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Damaskus/Baku/Vatikanstadt - Die Aufständischen in Syrien haben sich nach Angaben aus Rebellen-Kreisen auf die Bildung einer gemeinsamen Führung verständigt. Die Einigung sei am Sonntag erzielt worden, sagten zwei Insider am Dienstag. "Das Abkommen steht, sie müssen es nur noch unterzeichnen", sagte einer von ihnen. Die Zahl der Menschenrechtsverletzungen in Syrien hat nach UNO-Angaben in den vergangenen Monaten dramatisch zugenommen.
"Mord, ungerechtfertigte Inhaftierung, sexuelle Gewalt, Gewalt gegen Kinder - die Lage wird immer schlimmer", sagte der brasilianische Diplomat Paulo Pinheiro am Dienstag in New York. Die Kriegsverbrechen würden vor allem durch Regierungstruppen verübt. Es gebe allerdings auch Vergehen der Opposition.
Pinheiro ist Chef einer vierköpfigen Mission, die im Auftrag der Vereinten Nationen Menschenrechtsverletzungen in Syrien dokumentieren soll.
Der von Dutzenden Rebellen - darunter auch Anführern der Freien Syrischen Armee - getroffene Beschluss für eine gemeinsame Führung solle die militärische Zusammenarbeit im Kampf gegen das Regime von Präsident Bashar al-Assad verbessern. Zudem sei eine geeinte Führung von ausländischen Unterstützern als Bedingung für die Lieferung schwerer Waffen genannt worden, sagten die Insider.
Die Aufständischen baten unterdessen auch die internationale Staatengemeinschaft erneut um konkreten Beistand für die Menschen in den von Rebellen kontrollierten Gebieten gebeten. Die Allgemeine Kommission für die Syrische Revolution (SRGC) erklärte am Dienstag, das Assad-Regime lasse die Luftwaffe in den "befreiten Gebieten" Vergeltungsangriffe fliegen. Mit diesen Einsätzen mit Kampfflugzeugen und Hubschraubern wolle man Rache an den Bewohnern dieser Gebiete nehmen. "Die internationale Gemeinschaft trägt die rechtliche und moralische Verantwortung für die weitere Entwicklung in Syrien", hieß es in der Botschaft der SRGC.
Der internationale Syrien-Sondergesandten Lakhdar Brahimi trifft am Mittwoch mit dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil Elaraby (al-Arabi) zusammen. Papst Benedikt XVI. schickt in den kommenden Tagen eine Delegation nach Syrien. "Wir können nicht einfache Zuschauer der Tragödie sein, die sich in Syrien abspielt", erläuterte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone dazu.
Die Türkei und der Iran haben eine engere regionale Zusammenarbeit zur Lösung des Konflikts in Syrien gefordert. Bei einem Treffen des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan mit dem iranischen Staatspräsidenten Mahmoud Ahmadinejad am Dienstag in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku habe es eine Annäherung in der Syrien-Frage gegeben, meldete die Internetausgabe der Zeitung "Hürriyet" unter Berufung auf türkische Regierungskreise. Bisher steht der Iran im Syrien-Konflikt an der Seite der Regierung von Präsident Bashar al-Assad. Die Türkei unterstützt dagegen die Aufständischen.
Am Dienstag wurden nach Angaben von Aktivisten landesweit von den Regierungstruppen 70 Menschen getötet. Wie in Damaskus bekannt wurde, kam der Oppositionelle Maher Abu Majale wieder frei. Der ehemalige Mitarbeiter der Weltbank war in der vergangenen Woche festgenommen worden, als er zu einer Konferenz in Tokio fliegen wollte.
Ein Professor der Universität Damaskus ist in der Haft zu Tode gefoltert worden. Das berichteten syrische Menschenrechtsaktivisten am Dienstag. Mohammed Sakariya al-Nasar unterrichtete an der Fakultät für Bauingenieurwesen. Er war vor einigen Tagen an einer Straßensperre in der Hauptstadt festgenommen worden. Die Aktivisten sehen seinen Tod als Teil einer Kampagne gegen Intellektuelle. Vor etwa zwei Wochen soll der Autor Mohammed Nimr al-Madani an den Folgen der Folter gestorben sein. Madani hatte als Holocaust-Leugner international Schlagzeilen gemacht.
Die Proteste gegen Assad halten seit März 2011 an und haben sich inzwischen zu einem Bürgerkrieg ausgeweitet. Dabei sind schätzungsweise 30.000 Menschen getötet worden. (APA/Reuters, 16.10.2012)
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Die Allgemeine Kommission für die Syrische Revolution (SRGC), die Zeitung "Hürriyet", syrische Menschenrechtsaktivisten, Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London, APA/Reuters...........!
