YouPorn-Betreiber: "So viel Angebote zum Geldausgeben wie möglich"

  • "Pornokönig" Fabian Thylmann, Chef von Manwin zu dem auch YouPorn gehört, gab der FTD erstmals ein Interview. 
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    "Pornokönig" Fabian Thylmann, Chef von Manwin zu dem auch YouPorn gehört, gab der FTD erstmals ein Interview. 

Fabian Thylmann will Geschäft mit Sexvideos massentauglich machen und gibt FTD erstes Interview

Fabian Thylmann betreibt mit Manwin das weltweit größte Erotikunternehmen. Zum Angebot gehörten Seiten wie YouPorn, die zu den Top Ten der weltweit größten Websites zählt. Der Financial Times Deutschland (FTD) hat Thylmann nun sein erstes Interview gegeben und einen Blick hinter die Kulissen des Geschäfts mit Online-Pornografie gegeben.

Angebot zum "Geldausgeben"

Das 2007 gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit rund 1.000 Mitarbeiter. Mit etwa einem Dutzend Webangeboten kann Manwin einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag umsetzen. Die Einnahmen stammen von Werbung und kostenpflichtigen Abos. Für die Premiumzugänge zahle etwa jeder tausendste Besucher. "Unser Ziel ist letztlich banal: den Leuten so viel Angebote zum Geldausgeben zu machen wie möglich", sagt "Pornokönig" Thylmann der Zeitung.

Expansionskurs

Erst vor wenigen Monaten hat das Unternehmen die Seite YouPorn übernommen. Vor etwa einem Jahr kamen die TV-Sender und der Webauftritt des US-amerikanischen Playboy hinzu. In Kürze will das Unternehmen zudem Spiele und Apps für Tablets und Smartphones anbieten. Der Expansionskurs soll noch im nächsten Jahr mit einigen Übernahmen weitergeführt werden.

Gegen Berichterstattung

Das Geschäft mit Sexvideos soll offenbar aus der Schmuddelecke geholt und für die breite Masse mit weniger expliziten Inhalten aufbereitet werden. Negative Berichterstattung scheint dabei unerwünscht, wie der Branchendienst Meedia berichtet. So ging Manwin gegen einen Artikel der "Welt am Sonntag" vor, die dem Unternehmen Steuerbetrug vorwarf. Beim Landgericht Düsseldorf seien 18 von 50 abgemahnten Punkten stattgegeben worden, der Artikel ist online nicht mehr aufrufbar. Allerdings habe die Anhörung ohne die Redaktion stattgefunden. Die Zeitung habe Einspruch gegen die Verfügung eingelegt. (red, derStandard.at, 16.10.2012)

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