dass er seit fast fünf Monaten kein Pflichtspiel bestritten hatte - es lag an einem gebrochenen Mittelfußknochen -, tangierte Koller nicht. "Irgendwann muss er ja Spielpraxis bekommen."
Die 43.000 Zuschauer im Happel-Stadion wurden animiert. Die Österreicher legten los, erarbeiteten Chancen im Dreiminutentakt, die Mauer der Kasachen wirkte leicht bröckelig. Der Ballbesitz lag bei gefühlten 97 Prozent, Janko, Harnik, Arnautovic und noch einmal Harnik trafen nicht ins Tor, wobei ein Treffer diesmal wirklich nur eine Frage der Zeit war. Arnautovic hatte starke Szenen, er kann ja kicken. Alaba musizierte im zentralen Mittelfeld. Kasachstan bewies immerhin, warum es die Nummer 147 der Welt ist. Das war nur ein Art Fußball, offensiv gelang gar nichts, der österreichische Tormann Robert Almer hätte Bücher lesen, telefonieren oder auch schlafen können.
24. Minute: Präzise Flanke von Alaba, Janko köpfelt wuchtig und aus sieben Metern das 1:0. Es war sein zwölftes Tor im Team, er benötigte dazu 30 Einsätze. Alaba vollierte spektakulär an die Stange (28.). Die Leistung passte jedenfalls, zu bekritteln war der fahrlässige Umgang mit den Chancen. Weltklassemannschaften hätten 4:0 geführt, aber zu dieser Spezies zählt Österreich halt nicht. Optimisten sagen: noch nicht.
In der zweiten Halbzeit hat sich wenig geändert. Die Dominanz wuchs weiter, die Kasachen wehrten sich verbissen, Einsatz ist keine Frage der Qualität. Aleksandar Dragovic ersetzte den verletzten Sebastian Prödl (58.). In der 63. Minute wurde die 24. wiederholt: Flanke Alaba, Janko köpfelt nicht ganz so wuchtig das 2:0 und erhöht sein Konto auf 13 Stück. Und dann wurde noch ein kleines Märchen erzählt. Alaba lupfte den Ball zum 3:0 ins Netz (71.). Es war seine Torpremiere im 20. Länderspiel. Er umarmte Vorbereiter Arnautovic, der einen Purzelbaum schlug, und lief zu Koller, um diesen zu herzen. Nach 80 Minuten durften die beiden Torschützen gehen und sich den Sonderapplaus abholen. Harnik erhöhte in der Nachspielzeit nach Vorlage von Arnautovic auf 4:0.
"Danke an an den Teamchef für das Vertrauen. Ich habe versucht, mein Bestes zu geben. Die Mannschaft stand immer hinter mir. Wir haben das Spiel von der ersten bis zur letzten Minute dominiert", kommentierte Alaba bescheiden, wie das seine Art ist. Janko: "Jetzt sind wir wieder in der Spur. David war eindeutig der Mann des Spieles."
2012 tritt das Nationalteam noch einmal auf, am 14. November in Linz gegen die Elfenbeinküste. Die WM-Quali wird im März 2013 fortgesetzt, am 22. daheim gegen die Färöer und am 26. in Dublin gegen Irland. (Christian Hackl, DER STANDARD, 17.10.2012)
WM-Qualifikation, Gruppe C, Dienstag
Österreich - Kasachstan 4:0 (1:0)
Wien,
Ernst-Happel-Stadion, 43.000, SR Jakob Kehlet (DEN)
Tore:
1:0 (24.) Janko
2:0 (63.) Janko
3:0 (71.) Alaba
4:0 (93.) Harnik
Österreich: Almer - Klein, Prödl (59. Dragovic), Pogatetz, Fuchs - Kavlak, Alaba (81. Leitgeb) - Harnik, Junuzovic, Arnautovic - Janko (81. Jantscher)
Kasachstan: Sidelnikow - Nurdauletow, Muchtarow, Dimitrenko (74. Gurman), Kirow - Bogdanow - Konisbajew, Schachmetow (70. Islamchan), Korobkin, Nurgalijew (83. Chairullin) - Gridin
Gelbe Karten: Harnik, Kavlak bzw. Bogdanow
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Das Happel-Stadion wird bei der mehr als vorentscheidenden Partie des Teams am 7. Juni mit knapp 50.000 Menschen gefüllt sein
Das 2:2 in Irland könnte, muss aber nicht Goldes wert gewesen sein. Für Teamchef Koller bleibt der Weg zur WM nach Brasilien "verdammt hart". Die Nation glaubt an ihre Fußballer, am 7. Juni steigt in Wien gegen Schweden das erste Finalspiel
Österreich bleibt nach einem 2:2 gegen Irland im Rennen um die WM 2014. David Alaba gelingt in letzter Minute der Ausgleich für das Team von Marcel Koller, das nur zu Beginn und gegen Ende halbwegs überzeugen kann
Bayern-Legionär sichert mit einem Treffer in der Nachspielzeit das 2:2-Remis in Irland. ÖFB-Team sah trotz 1:0-Führung lange wie der Verlierer aus
Star der Iren ist eindeutig ihr italienischer Trainer Giovanni Trapattoni. Marcel Koller glaubt trotzdem, dass am Dienstag eher die Spieler entscheiden werden. Robbie Keane fällt aus
