"Project Eternity": Fans finanzieren Rollenspiel mit 4 Millionen Dollar

Bislang erfolgreichste Videospielkampagne bei Kickstarter

Update: Obsidians kommendes Rollenspiel "Project Eternity" ist zum Ende der Crowdsourcing-Kampagne das bislang erfolgreichste Videospielprojekt auf Kickstarter. Der spirituelle Nachfolger von Klassikern wie "Planescape: Torment", "Baldur's Gate" und "Icewind Dale" konnte über 3,98 Millionen US-Dollar von Fans und privaten Unterstützern sammeln. Der bisherige Sammelkönig, Tim Schafers Double Fine Adventure, brachte es auf knapp über 3,3 Millionen Dollar. Brian Fargos "Wasteland 2" sammelte 2,9 Millionen Dollar.

Erbe angetreten

Mit "Project Eternity" soll die "Magie, Vorstellungskraft, Tiefe und Nostalgie" klassischer RPGs eingefangen werden. Nicht zuletzt arbeiten bei Obsidian zahlreiche Designer vergangener Genre-Hits. Von "Baldur's Gate" wird etwa der Fokus auf den Helden und dessen Begleiter genommen, die intensiven Kämpfe und Dungeons borgt man sich von "Icewind Dale" und verpackt alles in die emotionale, erwachsene Erzählweise von "Planescape: Torment".

So wird auch das Kampfsystem verschiedene Ansätze vereinen. Auseinandersetzung sind prinzipiell dynamisch, eine Pause-Funktion erlaubt allerdings auch taktisches Vorgehen - ähnlich, wie man es von Games wie "Fallout 3" kennt. Der Protagonist ist frei wählbar, Begleiter sammelt man im Laufe der Kampagne auf. Sofern die Nachfrage gegeben ist, sollen diese Charaktere später ihre eigenen Abenteuer erhalten.

DRM-frei

"Project Eternity" wird für Windows, Mac und Linux umgesetzt. Kickstarter-Unterstützer dürfen sich zudem aussuchen, ob sie das Spiel über Steam oder kopierschutzfrei über GoG.com beziehen wollen. (zw, derStandard.at, 16.10.2012)

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Über paypal ist da noch einmal eine ordentliche Summe dazu gekommen.

$3,986,929 wurde jetzt gefunded.

wär spannend ob jetz die 13.000$ über paypal eingetrudelt sind und inoffiziell das 4Mio Stretch Goal erreicht wurde.

Wenn die diversen Kickstarter-Kommentare stimmen, sind es insgesamt um die 4.1 Mio.

kann ich bestätigen. hab gestern bei eurogamer gelesen, mit paypal (knapp über 100.000 euro) ist die 4 mio-grenze überschritten worden.
alle vorgaben wurden erreicht. der superdungeon soll 13 stockwerke tief werden und eine 2. stadt wird kommen ...

eurogamer: "Während man gestern morgen noch bei knapp 3,4 Millionen Dollar stand, endete die Finanzierung auf Kickstarter nun bei 3.986.929 Dollar von 73.986 Unterstützern.
Hinzu kommt noch das Geld, das über PayPal investiert wurde. Rund eine Stunde vor dem Ende kam man hier auf 140.099 Dollar, insgesamt hat man also die Marke von 4 Millionen Dollar geknackt.
Damit ist auch das Bonusziel für eben jene 4 Millionen erreicht. Mit dem zusätzlichen Geld - "jeder Dollar zwischen 3,5 und 4 Millionen" - will man das gesamte Spiel verbessern, den Soundtrack etwa live einspielen lassen oder einen Ingame-Kommentar der Entwickler hinzufügen. "Außerdem wird Chris Avellone bei 4 Millionen Dollar dazu gezwungen sein, Arcanum zu spielen."

ich mach auch ein cooles fantasy spiel ich schwör ihr müssts mir nur geld überweisen! wirklich!

schon, lassen sie ihre fantasie spielen mit mir? gegen bezahlung?

Baldurs Gate

Das Kampfsystem hab ich nie so verstanden/gemocht, hab mich bis zum Endgegner durchgekämpft, aber hatte gegen den keine Chance. Die Landschaften waren hübsch, aber die ganze Story hat mich nicht so mitgerissen. Fantasy ist halt, naja..

Das beste RPG ist für mich noch immer Fallout 2. Hoffe es wird durch Wasteland 2 abgelöst :p

hihi, den entgegnerfight in baldurs gate werd ich nie vergessen

ich hatte einen zauberstab mit "kreaturen herbeirufen" den ich bis dahin nie verwendet hatte

den hab ich ausgenutzt bis fast der ganze bidlschirm um den endgegner herum mit kreaturen ausgefüllt war, die inneren gerieten dauernd in panik weil sie niedergemetzelt wurden, konnten aber nicht abhauen weil aussen rum noch so viele viecher waren

währenddessen haben meine fernkämpfer den typen erledigt... hihi

ich mag übrigens das kampfsystem von baldurs gate, echtzeit mit pause ist ideal für solche spiele

ich mag übrigens das kampfsystem von baldurs gate, echtzeit mit pause ist ideal für solche spiele

Gab es ja schon damals für die Might and Magic Reihe ;-)

Might and Magic - typisches beispiel, dass Echtzeit das Kampfniveau senkt

Also ich weiß ja nicht, was du mit "damals" meinst.

M&M 5 war noch ein ganz klassisches rundenbasiertes spiel. Die Kämpfe mussten gut koordiniert werden.

