Zwei US-Soldaten auf Insel Okinawa festgenommen

Männer sollen Japanerin vergewaltigt haben

Tokio - Auf der japanischen Insel Okinawa sind einem Medienbericht zufolge am Dienstag zwei US-Soldaten unter dem Verdacht der Vergewaltigung festgenommen worden. Die beiden 23-Jährigen würden verdächtigt, in der Nacht zu Dienstag eine Japanerin missbraucht zu haben, berichtete der Rundfunksender NHK. Einer der beiden Soldaten soll laut dem TV-Sender Asahi die Tat zugegeben haben, während der andere sie bestritt. US-Botschafter John Roos sagte volle Zusammenarbeit bei den Ermittlungen zu dem Fall zu.

Der Vorfall könnte den Unmut über die Präsenz der US-Streitkräfte auf Okinawa weiter verschärfen. 1995 hatte die Vergewaltigung einer Zwölfjährigen durch eine Gruppe US-Soldaten zu massiven Protesten auf der Insel geführt. Die US-Regierung hatte daraufhin einer Reduzierung ihrer Streitkräfte auf der Inselkette Okinawa zugestimmt. Allerdings ist bisher keine Einigung für eine Verlegung der Militärbasis Futenma erreicht worden, die bisher mitten in einer Stadt liegt.

Auf Okinawa sind rund die Hälfte der 47.000 US-Soldaten in Japan stationiert. Seit einiger Zeit gibt es auch Proteste gegen die Stationierung von zwölf Osprey Transportflugzeugen auf dem US-Militärflughafen auf Okinawa, da die Maschinen, die wie Hubschrauber starten und wie Flugzeuge fliegen können, als unsicher und unfallträchtig gelten. Beobachtern zufolge sind die Flugzeuge in Wahrheit aber nur ein Vorwand für weitere Proteste gegen die Basis selbst. (APA, 16.10.2012)

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