Weniger TV-Gebühr für alle

  • "Objektivität erhöhen", fordert Kratschmar.
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    "Objektivität erhöhen", fordert Kratschmar.

Bürgerlicher Publikumsrat fordert "objektive Kontrolle" - Kratschmar: "Wenn alle zahlen, muss es billiger werden"

Wien - Mit einem "Studientag" des Publikumsrats zur Finanzierung des Gebührenfunks bereitet der ORF Mittwoch langsam das Feld weiter auf für ein neues Gebührenmodell: Eine TV-Abgabe für alle Haushalte, unabhängig vom Empfang. Der bürgerliche Publikumsrat Andreas Kratschmar formuliert dafür ein paar Bedingungen.

Die knackigste und wohl auch populärste Forderung des bürgerlichen Rats auf Anfrage des STANDARD: "Wenn alle zahlen, muss es billiger werden." Eine sogenannte Haushaltsabgabe, wie sie Deutschland mit 2013 einführt und die Schweiz ebenfalls fix vorhat, müsse "jedenfalls niedriger sein als jener Betrag, der derzeit unter dem Titel ORF-Gebühren eingehoben wird".

Rund zwei Drittel für den ORF

Der ORF erhält rund zwei Drittel der bisher von der GIS eingenommenen Beträge. Pro Monat und Haushalt verrechnet die ORF-Gebührentochter zwischen 25,18 Euro in der Steiermark und 17,78 Euro in Vorarlberg und Oberösterreich. Rund ein Drittel der Einnahmen geht an Bund und Länder, die damit etwa Musikschulen oder Altstadterhaltung finanzieren.

Die Zasterfahnder des ORF schaffen schon jetzt mit rund 2,5 Prozent der Haushalte eine der niedrigsten Schwarzseherquoten in Europa.

"Mit einer Haushaltsabgabe für alle müssen die Leistungen des ORF objektiv gemessen werden und wirklich außer Streit stehen", verlangt Kratschmar vor dem Studientag. Denn, so argumentiert der Vertreter der VP-Bildungsakademie: "Die bisherige Public-Value-Prosa in Form wohlwollenden Selbstlobs wird da zu wenig sein. Das hat ja auch die Entscheidung der Komm-Austria gezeigt."

Diese Medienbehörde stellte wie berichtet fest, dass weder ORF 1 noch ORF 2 Vollprogramme mit angemessenen Anteilen von Information, Kultur, Sport und Unterhaltung seien, der ORF verletze hier das Gesetz. Er dürfte dieser Tage gegen die Entscheidung berufen. Ebenso könnten die Privatsender, auf deren Beschwerde hin die Behörde entschied. Die wollen aber nach bisheriger Auskunft nicht berufen.

"Mehr Staatsnähe"

Publikumsrat Kratschmar erwartet von einer Haushaltsabgabe aber auch " mehr Staatsnähe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks". Daher seien " Distanz und Objektivität des ORF mit geeigneten Mitteln zu erhöhen", fordert er grundsätzlich.

Der Spiegel berichtete zuletzt von bisher rund 800 Beschwerden bei den zuständigen Ausschüssen der Landtage gegen die Haushaltsabgabe. In Deutschland sind die Länder für Rundfunk zuständig. (Harald Fidler, DER STANDARD, 17.10.2012)

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Ich will das auch!

Super Idee! Ich bastele mir jetzt ein Blog, verlange dort Geld dafür, dass die Leute draufschauen dürfen und dann verlange ich vom Staat, dass alle Österreicher zahlen müssen. Immerhin könnten sie ja auf meine Seite schauen. Auch die, die keinen Internetanschluss haben, weil die haben vielleicht ein internetfähiges Handy... Und natürlich will ich die Befugnis, das selbst einzutreiben, der Staat soll sich da ja nicht einmischen! *Kopfandiewandschlag*

blendende Idee !

.... aber darauf, dass man durch Einsparungen das Budget sanieren könnte, darauf ist der Herr Wrabetz noch nicht gekommen. ... darüberhinaus meine ich, daß er dringend bezüglich des Bildungsauftrages des ORF zur Verantwortung gezogen werden muß !

DAS WÄRE KEINE GEBÜHR SONDERN EINE STEUER!!!

(naja obdachlose wären ausgenommen);

ist die transmissible spongiforme enzephalopathie (creutzfeldt-jakob-krankheit) am küniglberg ausgebrochen? was sagen dazu die parteien "wir reden nicht über neue steuern" bzw. "...mehr gerechtigkeit". eine mehrwertsteuererhöhung wäre genau das gleiche, aber da lassen sie den hiasl vom küniglberg einen derartigen holler verzapfen; auch wenn das bei staatsdiener so gar nicht im blickfeld liegt, irgend eine leistung sollte einer zahlung schon gegenüber stehen;
zurückpfeifen aber subito!!!!

Warum?

"Pro Monat und Haushalt verrechnet die ORF-Gebührentochter zwischen 25,18 Euro in der Steiermark und 17,78 Euro in Vorarlberg und Oberösterreich."

Warum kostet das nicht überall gleich viel?

