Rauchen im Auto erhöht Feinstaubbelastung

  • Im Schnitt lag die Feinstaubpartikelbelastung bei Fahrten, bei denen 
geraucht wurde, bei 85 Mikrogramm pro Kubikmeter. Die WHO legt den 
Grenzwert für die Belastung in Räumen auf 25 Mikrogramm fest.
    foto: apa/dpa/marcus führer

    Im Schnitt lag die Feinstaubpartikelbelastung bei Fahrten, bei denen geraucht wurde, bei 85 Mikrogramm pro Kubikmeter. Die WHO legt den Grenzwert für die Belastung in Räumen auf 25 Mikrogramm fest.

Laut einer aktuellen Studie überschreiten die Werte die WHO-Vorgaben - Besonders Kinder würden unter der Belastung leiden, warnen die Forscher

Wer im Auto raucht, setzt seine Mitfahrer einer Belastung mit gefährlichen Feinstaubpartikeln aus, die die Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) um das mehr als Dreifache übersteigen.

Zu diesem Schluss kommen britische Wissenschafter in einer am Dienstag in der Fachzeitschrift "Tobacco Control" veröffentlichten Studie. Feinstaubpartikel können tief in die Lunge eindringen, sie erhöhen das Risiko von Herz-Lungen-Krankheiten und gelten als krebserregend.

Die Forscher um Sean Semple von der Universität im schottischen Aberdeen maßen die Feinstaubpartikelbelastung bei 83 Autofahrten von 17 Versuchsteilnehmern. Bei 49 der Fahrten wurde geraucht.

Im Schnitt lag die Feinstaubpartikelbelastung bei den Fahrten, bei denen geraucht wurde, bei 85 Mikrogramm pro Kubikmeter - die WHO legt den Grenzwert für die Belastung in Räumen auf 25 Mikrogramm fest. Bei den Fahrten, bei denen nicht geraucht wurde, lag die Belastung bei lediglich 7,4 Mikrogramm. Bei einer Fahrt wurde zwischenzeitlich sogar eine Konzentration von 880 Mikrogramm gemessen.

Besonders Kinder würden unter der Belastung leiden, warnen die Forscher. Sie atmen schneller und haben ein weniger entwickeltes Immunsystem. Mehrere Staaten wie Kanada, Australien und Südafrika haben das Rauchen im Auto bereits verboten, wenn Kinder im Fahrzeug sitzen. (APA, 16.10.2012)

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