Ich werde ja sogern einseitig angelogen ;-(!
Jetzt habens Russia Today und presstv vergessen.
SANA und das syrische Wahrheitsministerium sind ebenso beleidigt.
Wer hat unlängst behauptet, 95 % der FSA sind ausländische Söldner?
Was wird den Piloten der A. Luftwaffe gesagt?
Sie müssten Söldner aus Libyen, Afghanistan und Tschetschenien bombardieren?
Am Boden schaut die Realität wieder völlig anders aus.
Interview mit einem Piloten über die Lügen des Assad Regimes
http://derstandard.at/plink/135... 2/28507145
Wenn einer ein zwei blaue Augen hat und ängstlich schaut sagt er alles um am Leben zu bleiben.
In Jugoslawien Krieg wurde mit Vorliebe die Uniformen getauscht um die andere Partei schaden zuzufügen. Wer sagt Ihnen dass dieser wirklich ein Pilot ist und nicht einer nur die Uniform eines toten Piloten angezogen hat? Wo ist sein Ausweis? In diesem Propagandakrieg macht jeder der Kriegsparteien alles am die Medien für sich zu gewinnen und somit an Waffen und Geld zu kommen um den Krieg so lange wie möglich führen zu können.
Wer bombardiert ohne Unterlass zwei Stadtviertel in Aleppo? Wer wirft von Hubschraubern Streubomben ab, die noch Jahrzehnte nachher (Blindgänger) gefährlich sind. Vor allem für Zivilisten, Kinder. Wer bombardiert aus Flugzeugen Wohnsiedlungen und exekutiert Zivilisten die der Kooperation mit den Rebellen verdächtigt werden und wirft die Leichen auf die Straße?
Das ist Krieg. Würde bei uns auch nicht anders aussehen oder glauben Sie, das Bundesheer würde Wattebäusche abwerfen ?
1934 gabs sowas ähnliches auch mal in Österreich. Wurde auch mit massiver Gewalt niedergeschlagen.
In Syrien werden die Terroristen aber aus dem Ausland eingeschleust und mit Waffen und Sprengstoff versorgt. Sonst wäre denen schon längst die Munition ausgegangen und es wäre wieder Ruhe in Syrien.
Aja, das sieht man an der totalen Zerstörung und Verwüstung von vielen Stadtvierteln in Homs,
und Zerstörungen anderswo das Krieg ist.
Eine Bürgerkriegspartei, schwerst bewaffnet bis an die Zähne, verwendet das volle Arsenal völlig rücksichtslos,
um an der Macht zu bleiben.
Das ist ein rücksichtsloser Krieg ohne Rücksicht auf Zivilisten, ohne Rücksicht auf die Bevölkerung.
http://www.3sat.de/page/?sou... index.html
"Dennoch sollen laut einer Umfrage der syrienkritischen Qatar-Foundation nach wie vor 50 Prozent der Bevölkerung hinter Assad stehen"
Die Umfrage wurde also Anfang dieses Jahres - mitten im "Bürger"-Krieg von Assads Hauptfeind und Hauptdrahtzieher des Terrors gegen Syrien - Katar - in Auftrag gegeben - und trotzdem kam heraus, daß 50% des Volkes hinter Bashar al Assad steht? - Also, das nenne ich mal aussagekräftig!
Mann kann getrost davon ausgehen, daß die Islamisten der "Freien Syrischen Armee" nur einen Bruchteil des Rückhaltes in der Bevölkerung haben, den Assad hat, ansonsten wäre Assad längst Geschichte und die "FSA" an der Macht. Ist sie aber nicht.
Dass die Mehrheit gegen Assad ist, haben auch andere Poster hier geschrieben.
Sie sollten vielleicht auch einmal die Postings von den anderen hier lesen.
Glauben sie im Ernst, Assad hat die Mehrheit hinter sich?
Naja, da sieht man dass sie hier nur Assad Propaganda verbreiten.
Peter Scholl-Latour: Mit einem gewaltigen Unterschied. Im Gegensatz zu 1982 werden die Aufständischen heute massiv vom Ausland ausgerüstet, per Waffenschmuggel über die Grenzen Syriens. Die "Freiheitskämpfer" Syriens wären schon längst von der Armee Syriens, sowie der Schabiha, also der Alawiten-Miliz, vernichtet worden, gäbe es nicht die Hilfe aus dem Ausland.
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