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Linz - Fortpflanzung und Genetik sind das Thema der Ausstellung "Weiße Mäuse und Mendels Erbsen" im Linzer Schlossmuseum, die sich dem Ganzen von der historischen Seite nähert, aber auch auf aktuelle Ethik-Diskussionen eingeht. In den vergangenen 200 Jahren bemühten sich zahlreiche Forscher, dem Wesen von Fortpflanzung und Vererbung auf die Spur zu kommen. Gregor Mendel beispielsweise machte im Klostergarten u.a. Kreuzungsversuche mit verschiedenfarbigen Erbsen und formulierte aus den Ergebnissen die "Mendelschen Gesetze". Anhand der Fruchtfliege wiederum erkannte Thomas Morgan, wie Chromosomen Erbinformationen tragen.
Die Acker-Schmalwand, ein ansonsten eher unscheinbares Exemplar aus der Gattung der Schaumkressen, ist die erste Pflanze, deren Genom vollständig kartiert wurde. Auch der winzige Zebrafisch Danio rerio lieferte mit seinen vollkommen durchsichtigen Eiern und Embryos tiefe Einblicke in die Entwicklung eines Lebewesens. Die Entschlüsselung der DNA schuldet die Welt dem Nobelpreisträger James Watson, Francis Crick - und einem nahezu unsichtbaren Virus.
Heute sind viele Rätsel gelöst, viele nach wie vor ungelöst, aber jedenfalls haben die Forschungsergebnisse neue ethische Probleme aus dem Bereich der Gentechnik aufgeworfen. Eine Verkörperung des Dilemmas zwischen Können und Dürfen ist die "OncoMouse", die eigens dafür geschaffen wurde, Krebs zu entwickeln und medizinische Erkenntnisse zu liefern.
Basis der Ausstellung bildet das Buch "A Guinea Pig's History of Biology" von Jim Endersby, das nun flankierend zur Schau auf Deutsch unter dem gleichnamigen Titel "Weiße Mäuse und Mendels Erbsen" erscheint. Wer sich selbst als Forscher betätigen will, kann neben dem Gang ins Museum in einem voll ausgestatteten zell- und molekularbiologischen Labor "hands on"-Kurse besuchen. (APA/red, derStandard.at, 21. 10. 2012)
"Weiße Mäuse und Mendels Erbsen" von 17. Oktober bis 17. März im Linzer Schlossmuseum. Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr 9 bis 18 Uhr, Do 9 bis 21 Uhr, Sa, So, Feiertag 10 bis 17 Uhr, Montag geschlossen.
Begleitend erscheint das Buch "Weiße Mäuse und Mendels Erben - Tiere und Pflanzen, die unser Weltbild veränderten" von Jim Endersby, Kehrwasserverlag, 578 Seiten, 19,95 Euro.
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wäre eigentlich eine gute idee alle 5 jahre einmal eine ausstellung zu machen, was österreich in der wissenschaft weiter gebracht hat, es sind ja schließlich öffentliche gelder und die leute hätten eigentlich ein recht zu erfahren was dabei rauskommt
Sollten die Evolutionsskeptiker mal lesen, zumal es im christlichen Kontex geschrieben ist - Petrus lässt im Himmel die Evolutionsforscher in Vorträgen ihre Forschungsfortschritte erläutern:
http://www.amazon.de/Darwin-Me... 50&sr=8-12
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