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Mary und Michl: Claudia Kottal und Nicholas Ofczarek.
Wien - Die Sommerpause hat den drei Hofnarren der Republik, untergebracht in der Staatskünstlervilla, gut getan: Thomas Maurer, Robert Palfrader und Florian Scheuba unterzogen ihre erfolgreiche ORF-Kabarettserie einem sanften, aber wirkungsvollen Relaunch. Unter dem Titel Wir Staatskünstler 2.0 - Das Update erlebte die erste Folge der neuen Staffel am Sonntag ihre bejubelte Premiere im Rabenhoftheater.
Neu sind u. a. die äußerst bissigen Rubriken "Frankie goes to Ballhausplatz" (Stronach erklärt sein krudes Weltbild) und "Staatskünstler unterwegs": In Kärnten verteilten sie im Rahmen ihrer Anti-Schutzgeld-Aktion an Geschäftsleute Pickerln mit dem Satz "Diese Firma ist so frei und zahlt kein Geld an die Partei". Zudem haben sie Erschreckendes über den grassierenden Morbus Scheuch in Erfahrung gebracht.
Das "Dokument der Woche" ist diesmal ein selbstgefertigtes: Eine Vorladung Werner Faymanns zu den Staatskünstlern. Denn der U-Ausschuss soll reinkarnieren dürfen. Man will u. a. klären, was Faymann in den Jahren seines angeblichen Jusstudiums wirklich gemacht hat. Um dem Kanzler die Angst zu nehmen, betonen die Staatskünstler, dass eine Lücke in der Bio keine Schande sei. Siehe Jesus. Zudem sei Faymanns Speisungswunder bereits legendär: Er speiste befreundete Medien mit Inseraten - und musste dabei nicht ins eigene Sackl greifen.
Niko Pelinka ist in der Versenkung verschwunden. Daher gibt es nun die Rubrik "Liebes-g'schichten und Alltagssachen", in der Claudia Kottal und Nicholas Ofczarek außergewöhnliche Lebensgemeinschaften vorstellen. In der Ehe mit dem Michi (Häupl) hat die Mary (Vassilakou) rein gar nichts zu lachen. Wir hingegen umso mehr. Große Klasse! (Thomas Trenkler, DER STANDARD, 16.10.2012)
Hinweis
TV-Aufzeichnung im Rabenhof am 16. Oktober, Ausstrahlung im ORF am 23. Oktober
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Politische Satire kann ja so großartig sein, auch das Konzept klang und klingt auf dem Papier gut und ich möchte ja so gern glauben, dass das "2.0" ein Hinweis darauf ist, dass diese Serie mit der neuen Staffel endlich vom Fleck kommt. Aber mir fehlt der Glaube dazu, viel zu seicht und viel zu unlustig war das Gebotene bisher...
Es sei mir also hoffentlich verziehen, dass ich das "Große Klasse!" am Ende dieses Artikels vorausschauend mal einfach als große Übertreibung bezeichne.
Ich finde den Humor in der Serie einfach seicht und vorhersehbar. mit meiner politischen Gesinnung hat das nichts zu tun und ich versteh auch nicht, welche Relevanz diese hier haben soll !?
Ebenso versteh ich nicht, warum ich hier unbedingt meine bevorzugten Humor ausbreiten muss, das hat ebenso null Relevanz für die Beurteilung dieser Serie. damit aber endlich eine Ruhe ist: Hader ist einer meiner Favoriten.
Ah ja, natürlich, Hader ist auch mein Favorit. Trotzdem genieße ich die Staatskünstler auch, vielleicht auch gerade weil diese doch eher auf der sehr zynischen Seite sind. Es ist anders als Hader, seichter find ich es nicht (wobei diese natürlich eher "aufgelegteren" Humor haben - was kein Wunder ist bei unserer Politik).
Sagten die Staatskünstler in ihrem vorigen Programm ja selbst dass die Realität das Kabarett manchmal überholt.
wie schon gesagt, das Konzept selbst (von Politikern "aufgelegeter" Humor) finde ich ja auch nicht schlecht. es wird in dieser Serie für meine Begriffe einfach viel zu wenig daraus gemacht - noch dazu, wenn man bedenkt, dass hier gleich drei erfolgreiche Kabarettisten beteiligt sind, von denen mindestens zwei an sich sehr intelligente Leute sind...
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