Neun Tote bei Kämpfen zwischen Kurden und türkischer Armee

Armee griff PKK-Stellung an, Sprengstoffanschlag auf Polizeiauto

Diyarbakir - Bei neuen Gefechten zwischen kurdischen Separatisten und türkischen Soldaten sind am Montag im Südosten der Türkei neun Menschen getötet worden. In der entlegenen Provinz Hakkari an der Grenze zum Iran und Irak starben bei einem Hubschrauber-Angriff der Armee auf eine Stellung der Kurden-Guerilla PKK sechs PKK-Angehörige, ein Zivilist und ein Soldat, wie aus Sicherheitskreisen bekannt wurde. In der weiter westlich gelegenen Provinz Mardin tötete ein ferngesteuerter Sprengsatz einen Polizisten. Drei weitere Polizisten wurden bei dem Anschlag auf ihr Auto verletzt.

Die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Angehörigen der "Arbeiterpartei Kurdistans" (PKK) haben in den vergangenen Monaten wieder an Intensität gewonnen. Der türkische Regierungschef Tayyip Erdogan hat dem syrischen Machthaber Bashar al-Assad wiederholt vorgeworfen, die kurdischen Rebellen militärisch zu unterstützen. Die PKK kämpft seit drei Jahrzehnten für einen autonomen kurdischen Staat. (APA/Reuters, 15.10.2012)

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