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Havanna/Puebla - Die Sensation kam per Parteiblatt: "Kuba aktualisiert seine Migrationspolitik." Damit verkündete Granma am Dienstag nichts weniger als die Reisefreiheit. Ab dem 14. Jänner benötigen Kubaner keine Ausreisegenehmigung mehr und kein Einladungsschreiben, wenn sie das Land verlassen wollen.
Was der bürokratische Jargon elegant umschreibt, ist eine der härtesten und umstrittensten Beschränkungen, unter denen die Kubaner seit einem halben Jahrhundert leiden. Denn dadurch wurden sie zu Gefangenen auf ihrer Insel. Ein Ausreisevisum kostete 150 US-Dollar - bei einem Durchschnittslohn von 20 US-Dollar unerschwinglich. Selbst wer die Devisen hatte, war der Willkür ausgeliefert. Ärzte, Wissenschaftler und Militärs durften nur im Auftrag der Regierung ausreisen. Dissidenten gar nicht.
"Das ist das Ende des Regimes von Fidel Castro", jubelte die Dissidentin und Bloggerin Yoani Sánchez via Twitter. Das freilich mag verfrüht sein, denn einige Hintertüren ließ die Regierung offen: Nur wer die Voraussetzungen dafür erfülle, erhalte einen Pass, hieß es in Granma.
Daher ist mit Einschränkungen für bestimmte Berufsgruppen zu rechnen. Die Regierung werde die "aggressiven und subversiven Pläne der USA" zu durchkreuzen wissen und keineswegs einem "Brain Drain" Richtung Westen tatenlos zusehen, hieß es.
Rund 1,5 Millionen Kubaner leben im Ausland, die meisten davon in den USA. Auch für sie bringt die Reform Neuerungen. Definitiv ausgewanderte Exilkubaner benötigen für Besuche in der Heimat weiterhin ein auf 30 Tage begrenztes Besuchervisum.
Die Reisefreiheit war eine von der Bevölkerung lang ersehnte Reform. Raúl Castro hatte sie schon vor Jahren in Aussicht gestellt, traf aber damit innerparteilich auf große Widerstände. Zunächst wurden Wirtschaftsreformen vorgezogen, die aber nicht von einem politischen Tauwetter begleitet wurden. Zwar wurde innerparteilich mehr diskutiert und die Bevölkerung konsultiert; ein Systemwechsel, das Ende des Monopols der Kommunistischen Partei oder Versammlungs- oder gar Meinungsfreiheit standen nie zur Debatte. (Sandra Weiss, DER STANDARD, 17.10.2012)
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weiß man hier eigentlich, dass es in Wien ein kubanisches Museum gibt. "The Museum Of Finest Cuban Arts" ... Ein Megabau, topmodern. Perfekt Abgesichert. Swimming Pool am Dach. Wunderschön. Beste Sicht auf Wien... Eigentlich ein Hammer. Leider kann man nicht rein. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass es noch nicht fertig ist oder generell nicht. Weiß wer was Näheres darüber?
Siehe:
http://www.heise.de/tp/blogs/8/152997
<<Kubanische Medien weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass nun nur noch die Zielländer, allen voran die USA, die Reisefreiheit von und nach Kuba beschränken. Doch auch EU-Mitgliedsstaaten lassen kubanische Staatsbürger nicht ohne weiteres einreisen, sondern verlangen zunächst einen Finanzbürgen und weitere detaillierte Angaben.>>
Artikel 13
1. Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.
2. Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.
http://www.un.org/depts/ger... 217a3.html
Da steht nirgends, dass jeder Staat verpflichtet ist, potentielle Wirtschaftsflüchtlinge anderer Staaten frei einreisen zu lassen. Und Kuba verletzt übrigens beide Punkte, denn auch die Bewegungs- und Niederlassungsfreiheit innerhalb des Landes ist für Otto-Normal-Kubaner nicht gewährleistet.
...wer nicht jederzeit, wenn er will, aus den USA ausreisen kann?
Ausser Leuten, die unter dringenem Tatverdacht zuerst verhaftet und dann gegen Kaution freigelassen wurden, fällt mir da niemand, aber auch gar niemand, ein.
Amis dürfen seit eh und je selbstverständlich ihr Land verlassen, wenn das jetzt erst auch für Cubaner leichter möglich sein soll, inwieweit sind diese freier? Aber verblendete Genossen wie Sie denken nicht, sondern propagieren nur irgendwas. Bei uns wollen's die Grenzen niederreißen, sobald sie aber an der Macht sind machen sie den Laden dicht, sonst laufen ihnen ja alle davon ; ) Der Kommunismus hat seine Chance gehabt, nicht nur einmal kläglich versagt und weltweit mehr als genug Menschenleben auf dem Gewissen!
Jetzt wird es interessant sein zu beobachten, wie die USA auf diese Veränderung reagieren werden.
Werden die Sanktionen gegen Kuba jetzt einwenig gelockert oder überhaupt aufgehoben?
Werden die USA dieses Pflänzlein der Veränderung giessen, damit es wachsen kann, oder einfach negieren und es verdorren lassen?
Bin schon neugierig!
der Roten Sklaverei und gerade deshalb kann ich mir das nicht vorstellen. Sozialismus ist ohne Sklaverei nicht möglich. Keiner unterwirft sich freiwillig dem Roten Joch. Die Leistungsträger würden das Land verlassen und das Land letztlich ausbluten. Genau aus diesem Grund mußte die DDR die Mauer bauen. Kuba hat den riesigen Vorteil einer natürlichen Mauer, die fast nichts kostet. Nur das kleine Guantanamo muß man zumauern. Der DDR kostete der "antifaschistische Schutzwall" hingegen Unsummen.
Guantanamo mussten sie nicht zumauern, dort hat die USA alles brav mit Landminen verseucht.
Klar verlassen Leistungsträger, Wissenschaftler das Land, weil woanders mehr verdienen, ist doch den Deutschen genauso passiert, sind auch alle vor und nach dem 2tem Weltkrieg in die USA gegangen, erst vor wenigem Jahren stoppte das. Aber das ist Parasitentum der reichen Staaten, die kostenlos ausgebildete Fachkräfte absaugen. Dieses Problem haben alle Staaten. Nur die USA nimmt jeden Kubaner auf der es schafft rauszukommen,das erhöht den Reiz natürlich.
Falls ja kann ich mir weder vorstellen, dass Sie ein Ausreiseverbot aus Österreich sonderlich heiter fänden, noch dass Ihr diesbezüglicher zu erwartender Vorstoß bei Ihren Kollegen auf viel Gegenliebe stößt. ich sehe keinen rechten Grund weshalb für Kubaner das gelten soll, was für Sie nicht gilt.
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