Die Färöer sind abgeschlossen und das ÖFB-Team blickt am Dienstag in Dublin einer ungleich schwierigeren Aufgabe entgegen. Koller lässt die Stürmerfrage offen
Österreich fertigte die Färöer mit 6:0 ab und hofft weiterhin auf die WM-Teilnahme. Philipp Hosiner erzielte zwei Tore
Auf der Reise nach Brasilien sind die Insulaner kein Stolperstein für das ÖFB-Team - Doppelpack Hosiner
Marcel Kollers Vertrag läuft im November aus, ob er dem ÖFB darüber hinaus erhalten bleibt, hängt in erster Linie von den Ergebnissen ab. Auch eine Rückkehr in den Klubfußball ist für den Schweizer reizvoll
Legionär ortet "Bayern-Mentalität" im ÖFB-Team - Koller und Alaba vor WM-Quali-Duell mit Färöern am Freitag eindeutig zuversichtlich
Die WM-Quali gegen die Färöer rückt näher, am Freitag ist es so weit. Die Vorbereitung des Fußballteams läuft unfallfrei ab. Marko Arnautovic spekuliert mit einem frühen Tor, Andreas Ivanschitz auch. Es zählen der Sieg und der Glaube an Brasilien
Das Nationalteam der Färinger besteht nicht mehr aus Fischern oder Briefträgern. Es handelt sich um richtige Fußballer. Teamchef Lars Olsen kennt das Hauptproblem: "Seit mehr als 20 Jahren verteidigen wir nur"
Das ÖFB-Team weist gegen die Färöer eine ausbaufähige Bilanz auf. Und jetzt kommt auch noch die Zipfelmütze zu Besuch
Das Spiel war schön anzusehen, tat gut. Ein bisserl Sorge macht mir das Gefühl (mehr ist es nicht) der Filigranität. Bälle werden viellcht zu schnell weitergespielt (ich weiß schon daß das Gegenteil früher unser Leiden war). Ein feines Netz dem ein wenig die Durchschlagskraft fehlt und das bei aller guten Optik auch auf Zufallsgelegenheiten setzt.
ein Spiel das man sich gerne ansehen will. vielen dank an das Team.
arnautovic, Alaba und kavlak die Männer des abends (obwohl ich mir baumgartlinger auch sehr gut neben Alaba vorstellen kann). harnik die pferdelunge. danke Marc - du weißt einfach wo des türl steht, völlig egal dass dir beim stoppen der Ball prinzipiell 2 m weg hüpft. prödl hat gestern einen pogerl gemacht, nach 15 Minuten fast krankenhausreif und weiter gespielt. beeindruckend.
Fazit: unglaublicher Druck den aut ausgeübt hat. manchmal etwas zu hektisch im Aufbau. aber ein Spiel dass einem Fußball Freund "stolz" machen kann. jetzt nur noch die restlichen spiele gewinnen und dann endlich Weltmeister werden. oder zumindest Halbfinale und Weltmeister der Herzen werden.
... passt die gefühlte Leistung zum zählbaren Ergebnis, das Potential wird abgerufen und die unbestreitbare "Entwicklung" zahlt sich auch aus. Da verzeihen wir dem Janko, dass er angesichts dessen schon wieder vom Weltmeistertitel träumt (und dem Harnik seine blöde Gelbe und dem Arnautovic seine fehlgeleiteten Geniestreiche und sogar die zwei dadurch umso offensichtlicher verschenkten Punkte in Astana) ...
Wenn das so weitergeht, sind wir damit aber wirklich "wieder auf Schiene", wobei die Aufgabe schwer genug bleibt. Noch sind wir nur Vierter und es könnte gut sein, dass wir das auch im nächsten April noch sind ...
1. Fast keiner erwartet sich, dass sich Österreich garantiert qualifiziert.
2. Koller wurde geholt um einen nachhaltigen Fortschritt aus der Mannschaft zu holen und der Mannschaft eine neue Identität zu verpassen (was er meiner Meinung nach bereits in kurzer Zeit geschafft hat.)
3. Sollte sich Österreich knapp nicht qualifizieren, das spielerische Level aber halten oder noch ausbauen können und die Ergebnisse weiterhin positiv sind ist das kein Weltuntergang - keine Sorge.
4. Der Großteil der Leute ist will vorläufig einfach nur gute Spiele der Mannschaft sehen und eine Qualichance, die so lang als möglich aufrecht bleibt. Sollten sie sich tatsächlich qualifizieren wäre das super, falls nicht schade aber kein Weltuntergang.
weil der Sieg gegen Frankreich rausfällt. ABER in den nächsten Wochen und mOnaten fallen 4 schlechte Resultate nacheinander heraus (niederlagen gegen türkei, schweden, serbien sowie das Remis gegen die Färoer ) raus.
Bis Februar 2013 kann die Mannschaft daher nur zugewinnen.
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