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Vortragender Knut Sturmhöfel von Novartis.
Damit aus Ideen Unternehmen werden und nicht in der Schublade verstauben, hat man unter anderem den Wettbewerb "Best of Biotech" ins Leben gerufen. Bereits im Februar ist der Bewerb, der heuer zum sechsten Mal stattfindet, angelaufen - morgen, Donnerstag, werden vier Preise von 5000 bis 15.000 Euro vergeben.
"Best of Biotech" richtet sich vor allem an Unternehmensideen im Pharmabereich, doch auch Projekte aus der Biotechnologie, Medizintechnik oder den Ernährungswissenschaften sind dabei vertreten. Insgesamt 26 Projekte aus Österreich, Ungarn, Tschechien, den USA, Deutschland, Finnland und dem Iran stellen sich dem Wettbewerb.
Mit Workshops in Präsentationstechnik, Feedbackgesprächen und internationaler Begutachtung konnten die Teilnehmer ihren jeweils 35-seitigen Businessplan, der die Grundlage der Einreichungen darstellt, verbessern. Derzeit beraten die Juroren, welche der zehn Projekte, die noch im Rennen sind, ausgezeichnet werden.
Erstmals wurde der Wettbewerb von der jetzigen Rektorin der Veterinärmedizinischen Universität, Sonja Hammerschmid, initiiert. In der Langzeitbeobachtung zeigt sich, dass vielen Ideen tatsächlich der Schritt zur Firmengründung gelingt: In den letzten fünf Jahren sind von 211 eingereichten Ideen 41 Firmen gegründet worden, sagt Nina Sallacz-Berger vom Austria Wirtschaftsservice, das für die Organisation des Wettbewerbs zuständig ist.
Finanziert wird "Best of Biotech" vom Wirtschaftsministerium, die Preisgelder sponsern die Pharma-Unternehmen Boehringer Ingelheim, Affiris, das Land Tirol und der Cluster Life Science Austria Vienna.
Im Rahmen der Preisverleihung wird Knut Sturmhöfel, der seit zehn Jahren beim Pharmakonzern Novartis in der Schweiz tätig ist, einen Vortrag halten.
Im Zentrum dabei steht: Wie überzeuge ich einen Geldgeber davon, in meine Idee zu investieren? Der Experte ist für die Kooperationen des Großkonzerns mit anderen Firmen und Partnern verantwortlich.
Pharmafirmen unter Druck
In seiner Keynote wird Sturmhöfel einerseits darauf eingehen, wie sich die Unternehmenslandschaft derzeit im Pharmabereich verändert: Allein ein erfolgreiches Produkt auf den Markt zu bringen reicht nicht mehr für eine Unternehmensgründung.
Denn viele der Krankheiten, die es heute gibt, sind bereits durch Medikamente abgedeckt und die medizinischen Notwendigkeiten für die Gründung neuer Unternehmen werden immer geringer. Daher geraten die Pharmafirmen zunehmend unter Kostendruck. Immer mehr Faktoren sind nun ausschlaggebend dafür, ob sich ein Unternehmen langfristig am Markt halten kann.
Dass sogenannte Single-Product-Companies immer häufiger verschwinden und sich größere, integrierte Firmen durchsetzen, erschwert die Startbedingungen für Neugründer, wie die Teilnehmer des "Best of Biotech" -Wettbewerbs.
Wie man sich dennoch durchsetzen kann, will Sturmhöfel mit persönlichen Ratschlägen ausführen - indem Nischen besetzt oder Kooperationen eingegangen werden: Statt Konkurrenz zwischen einzelnen Firmen, müssen Forschung und Entwicklung vernetzter gedacht werden - über Konzerne und Universitäten hinweg. (Tanja Traxler/DER STANDARD, 17. 10. 2012)
Die Preisverleihung findet am 18. 10 ab 17.30 Uhr im Palais Ferstel, Strauchgasse 4, 1010 Wien, statt. Anmeldung unter: bob@bestofbiotech.at
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