In der Steiermark ist das Programm wahrscheinlich viel besser. Das sieht man den Landeshauptmann noch öfter wie er seine Blödheiten ausbreiten darf. Und das kostet dann mehr.

weil die Gsiberger eh kein Hochdeutsch verstehen

Alle Macht den Räten! Publikums- wie Stiftungsräte! Hier eine Adresse von einer unverdächtigen Interessensorganisation-die AG Dok-die Dokumentarfilm und Unabhängigen Produzenten zur Haushaltsabgabe, die Claims abstecken. VOrhersehbares in Worten!!!!

DAs sollte man dem Gesetzgeber mit auf den Weg geben, sondern versickert wieder PROGRAMMgeld irgendwo, auf dem Weg zum Publikum:
http://www.agdok.de/index.php... uage=de_DE

Geh, bitte, schleichts Eich! Ich will mit der Verblödungsmaschinerie nichts zu tun haben und sie schon gar nicht finanzieren. Ich vetrag's einfach nicht mehr. Zuerst hat es mich nur angeödet, jetzt bereitet es mir physische Schmerzen, wenn ich ORF irgendwo mitanhören muss. Und dafür soll ich auch noch was abdrücken?

Die Gebühren sind überverhälntismässig hoch für 2-4 Sender. Hinzu kommen überlange Werbezeiten, der ORF müßte eigentlich in Geld schwimmen. Wie machen das jene die nur von Werbeeinnahmen leben.

Die können keine Parteigünstlinge beschäftigen.

Technologie intelligent nutzen

Es ist ABSOLUT NICHT einzusehen, warum alle Haushalte zum ORF-Konsum zwangsverpflichtet werden sollen. Wir haben einen freien Fernsehmarkt mit privaten Anbietern, ein Gebührenmonopol ist nicht erforderlich.

Für SAT-Empfänger muss man bereits eine ORF-Karte erwerben, um die verschlüsselten ORF-Programme nutzen zu können. Ich schlage vor, auch die terrestrischen ORF-Programme zu verschlüsseln.

Wer den ORF nutzen will, nimmt sich eine Karte und bezahlt Gebühren. Bei den Internet-Angeboten des ORF (deren Nutzen ich bezweifle) wäre auch eine Verschlüsselung mit kostenpflichtigem Token einzurichten.

Im Anschluss soll der ORF so wirtschaften, dass er mit den Gebühren und Werbeeinnahmen auskommt.

nur wissen sie alle

das der orf in dieser form nicht überlebensfähig wäre

Das hat man in Deutschland schon durchjudiziert

Begründung warum ein "opt-in"-System nicht möglich ist: Es würde gegen die Grundversorgungsverpflichtung verstoßen, daher muss man es anbieten und jeder muss zahlen, ob er will oder nicht.

So kann man es sich bequem einrichten.

Grundsätzlich richtig, ein Notfallkanal im TV sowie im Radio mit entsprechenden Infotext könnte dieses Problem aber sehr leicht lösen.

Die Grundversorgungsverpflichtung

hat ein Grundrecht zur Ursache.
Und für dieses soll nach einigen Gierschlünden auch bezahlt werden

Und was machen dann die ganzen Häscher der GIS, Frühpension oder Kugelschreiber spitzen bei der Polizei?

parkpickerl kontrollieren

Die machen dann bei humbug.at den Hauptschulabschluss nach.

.

Irgendwas stimmt nicht mit dem Kettenhund
des ORFs. Der GIS.
Aber viell. liegts ja nur am Datenschutz.

Jedenfalls ein besserer Ansatz als das jetzige GIS-System, oder es könnten z.B. maximal 10-15 Euro monatlich pro Person eingezogen werden, die Lohn- oder Einkommenssteuer zahlt. Dann müsste aber auch klar festgelegt werden, wozu der ORF diese Gelder verwenden darf, jedenfalls NICHT zur Finanzierung dessen, was derzeit großteils auf ORF 1 läuft.

völlig richtig. der großteil der nichtzahler-haushalte sind ohnehin schwarzseher bzw. schwarzhörer. und es ist auch nicht einzusehen, weshalb nur orf- zahler künstlerabgaben zahlen sollen. die gis kann dann auch als sinnlos entfallen.

Nutze keinen ORF!
Fernseher nur für Konsole.
Radio höre ich online und sehr selten, Harvard Radio.
Tatort schaue ich in der ARD Mediathek.
Online-Angebot des ORF habe ich erst einmal benutzt, für den Opernball - das hätte ich mir aber auch sparen können.
Wie komme ich dazu GIS zu zahlen? Gerne zahle ich ein paar Groschen nach für den Opernball, aber GIS? Echt nicht!

Na, z.B. "Tatort schaue ich in der ARD Mediathek". Tatort ist eine Gemeinschaftsproduktion wo der ORF und somit jeder Gebührenzahler mitzahlt.

achso

und weil der orf den tatort mitfinanziert, hat er seinen bildungsauftrag erfüllt - oder wie?

DAnner st, wenn das akzeptiert wird , wie hier vorgeschlagen:http://www.agdok.de/index.php... uage=de_DE

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