Bei M&M 6 is man dann halt einfach immer von den Gegnern davongelaufen wenns brenzlig wurde. deren AI war so schwach, dass man sie dann halt ausgetrickst hat. ansonsten wars halt großteils eine haudrauf geschichte, fordernd war es nicht durch die spielmechanik, sondern höchstens deshalb, weil immer stärkere gegner und immer mehr gegner auf einen einstürzten. klüger oder sonstwas sind die nicht geworden. immer schnurgerade drauf auf die eigne Party

??

Ich meine Might and Magic und nicht Heros of Might and Magic!

In Echtzeit war man dort mit seiner "Party" unterwegs, und konnte mit der Space-Taste bei Kämpfen auf "Rundenmodus" umstellen. Dann konnte man gezielter die näher kommenden Gegner plätten.

rundenbasiert ist für meinen geschmack noch immer am besten

ich meine ich mag ja auch shooter, und die können mitunter auch taktisch fordernd sein. Aber bei der Übertragung auf Rollenspiele leidet der Taktikaspekt meistens sehr stark und das Kampfniveau bewegt sich auf der Ebene simpler shooter. Hack n´ Slay wie das Baldurs Gate etwas war, fand ich auch nicht toll.

Zugegeben, viele Rollenspiele mit rundenbasierten Kämpfen sind jetzt auch nicht so taktisch fordernd (wobei es ja auch nicht zu schwer werden sollte), aber an Beispielen wie der XCom Serie oder Jagged Alliance usw.usf. sieht man, dass es möglich ist.

Ich bin schon gespannt auf Wasteland 2, da sollen die rundenbasierten Kämpfe beschleunigt werden (die Gegner ziehen "gleichzeitig")

Zugegeben, viele Rollenspiele mit rundenbasierten Kämpfen sind jetzt auch nicht so taktisch fordernd

Ich sage nur: Das Schwarze Auge ;-)

3.5 Millionen Dollar!

Das letzte geplante Stretch Goal wurde erreicht.

big big city! jawoll!

Spiele kosten in der Entwicklung ganz schön viel Geld

Aber echt Wahnsinn, dass die Fans dies mitfinanzieren - da hab ich grad vorhin Gespräche über Schwarzkopien usw gehabt ... vom einem Extremen ins andere Extreme also.

Wäre echt sehr asozial, wenn man dieses Spiel dann auch per Schwarzkopie zocken würde ...

asoziale schwarzkopien

nicht falsch verstehen - habs selbst auch gefundet, aber ich fänd das grundsätzlich garnicht so schlimm, sowas schwarzkopiert zu spielen, denn das projekt ist schließlich bereits jetzt ausfinanziert. alles was noch hinzukommt ist ein bonus.
und wenn man software drm-frei rausbringt ist man sich dieser tatsache sicher bewusst.

sorry, aber das ist asozial. Ich war im Waldviertel und dort hat ein Künslter Figuren aus Metall und Müll auf einem Feld aufgestellt. Wir haben uns die alle angesehen und dann sahen wir den Künstler, wie er gerade neue Figuren aufstellte. Ich ging zu ihm und wollte ihm 5 Euro als "Spende" geben - da mir die Figuren gut gefallen haben. Ihm war dies total peinlich und er wollte es nicht annehmen. Gut es ist sein Hobby ... vielleicht hat er auch genug Geld ... aber ich finde, wenn mir Jemand etwas bietet oder eine Leistung erbringt, sollte man ihm dafür eine Gegenleistung erbringen.

Die Entwickler und Programmierer hier machen offenbar ein tolles Spiel - wäre doch schlimm, wenn ich denen dafür keinen Tribut zolle.

interessant find ich, dass die unterstützer im schnitt nicht mehr gezahlt haben, als wenn sie das spiel nach erscheinen gekauft hätten - so um die $ 50,-

wenn also 60.000 vollpreiszahler reichen um ein spiel eines mittleren studios zu finanzieren, dann kann man sich milchmädchenhaft ausmalen, was den grossen bei ihren klon-spielen überbleibt, wenn sie eine million stück und mehr verkaufen...

Bei den "großen" muss aber das komplette Management + Aufsichtsrat ja mal großzügig belohnt werden und dann schaut unterm Strich nicht mehr soviel raus..

Außerdem subventionieren sie ja (manchmal) andere Spiele..

Naja wenn man da an Blockbuster wie Mass Effect oder Halo (udgl.) denkt, da steckt schon wesentlich mehr dahinter. Aufwändige Videos, gute Sprecher, Synchro, kinoreifer Soundtrack und natürlich Werbung ... vielleicht auch das eine oder andere Testmagazin schmieren hehehehe (okay das war böse) und nicht zu vergessen die unzähligen Manager, welche auch alle ihren dicken Bonus haben wollen. Ein teurer Premium-Wagen zahlt sich nicht von alleine.

Große Teile des Budgets gehen in so Sachen wie aufwändige Zwischensequenzen, Sprachaufnahmen, Werbung.

Behauptete zumindest Brian Fargo von Wasteland 2. All das wird es wohl auch hier nicht geben.

Braucht man aber auch nicht wirklich..

Und Management..

Was wäre daran jetzt asozialer als sonst?

Weil's die Fans mitfinanziert haben? Die haben das Geld ja quasi nur "vorgeschossen", die bekommen ja auch das Spiel (und evt. Goodies) dafür.

Im Normalfall zahlt man das Geld halt nachher über den Kaufpreis. Was ist also jetzt moralisch verwerflicher daran, gerade dieses Spiel zu kopieren?

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