Zusatztraining für junge Lenker stößt auf Skepsis

16. Oktober 2012, 19:25
  • Seit Einführung des L17 und der Mehrphasenausbildung sind die Unfallzahlen bei jungen Lenkern deutlich zurückgegangen.
    foto: dpa/patrick seeger

    Seit Einführung des L17 und der Mehrphasenausbildung sind die Unfallzahlen bei jungen Lenkern deutlich zurückgegangen.

Seit Start des L17-Führerscheins und der Merphasenausbildung verursachen junge Lenker in Österreich weniger Unfälle

Wien - Junge männliche Autolenker sollen besser geschult werden, meint Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV). Er forderte im Ö1-Gespräch ein Zusatztraining in Sachen Risikokompetenz und eine längere Führerschein-Probezeit. Verkehrspsychologin Marion Seidenberger vom ÖAMTC gab diesbezüglich im STANDARD-Gespräch zu bedenken, dass die Schulungszeit einfach abgesessen werden könne. Praktische Fahrerlebnisse in einer Trainingssituation und das Verhalten Gleichaltriger hätten mehr Effekt.

Idee der geschlechterspezifischen Fahrausbildung

Im Verkehrsministerium gibt man sich bezüglich der Idee einer geschlechterspezifischen Fahrausbildung auch skeptisch; man konzentriere sich bei dem Thema auf die Problemgruppe der jungen Alkolenker, denn die meisten jungen Fahrer, die Unfälle verursachen, seien alkoholisiert. Seit 2010 existiert das Projekt Close to, bei dem junge Alkolenker, die einmal einen Unfall hatten, vor Gruppen junger Leute von ihren Erlebnissen erzählen. Junge Männer setzen sich deutlich öfter betrunken hinters Steuer als junge Frauen: 28 Prozent aller Alkolenker sind Männer im Alter von 17 bis 24 Jahren, nicht einmal drei Prozent Frauen gleichen Alters.

Weniger junge Unfalllenker

Insgesamt sind seit Einführung des L17 und der Mehrphasenausbildung die Unfallzahlen bei jungen Lenkern deutlich zurückgegangen. L17-Fahrer verursachen sogar weniger Unfälle als Lenker, die erst mit 18 Jahren den Führerschein machen. Die Debatte um junge Autofahrer ist nach dem Unfall eines 17-Jährigen am Samstag in Oberösterreich, bei dem drei Menschen starben, entstanden. Der Teenager war nüchtern, er soll am Mittwoch einvernommen werden. (spri, DER STANDARD, 17.10.2012)

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der wirkliche Grund

Der wirkliche Grund für die beängstigenden Todesraten junger männlicher Lenker auf Österreichs Straßen liegt in der Autovernarrtheit der österreichischen Bevölkerung. Ich möchte sie mit der Waffengeilheit in den USA vergleichen. Eine Verpflichtung zu vermehrten Fahrstunden macht die Fahrschulen reicher, bringt aber gar nichts. Viel mehr würden Werbevorschriften für die Medien (so in etwa wie beim Rauchen) etwas brngen. Denn, daß man auf der zweiten Seite die Todesopfer beklagt, in der Mitte des Blattes Autos mit Biss bewirbt, und im dem Sportteil professionelle Raser als Helden der Nation feiert, sagt alles. Im übrigen, in den USA ist trotz äußerst leichter Führerscheinprüfungen die Disziplin im Straßenverkehr ungleich ausgeprägter.

Im übrigen, in den USA ist trotz äußerst leichter Führerscheinprüfungen die Disziplin im Straßenverkehr ungleich ausgeprägter.fahrer-1.2413490

Hat sich in den USA mittlerweile was geändert?

http://www.rp-online.de/auto/news... -1.2413490

"Überrascht zeigten sich die „Forbes“-Journalisten über das Abschneiden der USA auf dem achten Platz mit 163 Toten auf eine Million Autofahrer. Die amerikanischen Gesetze seien zwar strikt, aber die Trinkgewohnheiten der Jugendlichen machten es schwer, die tödlichen Unfälle durch Trunkenheit am Steuer zu reduzieren. "

na da geb ich zu

Na da geb ich zu, daß ich auch äußerst überrascht bin. Meine kurzen Eindrücke als Tourist waren eher die einer peniblen Einhaltung von Gesetzen und Geschwindigkeitsbeschränkungen. Auch im Gespräch mit US Touristen im Europa betonten diese öfters, (ich hatte zu solchen Gesprächen in den frühen 80ger Jahren öfters Gelegenheit)daß sie die mitteleuropäische Fahrweise für gemeingefährlich hielten. Aber wie gesagt, persönliche Eindrücke und Aussagen sind nicht alles. Ich hatte damals wahrscheinlich nur mit braven Mittelklasslern zu tun.

Wie wärs die verpflichtenden Stunden in der Fahrschule wieder anzuheben?

Auf > fünfzig praktische für B, + Fahrsicherheitstraining.
Braucht man erfahrungsgemäß bis so ein Jungmensch halbwegs sicher fährt.
Nur 'wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld' ?
Sollte trotzdem gelöst werden, geht ja nur um Menschenleben ...

Über die Anzahl kann man sicher streiten.

