Burmesischer Präsident Thein Sein bleibt Chef von Regierungspartei

16. Oktober 2012, 15:43
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Überraschend wiedergewählt - Dürfte als Staatsoberhaupt Parteiamt laut Verfassung eigentlich nicht mehr ausüben

Naypyidaw  - Der reformorientierte, burmesische Staatspräsident Thein Sein bleibt entgegen allen Erwartungen Vorsitzender der Regierungspartei. Er wurde am Dienstag beim ersten Parteitag der USDP, die aus einer Massenorganisation des Militärs hervorging, überraschend wiedergewählt.
Beobachter hatten erwartet, dass der 67-jährige frühere Junta-General von seinem Stellvertreter Shwe Mann abgelöst wird. Dem Parlamentspräsidenten Shwe Mann werden Ambitionen auf das Präsidentenamt bei den Wahlen 2015 nachgesagt.

Die etwa 1.500 Delegierten auf dem USDP-Parteikongress in Naypyidaw bestätigten Thein Sein und Shwe Mann in ihren Ämtern. Laut Verfassung dürfte der Präsident das Amt des Parteichefs nicht mehr ausüben. (APA/dpa, 16.10.2012)

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