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Bei der pathologischen Untersuchung des Luchsweibchens (im Archivbild rechts) wurde ein Projektil gefunden.
Leoben - Jener Luchs, der am vergangenen Wochenende tot am Gleiskörper der Südbahn bei Mautern (Bezirk Leoben) gefunden wurde, ist durch eine Kugel aus einer Schusswaffe ums Leben gekommen. Wie der Tierpark Mautern am Mittwoch mitteilte wurde, ist bei der pathologischen Untersuchung ein Projektil gefunden worden. Offenbar hatte der Schütze einen Bahnunfall vortäuschen wollen.
Das achtjährige Luchsweibchen Hera war im März ausgebüxt, nachdem eine Lawine das Gehege beschädigt hatte. "Wir hatten immer Kontakt zum Tier. Jetzt im Herbst beginnt die Ranzzeit, außerdem wäre das Futter in freier Wildbahn knapp geworden, weshalb Hera vermutlich von alleine zurückgekommen wäre", erklärte Reinhard Pichler, zoologischer Leiter des Wildparks.
Geschäftsführerin Doris Wolkner-Steinberger hat inzwischen Anzeige gegen Unbekannt erstattet. "Für uns ist das ein großer Verlust, wir hatten mit Hera und George ein harmonisches Pärchen und eigentlich auch im Frühjahr mit Nachwuchs gerechnet, weshalb wird das Gehege schon entsprechend umgebaut haben." Laut Pichler handelt es sich bei dem sichergestellten Projektil um ein Halbmantelgeschoß aus Kupfer, Kaliber rund 7 mm, das auch bei der Jagd verwendet wird. Seitens der Jägerschaft Liesingtal wurde eine Prämie zur Klärung ausgesetzt.
Für den Zoologen gibt es aber auch einen positiven Nebenaspekt: Die "ungeplante Auswilderung" habe gezeigt, dass Luchse "es schaffen, ohne den Menschen zu stören." (APA, 17.10.2012)
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http://www.focus.de/panorama/... 30344.html
Im Ernst: Zu viele A...löcher auf dieser Welt. Am Rand des Nationalparks Bayerischer Wald hat dieses Jahr so ein Unmensch einen Luchs durch Giftköder getötet. Wurde leider nicht erwischt!
ich lebe derzeit in colorado, und hier ist die einstellung zu wildtieren komplett anders. natürlich ist das land viel größer und viel weniger dicht besiedelt als österreich und bietet deshalb wesentlich besseren lebensraum für wildtiere.
es kommt aber trotzdem sehr oft vor, dass pumas und schwarzbaeren in dörfern und kleineren städten auftauchen, die (objektiv wesentlich gefährlicheren) elche sowieso. dies wird von den menschen jedoch nicht als bedrohung aufgefasst, sondern als bereicherung des alltagslebens (eben auch, weil wenig passiert). mann kann viel über die usa sagen, aber die regularisierungs- und normierungswut ist hier doch nicht so ausgeprägt, dass man alles abknallt was man nicht aus dem eigenen schrebergarten kennt.
Der Luchs würde sich nicht überall ansiedeln. Berücksichtigt man die Nachkommen die das Weibchen füttert und die Männchen deren Territorien sich mit jenen von Weibchen oft überschneiden, dann würden die Luchse dort wo sie sich wirklich niederlassen würden, ca. 2 Rehe pro Jahr pro Eigenjagdgröße reißen. Das wären in sehr vielen Revieren 1/3 der heutigen Rehabschüsse. Blieben 2/3 für die Jäger übrig.
wahrscheinlich deshalb, weil in der "normalen" bevölkerung schusswaffen eher selten sind ... abgesehen davon, dass diese noch seltener mitgeführt werden.
eine ausnehme könnte hier ein wilderer darstellen ... aber in diesem fall wirds wohl zu mutmaßlichen 90% ein jäger gewesen sein!
(hab absolut nichts gegen jäger!)
Die Arbeit der Jäger ist unverzichtbar. Klar wäre eine Kontrolle des Wildbestands nicht nötig wenn man in der Vergangenheit nicht alle Bären, Wölfe und Luchse abgeknallt hätte, aber das ist so schnell nicht zu ändern.
Manch einer findet es abartig ein im Wald geschossenes Bambi zu essen, und beißt lieber genüsslich in das Schnitzel einer KZ-Sau. Artgerechtere Haltung als jene von Wild gibt es nicht.
Jägern macht ihre Arbeit nicht nur Spass (viele können das von ihrem Job nicht behaupten) sie tun es auch noch kostenlos. Eine perfekte Sache, wenn es manche nicht übertreiben würden. Und von denen gibt es leider genug. Soll man nun alle Jäger hassen, weil sie eine in unseren Augen grausame Tätigkeit verrichten und es schwarze Schafe gibt?
Im Kanton Genf ist privates Jagen seit 1974 verboten. Es gibt aber staatliche Wildhüter die bestimmte Aufgaben erledigen.
Damals gab's die gleiche Argumente, "Ohne Jäger...". Genau das Gegenteil war der Fall, viele Bestände (wie z.B. Feldhasen) haben sich bestens erholt.
Aktuelle Zählungen zeigen sogar, dass zur Jagzeit Tiere aus Frankreich und benachbarten Kantonen dorthin sogar auf Urlaub wandern. Danach gehen's dann aber auch wieder zurück....
Wenn man weniger Wild will, dann darf man es z.B. im Winter nicht füttern. Klar muss man etwas eingreifen, aber der Umfang des Eingriffes könnte viel geringer sein (siehe z.B. Nationalpark Kalkalpen).
Tatsache ist, dass die Jagd in der heutigen Form primär Geschäftemacherei und nur zu sehr geringem Teil Hege ist.
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