Nur sind die 12, die man jetzt machen muss, einfach zu wenig und helfen eher nur den Fahrschulen sich mit zusätzlichen Fahrstunden etwas dazu zu verdienen.

Die Führerscheine schauen jetzt zwar billig aus (500-600€ je nach Fahrschule bei uns in Graz), kosten schlussendlich dann aber um einiges mehr.

In meinem Bekanntenkreis treten die wenigsten bereits nach 12 Stunden zur Prüfung an.

Korrelation und Kausalität:
http://xkcd.com/552/

Merphasenausbildung

das stimmt aber sicher nicht.

Vielleicht gibt es da einen Zusammenhang:

http://www.offener-brief.at/index.php... d=188#c467

derstandard-standard mittlerweile

ja, das tut weh beim lesen

gell ;-). sah es noch vor meinem geistigen auge, da hab ich aber schon auf posten geklickt.

Lies es halt als Merp-hasen-ausbildung ;-), was immer das für tiere sein mögen :-)

würde die exekutive mehr auf der straße stehen - bzw. an den richtigen stellen - dann würde auch weniger passieren. aber was habe ich erst kürzlich wieder gesehen: polizisten, die all jene strafen, die bei der kreisverkehrausfahrt (kv ohne schutzweg) nicht blinken. da gab es nämlich schon sooo viele tote.

Schon wieder einer

der den Sinn des Blinkgebots bei Ausfahrt aus dem Kreisverkehr nicht kapiert hat, hilft da Strafen auch nicht…?
Aber dann über trödelnde Autofahrer keifen, die nicht in den Kreisverkehr einfahen, weil der Ausfahrende das Verlassen des Kreisverkehrs nicht signalisiert hat…

ich habe sehr wohl die sinnhaftigkeit dahinter verstanden. die frage ich bloß, ob es nicht vielleicht besser wäre, die polizisten zum schutz der bevölkerung anstatt zur aufrechterhaltung des verkehrsflusses einzusetzen. schutz der bevölkerung ist auch, sie vor gefährlichen rasern bzw. vor sich selbst zu schützen.

Gerade aus fahren wird auch nicht signalisiert....

Nur erste Ausfahrt . Rechts blinken, dritte Ausfahrt links blinken (andeuten, dass man länger drin bleiben will) und dann bei der Ausfahrt, die man benutzen will, rechts blinken.

Also wenn jemand nicht blinkt, zeigt er eigentlich an, dass er die zweite Ausfahrt nehmen will....

Aber so vertrottelt viele Österreicher den Kreisverkehr angehen, wart ich sowieso bis es sich für mich ausgeht. Das ist auch für viele dann überraschend, weil sie nicht gedacht hätten, dass sich vor ihnen noch ein Auto ausgeht. Also. Wie mans macht, der gelernte Österreicher regt aich auf alle Fälle über "die dummen anderen" auf....

"so vertrottelt viele Österreicher den Kreisverkehr angehen"
ich zähle hier nur einen.

was bringt es vor dem kreisverkehr zu blinken? dem hinter ihnen ist das völlig egal und der, der im kreisverkehr ist, interessiert sich auch nicht dafür (der hat ja sowieso vorrang).

in einem kreisverkehr gilt die rechtsregel und dadurch hat in einem ungeregeltem kreisverkehr der einfahrende vorrang ;)

zeigens mir einen kreisverkehr in österreich der ungeregelt ist.

habe bis jetzt noch keinen gesehen.

es gibt genau zwei. davon ist mindestens einer in wien.

aber nur weil defacto jeder kreisverkehr geregelt ist, heißt das noch lange nicht, dass man automatisch vorrang hat.

Es gibt im Kreisverkehr kein "geradeausfahren".
Geblinkt wird ausschließlich rechts und zwar bei der Ausfahrt, die man nehmen will. Links blinken im Kreisverkehr ist vollkommen unsinnig und unnötig.

Wobei ich nur eines noch mehr hasse als Kreisverkehrsblinkverweigerer: Das sind die Vollwappler, die glauben, daß man nicht blinken muß, wenn die Vorrangstraße abbiegt.

Wenn die Vorrangstrasse abbiegt, muss man blinken wenn man geradeaus fährt, nicht wenn man auf der Straße bleibt (iirc lautet die Formulierung in der StVO "im Straßenverlauf"), so wie man auch bei Kurven nicht blinkt.

Unsinn. Wann haben Sie die Fahrschule gemacht?
Blinken muss man dann, wenn man die Fahrtrichtung ändert. Das hat mit Vorrangstraße nix zu tun.

Einfaches Beispiel: Sie fahren auf einer Vorrangstraße, die an eine Kreuzung kommt und rechts weitergeht.

Ihnen kommt ein Fahrzeug entgegen, das ebenfalls (links) in die Vorrangstraße einbiegen will.

Sie wollen geradeaus fahren.

Wenn Sie jetzt links blinken (so wie Sie das vorschlagen), meint der Ihnen entgegenkommende, dass Sie links abbiegen wollen und könnte daher losfahren.

Blinken dann, wenn man abbiegt, nicht blinken dann wenn man gerade aus fährt. Ganz einfach.

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